Archive für Juni 2007

Do, 14 – 06 – 2007 BLENHEIM: Enttäuschender Enthusiasmus

Uiuiuiuiui, das war vielleicht wieder ein blödes Aufstehen. Also, nicht ganz so blöd wie gestern, weil es, als wir morgens des erste Mal geguckt haben draußen 7.6° hatte und im Auto ganze 9.8°! Das war eigentlich richtig warm im Vergleich zum Vortag. Da lernt man mal, fünf Grad erst so richtig zu schätzen. Naja, also, eigentlich war des Aufstehen nur so schlimm wie halt Aufstehen immer schlimm ist, nur dazu kam noch der schlimme Augenblick zwischen aus dem warmen molligen Schlafsack bzw. Bettdecke raus und in die Klamotten rein. Aber wir sind ja, wie gesagt, hart im nehmen. Schnell Cornflakes reingeschoben, also, nur ich weil der Laura geht’s zu Zeit gar nicht so gut. Sie hat nie Appetit und wenn sie doch mal isst dann findet ihr Magen des gar nich so geil und des is blöd. Weil eigentlich bräuchte sie ja grad jetzt, wos gar nich mehr so war ist, gute Verplegung und so. Plöd! Ich glaub, ihr ist das mit dem Pass und dem ganzen damit verbundenen Stress einfach ganz schön auf den Magen geschlagen. Aber nachher koch ich noch Bami Goren (oder versuche es) und ich hoffe da ist sie dann ein paar Happen. Ach ja, bei essen fällt mir ein dass dieser andere Deutsche hier, der Ben, gestern einen Auflauf mit Gemüse und Nudeln und Thunfisch gemacht hat UND ES HAT MIR GESCHMECKT! Dat war das erste Mal das mir Thunfisch in irgendeiner Form gemundet hat. Ich bin begeistert. Ansonsten ham wir gestern nich mehr viel gemacht, die Aline und Marie sind irgendwie bis elf oder so in der Stadt geblieben und Joe und Ben sind auch erst so um neun wiedergekommen, aber wir hatten trotzdem einen sehr vergnüglichen Abend und ich hatte endlich mal wieder eine Katze auf meinem Schoß! So. Hier lebt nämlich ne Glückskatze und die is ganz doll knuffig. Aber nicht mal einen Bruchteil so knuffig wie Tabby! Und weil wir ihren Namen nicht wirklich verstanden haben nennen Laura und ich sie jetzt einfach Kurt. So. Jetzt aber mal wieder mit heute weiter. Also, nach ‚Frühstück’ Katzenwäsche und Kaffe gemacht und Warren hat uns angesprochen, ob wir um neun oder zehn mal zu ihm ins Büro kommen wollen um noch mal bei diesem Immigrationsdingsda anzurufen um noch mal nachzufragen wann sich denn jetzt endlich mal was tut, weil ganz so wohl ist ihm bei diesem ‚illegalen’ Arbeiten von der Laura wohl doch nicht. Wir also brav losgearbeitet, wieder ganz viel gelobt worden und dann so um viertel vor zehn als die anderen ‚Smoko’ (Smoker-And-Coffee-Break) gemacht haben sind wir halt vor gelaufen bzw. gefahren zum Warren und ich hab da angerufen. Nach minutenlangem Band- und Musikangehöre konnte ich dann mal endlich mit einer netten Dame sprechen und die hat halt dann gemeint, dass bei dem Antrag noch eine Erklärung fehlt, in der Laura sagt warum sie überhaupt erst illegal geworden ist und wie und wo und warum und dass da wohl grad eine Nachricht an uns unterwegs ist, dass wir das eben bitte einreichen sollen und dann hat sie mir noch die Faxnummer gegeben wo wir diesen Brief dann hinschicken sollen und überhaupt und sowieso. Naja, Warren hat dann natürlich gefragt „Und, was is nu?“ und da musst ich halt sagen dass des gut und gerne noch so ein paar Tägchen dauern kann und dann hat er halt zu Laura gemeint, dass sie dann eben leider nicht mehr arbeiten kann wenn wir nicht genau wissen, wann endlich ihr Pass da ist. Laura natürlich erst mal wieder nich so glücklich und dann sind wir zurückgefahren, Smoko war vorbei, ich hab weitergearbeitet und Laura saß mit nem Klemmbrett und Stift aufm Boden und wir ham zusammen den Brief geschrieben. Erst auf Deutsch, dann auf Englisch übersetzt. Und nebenbei hab ich noch geschnitten, bin ja ne Frau. Kann ja Multi-Tasking. Naja, dann so gegen zwölf waren wir dann ma endlich fertig mit dem Brief fertig und zwischendurch hat Laura auch ma richtig geweint, weil ihre Situation grad so Scheiße ist und sie so ein schlechtes Gewissen mir gegenüber hat und dass sie am liebsten sofort in irgendeinen Flieger nach Hause steigen würde und so. Hab sie aber ganz dolle getröstet und als sie dass dann alles, also den Brief,  in Reinform geschrieben hatte und wollten wir dann in der Mittagspause in die Stadt fahren und des von der Claire aus wegfaxen. So beim Schneiden ist mir aber dann gekommen, dass wir des eientlich gar nicht so schnell schaffen können und dass des auch ganz schön blöd ist, wenn ich da so während der Arbeitszeit einfach mal so vom Gelände runterfahre und dass des eigentlich besser wär, wenn wir nach der Arbeit erst losfahren. Tja, dann war eben Mittagspause, Laura wieder nix gegessen außer nem Apfel, zu dem ich sie mehr oder weniger gezwungen hab, dann gabs noch ein kurzes Fotoshooting mit der ganzen Gruppe und dann hab ich mich auch schon wieder ans Schneiden gemacht. Laura wollte währenddessen vor zu Warren laufen um zu fragen, ob des trotzdem OK ist, wenn sie hier schläft, auch wenn sie noch nicht arbeiten kann und auf dem Weg hat sie dann die Assistentin vom Warren getroffen, die Gloria, und der hat sie dann erklärt, warum sie da überhaupt grad vorgeht und halt alles und dann hat die wohl als erstes gemeint, des man des doch auch von hier faxen kann und dass wir doch dazu nich extra in die Stadt fahren müssen und alles und da stand dann auf einmal so beim Schneiden ein weißes Autochen vor mir und da kam dann die Laura raus, dass sie die Autoschlüssel braucht weil sie des eben von hier faxen will und dann war sie auch schon wieder weg. Blöd, aber ich hatte ja meine Musi bei mir. Naja, hab dann eben weiter geprunt und Musik gehört und Laura hat eben des Ding weggefaxt und erfahren, dass des gar überhaupt kein Problem ist, dass sie hier weiter ‚wohnen’ kann und so und dann hat die Gloria ihr auch noch gesagt, dass sie nur Bescheid sagen muss, wenn sie irgendwie Hilfe braucht und dass sie da auch mal anrufen kann für die Laura und ma richtig Druck machen kann. Naja, dann hat die Laura da noch mal selber bei dem Immigrationsdings angerufen um sich die Nummer von derjenigen geben zu lassen, die ihren Antrag bearbeitet aber die dürfen sie nicht rausgeben und beim weiterverbinden wurde sie dann irgendwie rausgeschmissen und des war voll plöd. Aber zwischendurch hat sie mich immer wieder besucht und mich auf dem laufenden gehalten und da hab ich mich immer ganz doll gefreut, wenn da so ein kleines Lauralein die lange Reihe lang kam und dann irgendwann bei mir angekommen war. Juhuuu! Tja, dann hat sie mich wieder verlassen und so ne halbe Stunde vor Schluss hat der Ulaula, der eigentlich ganz anders heißt, dieser Kerl von Fiji den ich mal im Auto mitgenommen hatte gemeint, Wow, you are so fast! Und dann fand er des ganz faszinierend weil alle andren Mädels so grad mal die Hälfte von dem schaffen, was ich so mach und des fand er ganz super. Und ich auc. Wusst ich nämlich vorher nicht, dass ich gar nicht so unfähig bin. Tja, und dann war endlich Feierabend und mir war auch schon ganz schön kalt, aber ich hatte so dass Gefühl, dass ich echt gute Arbeit geleistet hatte. Hab so geschätzt, 100 Pflanzen. Später auf der Liste hab ich dann gesehen, dass es sogar 108 waren, und die anderen Mädels hatten so 60 oder 70. Jaja, fleißige Dommi. Aber die Jung hatten alle mindestens genau so viel wie ich und manche sogar 150. Aber des schaff ich auch noch. Nun gut, auf jeden Fall gabs dann erstmal ne heiße Dusche und des hat echt gut getan und gleicht gibt’s ja Essen und nachher schauen wir alle sechs gemeinsam Ice Age 2. *freu*. Also, drückt der Laura immer noch und sogar noch mehr die Daumen, dass des alles bald klappt und freut euch, dass es bei euch so warm is. Adieu und Salut, la Dominique   

Mi, 13 – 06 – 2007, BLENHEIM: KaltKaltKaltKaltKalt

Hui, Scheisse war das kalt! Abends konnten wir die Temperatur im Auto noch so gerade über zehn halten, aber als wir morgens aufgewacht sind waren es genau 3.8° !!!! Das wünsch ich meinem schlimmsten Feind nicht. Also, das Schlafen selber war gar kein so wirkliches Problem, außer wenn die Decke ma von irgendwo wegrutscht und man dadurch aufwacht, aber das aufstehen ist halt wirklich MEGA übel. Und das erwartet uns jetzt noch drei Wochen lang! Da sag ich doch ma KACKE! Aber wir müssen wohl auch eine wahnsinnig kalte Nacht erwischt haben, war so um den Nullpunkt draußen. Davor war es wohl immer noch so wenigsten 5 oder 6. Naja, wir sind ja keine Weicheier. Also, morgens irgendwie Cornflakes in den zugefrorenen Mund geschoben und Katzenwäsche in der öffentlichen Toilette und dann gings auch schon quasi mit eigentlich null Aussicht aus dem Auto los und zum Glück sind wir auch heil angekommen. Auf dem Vineyard wuden wir dann erstmal mit Handschuhen, Schutzbrillen und Scheren (eine große Astschere und eine kleine diesmal) ausgestattet und dann gings los. Laura dürfte zum Glück auch arbeiten, auch wenn ihr Visa immer noch nicht da ist, sondern ihre Stunden werden aufgeschrieben und ihr dann im Nachhinein irgendwie mitreingemixt. Eigentlich illegal, aber wir waren so dankbar und erfreut. Naja, jetzt also ma zur arbeit. Hier müssen wir jetzt PRUNING und TRIMMING machen, also, vor uns steht noch die komplette aber schon blätterlose Pflanze und wir müssen dann 5 lange Äste stehen lassen und zwei ganz kurze Triebe. Und wir ham uns gar nicht so schlecht angestellt. Unser Supervisor ist aus dem Loben gar nicht mehr rausgekommen und am Ende des Tages haben wir auf so einer komischen Liste gesehen, dass jede von uns mehr oder genau so viel geschafft haben, wie die die schon länger hier sind. Jaja, da waren wir gar nicht so unstolz auf uns. Für die Pausen gibt’s hier so zwei kleine Hüttchen mit Bänken, Tischen, kostenlosem Kaffe, Tee und Zucker und natürlich heißes Wasser. Nur Tassen muss man selber mitbringen. Des ist echt tollo! Und lange Pausen sinds auch noch. Haben mindestens 1 ½ Stunden Pause gehabt wurden aber trotzdem so bezahlt, als hätten wir nur eine halbe Stunde gemacht. Coolo! Naja, nach der Arbeit dann haben wir Warren gefragt, wie des denn mit dem Schlafen hier aussieht und er war zwar nicht wirklich begeistert aber hat dann doch noch murrend zugestimmt. Mit uns schlafen noch die zwei Französinnen hier in ihrem Van und ein deutscher (Ben) der mit einem Engländer (Joe) unterwegs ist. Die ‚leben’ hier schon seit zwei Wochen. Aber die Französinnen Aline und Marie fahren leider dieses Wochenende, machen aber am Freitag abend noch ein Abschiedsdinner zu dem sie uns auch prompt eingeladen haben. Cool! Naja, als erste Feierabendaufgabe haben wir dann erstmal meine eine Matratzenhälfte ein bisschen gekürzt damit wir genug Platz zum Schlafen haben, aber meine Regale trotzdem stehen bleiben können und wir nicht immer umräumen müssen. Tja, und jetzt sitzen wir hier im Aufenthaltsraum, alle haben vorhin gekocht, geduscht, sind jetzt einkaufen oder sonst was. Leider sind die hier ein bisschen streng mit uns, weil die anderen vier sich hier schon ein paar Sachen geleistet haben, weswegen wir die Heizung in diesem auchnichtwirklichwarmen Raum (fast) nicht anmachen dürfen und hier auch nicht drin geschlafen werden kann. So ne kacka! Naja, man wird sich wohl irgendwie mit der Kälte arrangieren. Hoffe ich! Naja, der Plan für den Abend sieht jetzt nicht mehr so wirklich spektakulär aus, werden uns noch ein bissal zusammensetzen, den ein oder anderen Wein von den Französinnen angedreht bekommen und dann mal wieder nicht zu spät ins viel zu kalte Bettchen! Ahhh, will meine Heizung wieder. Also, ich hab sie ja noch, aber hier krieg ich keinen Strom ins Auto. Ach, ihr wisst ja was ich meine! Nun gut, meine Lieben, wünscht uns Glück dass es nicht wieder so arschig kalt wird und dass die Decken da bleiben, wo sie sollen ! Knutscha und Prost 

Di, 12 – 06 – 2007 BLENHEIM: Winkewinke

Tja, heut war es also soweit, wir mussten aus unserem uns-schon-richtig-dolle-ans-Herz-gewachsene-Zimmer-mit-Strom-Fernseher-Betten-Tisch-und-Kühlschrank verabschieden und raus in die Kälte. Da um 10 Uhr spätestens die Zimmer geräumt werden müssen hieß es wieder mal nach einer viel zu kurzen Nacht mit der Sonne aufstehen, alles ausräumen, putzen noch mal alles und allem Tschüss sagen und dann hieß es ein letztes Mal mit Schrittgeschwindigkeit auf diesem nervigknirschenden Kies fahren. Als erstes ging es dann natürlich zu Warren, der gesagt hat, morgen früh kann ich anfangen und als wir da auf dem Vineyard waren haben uns da auch die zwei Französinnen gesehen, mit denen wir beim ersten Mal hingefahren sind und die haben sich tierisch gefreut, dass des jetzt endlich klappt und haben uns auch gleich richtig doll aufgeheitert als sie uns gesagt haben, man darf da auf dem Vineyard kostenlos stehen, es gibt ne Dusche, Toilette natürlich, man darf die Küche benutzen und den Aufentahltsraum natürlich auch. Das hat uns so einen richtigen Felsbrocken vom Herzen fallen lassen, weil wir ja absolut nicht wussten, wo wir die nächsten Nächte schlafen sollen und haben uns schon von einem Parkplatz auf den nächsten fahren sehen. Haben uns zwar auch schon überlegt, Warren einfach zu fragen, ob des geht dass wir da campen, aber für wirklich realistisch hielten wir das nicht. Naja, auf jeden Fall eine Sorge weniger. Danach haben wir dann nur sinnlos Zeit totgeschlagen mit noch mal ein bisschen im Auto schlafen, Einkäufe erledigen, neues Messer aussuchen, bei der Post fragen, wie viel die neue Registrierung für mein Auto kostet, die ich in zwei Tagen brauche (185 Dollar – Oh jemine) und wir haben endlich den einzigen Blenheimer Souvenirladen gefunden. Zwischendurch hab ich irgendwann gemerkt, dass mein einer Flip Flop nich mehr da war und hab ich schon irgendwo hilflos alleine in der Gosse liegen sehen! Oh Schrecklich, ich liebe diese Flip Flops. Naja, wir also  auf zurück ins Backpacker, weil des eigentlich des einzigste war, wo der kleine Schlawiner sein konnte, aber da war er nicht und bei diesem Kurzbesuch mussten wir auch sehen, dass unser Zimmer schon wieder neu besetzt war. Unser Zimmer! Schluchs *Träneverdrück*. Jedenfalls ist uns dann zum Glück noch eingefallen, dass Laura auf einem der Parkplätze hier mal hinten was aus dem Auto geholt hat und wir natürlich schnell hingerast. Und da lag er dann auch , der arme kleine, braun-gelb auf dem trostlosen grauen Asphalt. Jaja, schlimm schlimm. Aber ich glaube, weder er noch ich werden bleibende Schäden zurückbehalten. Puh! Noch mal Glück gehabt. Naja, als uns dann irgendwann nix mehr eingefallen ist, womit wir die arme Zeit noch hätten schlagen können sind wir wieder auf den Parkplatz zurückgekehrt, wo wir auch unsere erste Nacht in Blenheim verbracht haben. Und da sitzen wir nun, bald ist es sechs, draußen hats noch 8.7° (was garantiert noch weniger werden wird) und hier drinnen hats zum Glück noch 17.2°. Also, (noch) gar nich so schlimm. Die Toilette ist in Reichweite, UNO auch und Verpflegung haben wir auch. Was will man da noch mehr! Dieser Abend wird wohl nich so lange dauern, weil ja morgen endlichendlich mal wieder arbeit *freuundindieluftspringdabeimerkdassgeradeimautoundkopfanderdeckestoss*.
Nun gut, werd euch ja dann morgen erzählen, ob noch was aufregendes passiert ist und bis dahin: Schickt uns ein bisschen Wärme oder auch nur gute Gedanken! Bussal, Knutscha und mit dem dicken Wunsch nach einer Müller-Breze, die nochnichtfrierende Dommi

Sa, 26 – 05 – 2007 bis Mo, 11 – 06 – 2007: Zu viel für eine Alliteration

Tja, die nächsten Tag saßen wir zwei dann also auf heißen Kohlen. Lauras Kohlen waren wahrscheinlich doppelt so heiß wie meine. Claire hatte zu uns gemeint, sie hat da eine gute Freundin in Christchurch sitzen, die für genau solche Anträge wie Lauras zuständig ist und dass des dann alles ganz schnell gehen wird. Ihre Prophezeiung war, dass des am Montag des erste sein wird, was die da behandeln, am Dienstag solle eine Mail zurückkommen, dass alles OK und der Antrag durch ist und am Mittwoch sollte dann der Pass wieder da sein. Na, da sind wir ja mal gespannt.
Ich fass jetzt die nächsten Tage mal wieder ein bisschen zusammen, weil sie wirklich nicht so aufregend waren. Meistens stehen wir eben irgendwann auf, dass wir essen, schlafen, duschen und atmen ist wohl klar, ansonsten nehmen UNO, Zigity, Macke und seit kurzem auch Kniffel sehr viel von unserer Zeit ein. Abens gibt’s mal das ein oder andere Bierchen, ab und zu muss leider auch mal eingekauft werden. Das sind so unsere Standards, die ich im folgenden nun nicht weiter wieder erwähne. Hier nur also die „Highlights“.
Am Samstag hat mir die Laura ihr Schweizer National bzw. Kantongericht gekocht: Capuns. Des ist ein Teig aus Eiern, Mehl, Milch, Salz in den dann eigentlich Landjäger und Cervelatwurst (wir haben Chorizo und Wiener genommen) und Lauchzwiebeln reingeschnipselt werden und dann wird das ganze eigentlich in kleinen Portionen in Mangoldblätter eingerollt (wir haben irgendein ähnlich aussehendes Gemüse genommen. Laura tats richtig weh, dass sie mir nicht das OriginaloriginalCapuns machen konnte, aber Neuseeland ist nun mal leider nicht die Schweiz). Auf jeden Fall wars trotzdem richtig richtig lecka. Danke noch mal, liebe Laura!
Am nächsten Tag haben wir mal wieder einen Spaziergang gemacht. Beim Rumfahren mit dem Auto haben wir irgendwann mal ein Schild mit der Aufschrift ‚Footbridge’ gesehen und uns dieses als Ziel genommen. Ein wirklich langer Spaziergang war es leider nicht, und die Brücke war auch nicht sonderlich aufregend, aber die Stimmung war wundertoll. So Richtung Süden, über den Bergen, war der Himmel allerdunkelst grau, eigentlich mehr schwarz als alles andere und im Norden war strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. An diesem Übergang von blau und wenig Wolken zu dunkler Wolkenmasse hab ich mich dumm und dämlich fotografiert, hab ich noch nie in meinem Leben gesehen, so einen faszinierenden Himmel.
Dabei fällt mir ein, wie mich diese Sonne hier bis vor kurzem richtig verwirrt hat. Als guterzogenes europäisches Kind orientiere ich mich natürlich immer am guten alten Spruch ‚Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hält sie Mittagslauf, im Westen muss sie schlafen gehen im Norden ist sie nie zu sehen’. So weit, so gut. Da mein Orientierungssinn ja auch nicht gerade der schlechteste ist hat mich folgendes immer wieder verwirrt: Ich bin irgendwo draußen unterwegs, es ist – zum Beispiel – Mittag, Sonne also im Süden, aber da wo die Sonne ist ist garantiert nicht Süden. Immer wieder hab ich mich gefragt, ob jetzt ich blöd bin oder die Sonne irgendwie verwirrt ist und dann hab ich die Laura einfach mal gefragt, und wie ichs mir dann inzwischen irgendwie gedacht hatte ist die Sonne hier im Süden nie zu sehen und ist mittags im Norden. Ist ja irgendwie logisch, andere Welthalbkugel und so und des mit den Jahreszeiten und der Zeitverschiebung und alles wusste ich ja auch, aber über die Sonne hab ich mir zu Hause nie so Gedanken gemacht. Ist ja sowieso nicht meine beste Freundin. Naja, Laura fands ziemlich lustig, ich ein bisschen peinlich aber ich war froh, dass mein Orientierungssinn doch nicht zur Reparatur musste und die Sonne nicht auf einmal eine neue Beziehung mit der Erde angefangen hat. Des ist aber auch echt komisch, wenn man sich immer dran orientiert: ‚Im Norden niemals nicht keine Sonne’ und auf einmal verbringt die da so viel Zeit. Gemein ist das.
Naja, weiter im Text. Schnell Themawechsel. Neben den oben beschriebenen Tätigkeiten tun wir natürlich auch noch ganz viel Fernsehen, und da gibt’s so ein paar Highlights – abgesehen von den üblichen Standards wie Simpsons, Friends, Desperate Housewives und so – und da sind unsere zwei Hauptmegalieblingsfavoriten Pocoyo und Peppa Pig. Peppa lebt mit ihrem kleinen Bruder George („Dinosaur!“ *grunz*) und ihren zwei wahnsinnig dicken Schweineeltern in einem viel zu kleinen Haus auf einem unrealistisch steilen Hügel und erlebt da so Sachen wie neue Schuhe kaufen, in Matschpfützen rumplantschen oder ma ins Museum gehen. Ach ja, ne Kostümparty hat sie auch mal gemacht, mit Cindy Cat, Betty Bunny und noch ganz vielen anderen kleinen lustigen alliterierten Freunden. Und des lustigste ist, dass diese Familie so alle fünf Worte mal einfach so grunzt, und des hört sich so superlustig an und wir lachen uns immer die Bäuche blau. Ja, und da ist da noch Pocoyo. Des ist ein kleiner, blau angezogener Junge der auf einem weißen Bildschirm lebt und da gibt’s dann noch Babybird und Sleepybird, Elli die Elefantendame, Patto die Ente, so nen komischen Hund den wir nicht mögen, noch so ein paar andere Tiere wie Fische, Kraken, Wale und ab und zu auch Aliens, die aber eigentlich keine wirklich große Rolle spielen und dann gibt’s da natürlich noch unseren absoluten Megafavoriten den Wurm Caterpillar. Der is so lustig!!!!!! Und immer wenn er applaudiert dann klopft er einfach die Hälfte seines Körpers auf den Boden und des ist soooo drollig. Ansonsten erleben die da nicht so wirklich aufregende Sachen, außer mal aufräumen, sich über Müll streiten oder andere Planeten besuchen. Ja, jetzt wisst ihrs.
Tja, was Lauras Pass anbelangt hatten wir Dienstag immer noch nichts gehört, wir haben immer wieder mal bei Claire angerufen, ihr SMS geschrieben, sind bei ihr vorbei gefahren und alles, aber entweder war sie nicht zu erreichen oder es gab keine Neuigkeiten. Das blödeste an dieser Situation ist, dass sie mich auch vom arbeiten abhält, weil diese Firma bei der wir da anfangen wollen nicht einmal mir alles zeigen und erklären will und dann der Laura alles noch mal zeigen und erklären wollen und mich deswegen gebeten haben, solange zu warten, bis sie anfängt damit des für sie auch vom Papierkram einfacher wird. Na toll!
Die meiste Zeit bestand also wieder nur aus Zeit totschlagen, spielen und allen schon oben genannten Beschäftigungen, aber am 2. Juni dürfte ich mal in Lauras Tagebuch schreiben. Des war voll tollo und ist voll die Ehre weil des gibt sie eigentlich gar nie aus der Hand und des ist ihr einer der wichtigsten Gegenstände überhaupt und deswegen ist des so erwähnenswert.
Tja, das nächste ‚Highlight’ ist zwar auch erwähnenswert, aber mindestens so negativ wie das gerade positiv war, denn am 3. Juni hab ich mal wieder auf mein deutsches Konto gekuckt und habe da 200 Euro Minus vorgefunden. Da die Laura ja in der letzten Zeit überhaupt kein Geld mehr hatte habe ich eben alle Lebenshaltungskosten, die Unterkünfte, die Fähre und alles bezahlt und das hat sich alles ganz schön geläppert. Wir haben zwar nicht im Überfluss gelebt, aber wir hätten wahrscheinlich auch ein bisschen sparsamer sein können: Meine Kreditkarte rühr ich jetzt auf jeden Fall erstmal langelange nicht an. Teufelsding! Verständlicherweise war ich über diese Neuigkeit nicht sehr begeistert Mama noch viel weniger. Tja, die allgemeine Geldsituation ist zur Zeit alles andere als rosig!
Am nächsten Tag sind wir zur Aufheiterung mal wieder spazieren gegangen und haben sozusagen den Blenheimer Bürgerpark erkundet. Durch Blenheim läuft so ein gar nicht so kleiner Fluss und im Ortskern haben die da so Wege angelegt mit vielen Bänken und des ist richtig schön da. Tja, da haben wir uns dann also ein bisschen entspannt und das tollste an diesem Ding ist, dass es da eine Stelle gibt, wo man so ungefähr einen halben Meter unter den Zugschienen steht. Durch Blenheim fahren sehr viele Züge, ist quasi ein Verkehrsknotenpunkt hier und wenn wir in unserem Backpacker sind dann fährt der ungefähr so 8 / 9 Meter neben uns. Gar nicht so unlaut. Naja, jedenfalls konnte man sich da wirklich so richtig nach unter den Zug stellen und wir mussten auch nur fünf Minuten warten bis einer kam und des war ganz schön gruselig wenn da so ein riesen Ding mit Tempo direkt über einem lang fährt. Aber tollo wars!
Weil wir irgendetwas wegen unserer finanziellen Situation tun mussten hatten wir uns dann vorgenommen, am nächsten Tag wieder bei A.J. zu arbeiten, grottenschlechte Bezahlung ist immer noch besser als gar keine. Da ich aber diese Nacht noch nicht mal 2 Stunden geschlafen hab konnte ich das vergessen und Laura ist alleine gegangen. Ich hab dann, nach vielleicht zwei weiteren Stunden Schlaf die ‚Hausarbeit’ erledigt, so Wäsche, Spülen, Saugen, Aufräumen und so ein Spass. Als Laura dann so um fünfe wieder kam war sie ganz doll durchgefroren weil es den ganzen Tag nicht wirklich warm geworden ist und dazu kam noch ganz doll viel Wind. Hieß es also erstmal einheizen, Tee machen, in Decken einwickeln und was schönes Kochen. Hat zwar ein bisschen geholfen, aber als mir schon der Schweiß runtergelaufen ist, weil es in unserem Zimmer so warm war war ihr gerade nicht mehr kalt. Die arme! Ging also dann natürlich früh ins Bett und am nächsten Tag haben wir uns beide zu A.J. gekämpft. Ich mit kurzer Hose, T-Shirt und hochgekrämpelten Pulli, Laura mit langer warmer Hose, obenrum 5 Schichten, Handschuhen und ihr war trotzdem noch kalt. Gegen Mittag haben wir uns dann aber dazu entschieden, dass es weder vom Geld her sinn macht, noch für unsere körperlichen Verfassungen gut ist, da ich diese Nacht gerade mal 2 ½ Stunden geschlafen hatte und bei Laura muss ich ja wohl nicht viel mehr dazu sagen. Beim arbeiten haben wir uns auch überlegt, dass es eigentlich sehr viel ertragreicher wäre, wenn nur ich bei Warren anfangen würde und wir damit viel viel viel mehr Geld verdienen würden, als wenn wir beide für diesen blöden A.J. arbeiten. Wollen einfach mal fragen, ob ich nicht doch anfangen kann.
Tja, am nächsten Tag dann also, Donnerstag den 7. Juni wurde wieder nichts aus Arbeiten, weil die Heldin Dommi volle Kanne verschlafen hat und sich danach richtig mies gefühlt hat. Wenigstens konnten wir mit Warren telefonieren und er hat gemeint, dass ich dann einfach am Montag kommen soll, nachdem ich ihm unsere finanzielle Situation geschildert hab. Des hat uns dann wieder ein bisschen beruhigt, doch inzwischen war uns auch bewusst geworden, dass wir am kommenden Dienstag auf keinen Fall 220 Dollar für die nächste Woche haben würden und also aus dem Backpacker rausmussten. Tja, gar nicht so toll. So haben wir uns also vorgenommen, am Wochenende Vorbereitungen für ein Leben im Auto zu treffen, die äußere Gestaltung meines lieben kleinen Schatzes weiter in Angriff zu nehmen (Laura malt mir Simpsons, Tigga und Tinkerbell auf die linke Seite)
Am Samstag den 8. Juni hat Laura also angefangen die Figuren vorzuzeichnen (Tigga, Bart als Teufel und Maggy) während ich innen im Auto ein bisschen geputzt, aufgeräumt und umgeräumt hab. Abends hab ich dann im Zimmer Chilli gekocht, was man eigentlich nicht darf, aber wir hatten grad beide nicht so wirklich Lust, mit irgendwem zu reden.
Am nächsten Tag gings dann weiter damit, dass Laura mir den Vorhang der Abends Lounge und Schlafbereich trennt umzunähen und neu zu befestigen und wir haben unser liebevoll dekoriertes Zimmer in allen Einzelheiten fotografiert, bevor wir alles von den Schränken bzw. Wänden nehmen müssen. Hatten uns so viel Mühe gegeben und den Raum so richtig heimelig und persönlich gemacht, und jetzt müssen wir hier so unverhofft raus. Naja, in solchen Momenten ist man echt froh, dass man ein Auto hat in dem man schlafen kann und in dem sich alles befindet, um für mindestens drei Tage zu überleben.
Am Sonntag hieß es dann also ein letztes mal ausschlafen, noch mal Bettzeug und all so ein Sach waschen, Zimmer schon mal größtenteils leer räumen bzw. ins Auto umräumen und dieses wohnfertig machen. Abends gabs dann nur Reste essen und wir waren beide nicht so wirklich gut drauf.
Heute ist also Montag, der 11. Juni 2007 und es war wieder nichts mit arbeiten, weil es die ganze Nacht geregnet hab. Hab seit einer Woche nicht mehr wirklich geschlafen. Scheisse. Aber dank dem Wetter konnten wir heute noch so Sachen erledigen wie alles Geld, was wir noch bei uns tragen (also, ausländisches Geld) in Dollar umzutauschen und alles so vorzubereiten, dass wir morgen früh hier rauskönnen. Oh Gott, bekomm echt ein richtig mulmiges Gefühl, wenn ich des hier so schreib. Tagsüber hat es hier zwar noch so 15°, aber nachts ist es doch schon dolle kalt, wir werden die nächsten Tage keinen Strom, keine Duschen und nix haben. Aber naja, das nennt sich dann wohl leben! Und irgendetwas gutes bringt ja jede Situation mit sich. Wissen zwar im Moment noch nicht was, aber das wird sich schon noch zeigen. Solange wir nicht alleine sind, uns beide noch bester Gesundheit erfreuen und wir noch lachen können ist alles noch gut. Finden wir! So, das wars dann also jetzt mal für die letzten Tage, Tschuldigung für diesen Monstereingrag, aber wenn ich jeden Tag einzeln geschrieben hätte wär das irgendwie auch sinnlos gewesen. Ihr merkt schon, ich bin grad nicht wirklich gut drauf und sollte jetzt dann mal besser aufhören! Also, machst besser und drück euch alle ganz doll, ihr in eurem deutschen Sommer J

FR, 25 – 05 – 2007: BLENHEIM: Autofahren und Abschicken

Nun beginnt die Odysee. Morgens früh aufgestanden und als erstes zur Bank. Lauras Vater hatte ihr per Western Union Geld geschickt, was zum Glück wahnsinnig schnell geht und so konnte sie den im Antrag verlangten Scheck gleich bei der Bank holen. Als nächstes ging es dann mit dem ausgefüllten Formular, dem Scheck und Passfoto zu Claire. Die hat dann erstmal wieder bei der Immigrationsbehörde angerufen, wo diesmal ein kompetenterer Mensch an der anderen Seite saß und der hat uns dann gesagt, dass sie ein Jobangebot vorlegen muss, der potentielle Arbeitgeber auch noch mal ein Formular ausfüllen muss und sie eine Bestätigung braucht, dass diese Arbeit erst versucht wurde, mit einem Neuseeländer zu besetzen. Das hat natürlich erstmal einige Zeit gedauert, bis das alles von dem Kerl in Christchurch bis zu uns zweien im Kopf angekommen ist hats natürlich gedauert und dann haben er und Claire sich auch noch über Unternehmungen hier in der Region unterhalten (typisch Neuseeländer) und dann gings also wieder los. Diesmal wieder zu Warren. Der hat uns dann aber gesagt, dass wir da zum Oberboss hinmüssen (einer gewissen K. Jackson), hat uns den Weg so mehr oder weniger gut beschrieben und uns noch viel Glück gewünscht. Trotz der wirren Wegbeschreibung haben wir das dann auch recht schnell gefunden und wir waren da irgendwie so richtig weit oben gelandet. So mit Sprechanlage und großem Tor am Eingang und alles ganz riesig und edel. Da war uns dann ein bissal mulmig, aber was blieb uns anderes. Nett wie die Neuseeländer nun mal sind hat uns diese K. Jackson auch alles ausgefüllt, mitgegeben, ausgedruckt und kopiert, obwohl sie ziemlich im Stress zu sein schien. Auch typisch neuseeländisch. Naja, die nächste Station hieß dann Copy-Shop weil ich Laura geraten hab, einfach mal allesallesalles was sie abschickt zu kopieren (hab ja gelernt, gell Mama?). Als letztes war dann noch die Post dran, wo wir alles noch 10 und noch10 mal kontrolliert haben und dann gings ab mit dem Papierkram, der Kohle und vor allem Lauras Pass. Muss sich nicht sonderlich toll angefühlt haben. Um die Nerven ein wenig zu beruhigen, die Sorgen wegzuspülen und weil ja Wochenende war hat Laura dann beschlossen, eine Flasche Tequila zu kaufen und so hatten wir wieder mal einen entspannten, spieleerfüllten und lustigen Abend. Haben wir uns aber auch verdient, nach so nem Tag. Ach ja, losgefahren sind wir so um 9, wiedergekommen so um 16 Uhr. Sach ja, lange Odysee! Adios 

Do, 24 – 05 – 2007 BLENHEIM: Oh jemine

Ja, das hört sich nicht so gut an. Oh jemine! Na, von Anfang: Also, wir morgens brav aufgestanden und pünktlich um zehn nach sieben vorne gewesen. Da waren noch einige andere, die mit uns da anfangen sollten, und Giles natürlich. Hab dann noch einen etwa mitte 20-jährigen Fijianer mitgenommen, der nicht gerade eine kleine Körperfülle hatte (armer Donkey Shot) aber der war superlustig und wir haben uns die Fahrt über köstlich amüsiert. Auf dem Vineyard angekommen mussten, oder besser gesagt dürften, wir dann feststellen, dass wir wohl dieses Mal wirklich bei einer seriösen Firma gelandet sind. Mit richtigem Aufenthaltsraum und Küche und Klo und alles für die Mitarbeiter und komplette Sicherheitskleidung wird bereitgestellt und alles drum und dran. Ist wohl ein ziemlich berühmter und guter Wein, an dem wir hier arbeiten. Naja, wir also alle sieben (der Fijianer, zwei Französinnen und einer mit unbekannter Herkunft) wir füllen also brav alles aus, was uns vor die Nase gelegt wird und dann mussten wir hoch ins Büro zu Warren, dem Chef hier damit der unsere Pässe kopieren konnte. Tja, denkste! Lauras war der letzte Pass der kopiert werden musste und da hat sich aber dann rausgestellt, dass sie mit diesem Visa hier nicht arbeiten darf. Ja, erstmal Mundoffensteh. Ich hab ihm dann erklärt (mein Englisch ist ein bissal besser als des von der Laura) dass sie aber auch schon bei anderen Arbeitgebern gearbeitet hat und dass des nie ein Problem war und alles aber er hat gesagt, ne bei ihm reicht des nicht und es tat ihm furchtbar Leid und er hat gemeint, des geht aber ganz schnell, so ein Visa online zu beantragen und dass wir dann bestimmt morgen anfangen können. Tja, wir erstma ziemlich geärgert, wieder ein Tag nicht arbeiten. Aber andererseits merkt man an so was, dass des eine gute Firma hier ist. Man soll ja immer das positive sehen. Bin ich dann also mit Laura zurück in die Stadt gefahren und weil ich wusste, dass die Schweiz nicht diese Working-Holiday-Visa-Vereinbarung mit Neuseeland wie Deutschland hat mussten wir uns also irgendwo Hilfe holen. Sind dann nach vielem durchfragen und hin und her wieder bei dieser Claire gelandet, die uns auch am Anfang diese Jobs bei A.J. vermittelt hat. Der haben wir dann also unser Problem geschildert und dann hat sie gemeint, erstmal  bei der Immigrationsbehörde anrufen und Fragen. Das haben wir dann auch von ihrem Büro aus gemacht und bei diesem Telefonat stellte sich heraus, dass Laura seit 1. Mai illegal in Neuseeland ist…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………Was soll man da noch sagen. Hab mich schon ab und zu gewundert, dass sie mir ihrem Besuchervisum einfach so sechs Monate bleiben kann weil des ja eigentlich nur für 3 Monate gilt aber ich hab mir gedacht, Laura wird’s schon wissen. Tja, wie sich also herausstellte hatte der Kerl vom Zoll bei ihrer Ankunft ihr zwar gesagt, kein Problem, du kannst gerne sechs Monate bleiben solange du ein Rückflugticket hast. So ein Besuchervisum kann auf bis zu zweimal  für je 3 Monate ausgeweitet werden, also insgesamt bis zu neun Monaten. Laura hätte also einfach nach 3 Monaten irgendwo anrufen müssen oder was auch immer und hätte dann kein Problem gehabt. Das hat dieser Kerl am Flughafen ihr aber nicht gesagt. Und woher soll sie es also wissen? Tja, die vom Immigrationsdingsda hat dann zu Laura gemeint, des und des Formular muss sie abschicken und dann ist des kein Problem. Dieses Formular war ein Antrag auf ein Arbeitsvisa und war nicht gerade kurz und einfach auszufüllen. Claire hat zu uns gemeint, wir sollen des einfach ausfüllen und alles bringen was die verlangen und dass sie da jemanden in Christchurch bei dieser Behörde kennt und dass des dann alles ganz schnell geht und dass wir wenn wir alles haben einfach noch mal bei ihr vorbeikucken sollen. Wir mit nicht wirklich gutem Gefühl von da weg und erstmal wieder ins Backpacker. Laura ging es verständlicherweise ziemlich nicht-gut. Das größte Problem an der ganzen Sache ist eigentlich, dass Laura ja zur Zeit praktisch kein Geld mehr hat und wie wir alle wissen regiert Geld die Welt  und BlaBla. Das wichtigste war also, dass sie zuhause anruft und dass sie ihr Geld schicken damit sie den Antrag bezahlen kann (180 $) und so. Ortszeit Deutschland war so ungefähr zwölf Uhr nachts, aber zum Glück war ihr Vater noch wach und dann ging erstmal viel Zeit für drauf, alles zu erzählen und zu erklären und hin und her aber er schickt ihr natürlich Geld und hilft ihr und alles. Tja, diese Nachricht hat sich dann bei Laura in der Schweiz ungefähr wie ein Lauffeuer verbreitet und dies nächste Zeit hat erstmal pausenlos ihr Handy geklingelt und alles Freunde und Familie zu Hause wollten alles genau wissen und so weiter. Als sie sich dann so gegen Mittag mal wieder vom Feleton trennen konnte sind wir in die Stadt und haben Passfotos gemacht (auf denen sie nicht sonderlich glücklich aussieht), ein paar Einkäufe erledigt und ich hab mein bestes getan, um sie zu beruhigen. Abends hab ich ihr dann so ein Verbrecherschild gemacht was die bei der Polizei so vor sich halten wenn sie fotografiert werden. Hat dieses Schild einen Namen? Bestimmt. Weiß ihn jemand? Tobi, sag mal. Wir haben noch zusammen versucht, dass komische Formular so gut wie möglich auszufüllen, aber wie sollen wir Beamtenenglisch verstehen wenn wir schon mit Beamtendeutsch Probleme haben? Aber mit viel Geduld, dem Wörterbuch und zwei Gehirnen haben wir es dann doch noch einigermaßen zufrieden stellen hinbekommen. Diesen Abend haben wir uns dann mal wieder ein bisschen Wein gegönnt und uns mit UNO und Zigity abgelenkt. Tja, das war wohl kein sehr toller Tag.

Mi, 23 – 05 - 2007 BLENHEIM: Regen & reibungslose Kommunikation

Na toll, heute früh als wir aufgestanden sind kucken wir so nichts ahnend aus dem Fenster und was sehen wir? Genau. Regen und Regen und Regen. Wir also nicht sonderlich motiviert, aber ham ja Regenzeug und alles. Aber ob unsere Motivation für 8 Stunden im Regen (Wind und kalt war auch noch. Jaja. Gar nich so toll) reichen wird, da sind wir uns noch nicht so sicher. Naja, wir fahren also wieder zu unserem Vineyard, sind mal wieder die ersten und laufen erstmal zu der Reihe, die wir Montag nicht mehr ganz fertig bekommen haben und sehen dann nach 3 Minuten durch Matsch im Regen laufen (diese Reihen sind wirklich ganz schön lang. Von vorne bis hinten läuft man so gute vier Minuten), dass irgendwer anders die schon fertig gemacht hat. Wir also wieder die ganze Stecke zurück. War immer noch niemand anders da, aber sonst sind die auch immer erst so ne halbe Stunde später gekommen als wir. Haben uns also die nächsten Reihen angekuckt, die noch nich gemacht waren, aber irgendwie sahen die noch mal anders aus und nach unserem glorreichen ersten Fehler wollten wir nicht noch mal was falsch machen und ham uns also gesagt, warten wir lieber bis einer von den Supervisorn kommt. Da standen wir dann also im Regen und ham gewartet. Und gewartet. Eigentlich ist der Rest immer so um 8 aufgetaucht. Und dann wurde es acht. Und keiner ist gekommen. Und dann wurde es 5 nach acht, und es war immer noch keiner da. Um viertel nach acht sind wir dann wieder ins Auto und zurück ins Backpacker, weil wir da die Telefonnummern von unserm ‚Chef’ hatten, ham da angerufen und dann mal netterweise erfahren, dass bei Regen nicht gearbeitet wird. Na toll, des hätte man uns dann auch mal sagen können. Naja, wir also aus den nassen Sachen raus und erstmal direkt nach Giles gesucht. Neben der Küche hing so ein Aushang, dass wenn man einen Job sucht Giles sehen soll, der auch hier im Backpacker lebt. Wir also vor zur Rezeption und gefragt, wo wir den finden und dann auch direkt zu seinem Wohnwagen gelaufen. Er selber war zwar nicht da, aber seine Maori-Freundin Calley und die hat uns alles erzählt und erklärt und uns die Arbeitsbedingungen durchlesen lassen und dann unsere Namen und Feletonnummern und halt alles aufgeschrieben und gemeint, sie schickt dann ihren Schatzi später zu uns, wenn er daheim ist. Wir also wieder zurück ins Zimmer und das beste aus diesem unverhofften freien Tag gemacht. Saßen dann grad ein paar Minuten beim UNO spielen da hat es auch schon an die Tür geklopft und da stand er vor der Tür. Netter Kerl und eigentlich nur gefragt, ob wir den Job schon mal gemacht haben und alles und uns dann für morgen früh um zehn nach sieben für vorn am Eingang vom Backpacker verabredet. Uargh, dat is ja noch früher als bei A.J. Naja, aber gut Geld weil bei dieser Firma wird man nicht nach Pflanzen, sondern nach Stunden bezahlt und dass ist ein Himmelweiter Unterschied. 

Den Rest des Tages ham wir dann also gechillt, gespielt und gefernseht und mittags schön noch ma drei Stunden geschlafen. Den Abend haben wir aber trotzdem nicht zu lange ausklingen lassen, ging ja morgen wieder früh los. Sind wa ja ma gespannt. Drückt uns die Daumen! 

Di., 22 – 05 – 2007 BLENHEIM: Freifreifreifreifrei

Yeeeha, ausschlaftete. Endlich mal wieder. Tut mir nich gut, das frühe Aufstehen. Naja, eigentlich wollten wir gestern Abend noch Partey machen, aber wir waren vom Arbeiten so müde, dass wir wieder um halb elf ins Bett gefallen sind. Wir armen. Unser Ausschlafen war dann folglich um 9 auch schon wieder beendet und nachdem Laura  mir eine wundertolle Morgenmassage verpasst hat gings ab mal zu Fuß unseren neuen Aufenthaltsort zu erkunden. Hatten ja bis jetzt noch nich wirklich die Zeit dazu. Ham hier ne richtig knuffige „Fußgängerzone“. Weiß nich, wie ichs anders erklären soll. Also, da sind halt alle Geschäfte auf so ein paar Straßen verteilt, eigentlich für Fußgänger aber es dürfen auch Autos fahren aber nur ganz langsam und alle paar Meter sind Speed-Bumper. Gar nich so lustig als Autofahrer. Naja, is ja aber eigentlich auch egal. Waren dann mal wieder in einem lustigen 2 $ Shop (ich liebe diese Dinger), wo wir unter anderem Zehensocken und Simpsonsschnapsgläser gekauft haben, ich hab mir in einem Autozubehörgeschäft einen Rahmen für mein Nummernschild gekauft auf dem Steht ‚0 – 100 in 15 minutes ‚ (Superlustig), wir haben eine Bäckerei gefunden, die halbwegs anständiges Brot (namens Bavarian Rye) verkauft (Die nennen hier übrigens alles Bavarian. Ob Salami, Bier natürlich, Käse, Fleisch, Schokolade, sogar ein Bavarian Pilsner gibt’s hier. Da hab ich mich ganz schön aufgeregt). Dann waren wir noch in nem Buchladen, wo ich mir von Lonely Planet ein Buch namens Micronations gekauft hab. Superlustig. Des is ein Buch nur über Leute, die aus irgendwelchen Gründen, sei es Langeweile, Geldprobleme oder Nichteinverstandenseinmitdemeigenenstaat), ihr eigenes Land gegründet haben. Und des is alles echt. Mertens, musste unbedingt lesen. (ISBN ist 1 74104 730 7) Schleichwerbung. Hihi! Ja, und ein neues Spiel hab ich auch gekauft. Cranium Zigity. Können ja nich immer nur UNO spielen. Is auch n bisschen was fürn Kopf. Sehr weiterzuempfehlen! Als letzte Station sind wir dann zu New World, Vorräte auffüllen und Essen für die nächsten Tage kaufen und haben beim alles in den Einkaufswagen rein schmeissen irgendwie vergessen, dass wir ja zu Fuß da sind. Tja, da standen wir dann also mit so zehn Tüten, auf vier Arme verteilt, jede Seite so 8 Kilo und dann an der Hauptstraße nach Hause laufen. 15 Minuten oder so. War gar nich so lustig. Als wir dann endlich angekommen waren, waren unsere Finger ganz taub, und mein linker Ringfinger ist auch immer noch nicht aufgewacht. Jetzt hab ich nicht nur eine taube Fingerkuppe am rechten Zeigefinger vom Spieße stecken noch in Deutschland sondern einen ganzen gefühllosen Finger. Super, Dommi! Sind wir ja ma richtig stolz auf dich.
Nach diesem Spießroutenlauf

Do, 16 – 05 – 2007 - Mo, 21 – 05 – 2007 BLENHEIM: Alltag

Da die letzten fünf Tage mehr oder weniger gleich aussahen und des glaube ich nich so spannend ist, fünfmal zu lesen fass ich des jetzt ma zusammen: Sind eigentlich immer morgens um sechse aufgestanden, zu Arbeit, wieder nach Hause, fernseh geguggt, irgendwann gekocht, weiter TV geglotzt und um spätestens zehne gings wieder ins Bett. Und am nächsten Tag wieder das gleiche. Einmal haben wir den Vineyard gewechselt, manchmal gings zwischen Arbeit und Backpacker noch zu New World oder zur Bank oder so. Das waren so die letzten Tage. Ach, eine Sache gibt’s  noch: Die meisten Leute aus unserer Gruppe haben sich Sonntag ihren Day-off genommen, was wir beide ziemlich sinnlos finden, weil sonntags ja alles zu hat und man da gar nix erledigen und/oder machen kann. Wir also auch Sonntag brav früh aufgestanden und zur Arbeit und außer uns waren nur 4 oder 5 Stripper da, die aber in ner anderen Ecke vom Vineyard gearbeitet haben.. Bevor ich jetzt weiter schreib muss ich euch jetzt noch kurz aufklären. Also, je nach Pflanzen-, Trauben- und Weinart muss man die Dinger anders behandeln. Manchmal lässt man 3 Canes (also Äste) übrig, manchmal 2 und manchmal aber auch vier. Manchmal muss man die ganz kurz schneiden, bei anderen müssen ganz lange Dinger übrig bleiben. So. Diese Information wird noch wichtig. Naja, wir also unsere angefangene Reihe vom Vortag fertig gemacht (2 Canes), nächste Reihe gemacht (auch 2 Canes) und dann ein Stück weiter gelaufen zu ein bisschen anderen Pflanzen. Da haben wir dann also fröhlich weiter mit der 2 Canes-Sache gemacht bis auf einmal nach so 35 Pflanzen einer von den Supervisorn zufällig vorbeikam und uns schon von weitem zugerufen hat „STOP IT!!!!!! STOP IT!!!!“ Tja, wie sich dann herausstellte waren das hier andere Pflanzen als die, an denen wir die ganze Zeit davor gearbeitet haben und hier müssen 4 Canes übrig bleiben. Lange. Ganz lange. Und nicht wie bei den anderen recht kurze. Tja. Der war ganz schön sauer. Wären wir auch auf uns gewesen. Aber die andere Supervisorin hatte uns gesagt, wenn wir eine Reihe fertig haben können wir einfach ne neue anfangen und dass des alles die gleichen – also 2 Canes – Pflanzen wären. Woher hätten wir dat denn wissen sollen? Haben uns zwar schon gewundert, weil die Pruning-Menschen überall so 5 oder 6 Äste ham stehen lassen (davor waren es immer so 3 oder 4) aber da ham wir uns nich groß was bei gedacht, nur dass derjenige vielleicht ganz schön faul war. Naja. Mit dieser Aktion haben wir jedenfalls einen Schaden von so 3000 $ angerichtet, aber es war ja wirklich nicht unser Fehler. Der Supervisor hat dann die ganze Zeit nur panisch gemeint „Oh God, what am I going to tell the owner?“ und hat eben gemeint, wir hätten ja ne Entschuldigung, konntens ja wirklich nicht besser wissen aber was soll er denn jetzt sagen (eigentlich muss nämlich immer mindestens ein Supervisor vor Ort sein) und eigentlich hatte er nur um seinen eigenen Job Angst. Nämlich. Naja, dann hat er uns zwei Reihen weiter gezeigt, wie es richtig geht und des wars dann eigentlich scho. Sowas wird uns wohl so schnell nicht wieder passieren J
Hmmmm, gibt’s sonst noch groß was zu erzählen? Glaub nich. Haben eigentlich wirklich nur brav gearbeitet. Naja, morgen machen wir man en Tag frei, ham wa uns ja auch verdient! Servus

Mi., 16 – 05 – 2007 BLENHEIM: Wunderbarer Wein

Oh Gott, so früh!!! Um 6.15 hat erbarmungslos der Wecker geklingelt und uns aufgescheucht. Naja, brauchen ja Geld. Katzenwäsche, Cornflakes-Frühstück und Lunch eingepackt, dann ging es also los. Mit einer Autokolonne von 7 Wägen sind wir zum 20 km entfernten Vineyard gefahren und standen da erstmal dumm rum, weil unser Arbeitsschritt noch nich gemacht werden konnte. Diese Arbeit läuft so: Da stehen also die abgeernteten Pflanzen, die schon fast keine Blätter mehr haben einfach so friedlich aufm Feld. Als erstes kommen dann recht kräftige Burschen mit langen Astscheren und schneiden 80 % der Äste ab (das ist das PRUNING). Die armen Pflänzchen. Aber es kommt noch schlimmer. Nach den ersten kräftigen Burschen kommen noch mal welche, die alle abgeschnittenen Ästchen vom Zaun reissen (denn die sind ja da festgewachsen und gebunden, das ist das STRIPPEN – ja, strippen. Wir haben auch schon unser Sprüche drüber gelassen, also nur los) so dass nur noch so ein kümmerliches Ding mit 3 oder 4 Ästen stehen bleibt. Als nächsten kommen wir (nur Frauen) und TRIMMEN. Dat heißt, wir haben so eine kleine normale Gartenschere und müssen gucken, dass an jeder Pflanze nur noch drei starke Äste sind und von denen alles abschneiden, so dass am Ende nur noch so 3 Stengel rumstehen. Das machen wir den halben Tag und dann geht’s wieder an den Anfang und dann werden diese Stengel and den horizontal gespannten Draht gebunden (das ist das WRAPPING), an dem die Pflanzen langwachsen. Könnt ihr euch dass so ungefähr vorstellen? Hoffe mal. Fragen einfach an mich, aber ich nehm auch ma bald die Kamera mit. Naja. Jedenfalls ist des eigentlich ne echt easy Arbeit. Die Hand tut einem irgendwann vom immer zudrücken weh, aber da man ja nach ein paar Stunden zum hinbinden wechselt ist des auch kein Problem. Tjaja, und dass mach ich jetzt. Hoffentlich vier Wochen.. Und wir waren sogar die schnellsten, wir zwei, die Laura und ich. Jaja, seid da ma stolz auf uns. Waren echt ganz fix! 

Um vier schallte dann ein lauter Pfiff über den Vineyard und wir konnten wieder die 20 km nach Hause fahren. Das hat sich echt gut angefühlt, mal wieder zu arbeiten. Als Lohn haben wir uns dann abends lecka Pizza bestellt (Laura hat mich eingeladete), ein Feierabendbierchen getrunken und Simpsons geguggt. Und morgen geht’s da wieder hin! Ihr hört von mir! Adios