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- 2-Okt-2007: Do, 27-09-2007 AKAROA: Sorgenfreier Steve
NichtNeuseeland
siehe 'Reisetipps'
Archive für Juli 2007
So, 29-07-2007 BLENHEIM: gemütlicher Gammel-Tag
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Aaaahhhhh, so mag ich das. Ausschlafen! Daniel ist schon wieder ab halb neun in der Gegend rumgeturnt, aber ich hab schön bis Mittags meinem Bett Gesellschaft geleistet. Endlich mal wieder. Er hat dann aber irgendwann so mega rumgestresst, weil er morgen mit der Fähre fahren will und aber zum Fähre buchen meine Kreditkarte braucht und heute auch noch die ganze Musik auf seinem I-Pod neu machen will – wozu er natürlich mein Laptop braucht – und solche Sachen. Habe mich dann also irgendwann erfolgreich aus dem Bett gepellt, dann ging es erstmal Fähre buchen, dann ist Daniel rüber ins Camp gefahren, noch mal wegen dem Auto und kam nach kürzester Zeit mit Calley zurück mit der wir uns dann ein bissal hingesetzt und geratscht haben bis es so anfing zu regnen, dass man nicht mehr draußen sitzen konnte und Daniel hat Calley wieder zurück gebracht, ohne dass sie irgendwas am Auto gemacht haben und die nächsten Stunden haben wir dann vo meinem Laptop verbracht und seine Musik ausgetauscht und umsortiert bis wir uns beide fast an die Kehle gesprungen wären, weil wir endlich was anderes machen wollten. Das taten wir dann auch ziemlich bald in Form von kochen. Nachdem wir ja schon ziemlich am Anfang festgestellt hatten, dass zusammen kochen nicht geht haben wir uns seitdem davor gehütet, gemeinsam zu kochen. Entweder einer kocht für beide und der andere ist still oder jeder kocht für sich und kann machen was er will. Und damit sind wir auch ganz gut gefahren. Heute gabs bei mir Spaghetti mit Kräuter-Champignon Sauce und bei Daniel natürlich mal wieder Fleisch, Kartoffeln und Rosenkohl (J E D E N Abend isst er irgendein Fleisch, Kartoffeln und ein Gemüse. JEDEN Abend, das muss doch echt langweilig werden, aber Nudeln gehen bei ihm ja nicht, wegen Gluten. Naja) aber heute gabs noch dazu – ganz aufregend – eine Sauce, was für eine Abwechslung. Bis wir dann unsere Bäuchlein gesättigt und den Spül bekämpft hatten war es dann auch schon wieder ziemlich spät, so dass ich mich in mein Auto zurück verkrochen und dem Regen gelauscht habe, der hoffentlich bis morgen früh ausgeregnet sein würde, denn das wäre echt blöd, wenn ich jetzt extra noch wegen drei Tagen Arbeit länger geblieben bin und es dann an einem davon regnen würde… Hoffentlich, hoffentlich nicht.
Ach ja, eine Sache noch: Als ich heute vorne im Büro bis Donnerstag morgen zahlen wollte hat die gute Frau sich um eine Nacht vertan und mir quasi 20 Dollar geschenkt. Wenn sie nicht so eine unfreundliche Kuh wäre, die mich nicht mag hätte ich auch was gesagt, aber so nicht. Hab mich lieber gefreut und bin verschwunden. Hihi
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Sa, 28-07-2007 BLENHEIM: Berauschendes BBQ
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Oh Gott, oh Gott, oh Gott, viel zu früh. An einem Samstag um neun Uhr aufstehen zu müssen sollte verboten werden. Aber es sollte ja einem guten Zweck dienen und tatsächlich standen Daniel und ich dann auch fast pünktlich vor dem Wohnwagen von Calley und Giles. Die waren beide noch weniger fit, da wohl gestern Abend wieder Aline, Ale und BulaBula bei ihnen zu Gast waren und sie ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Genuss alkoholhaltiger Flüssigkeiten, nachgegangen waren. Naja, wenn sie meinen. Calley hat mich dann ziemlich bald gefragt, ob ich ihnen 50 $ leihen kann weil sie letzte Woche beide nicht wirklich arbeiten waren und deswegen diese Woche quasi pleite waren, aber da ich das wenn von der Kreditkarte hätte machen müssen und ich das nicht wirklich wollte musste ich leider verneinen und Daniel konnte auch nicht aushelfen, weil der vielleicht morgen schon auf die Nordinsel abhauen würde. Tja, es sah dann also kurz so aus, als ob das BBQ ins Wasser fallen würde, aber auf den Markt wollten wir trotzdem gehen. Dieser stellte sich als eine Mischung aus Flohmarkt und Wochenmarkt auf dem Parkplatz vor der I-site (da wo Laura und ich schon geschlafen hatten) heraus und war eigentlich ganz knuffig. Mit viel Gemüse ausgestattet gings dann nach einer kurzen Runde auch schon wieder zurück und beim Laufen erzählte Calley mir, was sie in letzter Zeit für Probleme mit Chavier gehabt hatte, weil er ein paar nicht so tolle Aktionen gemacht hatte und nur noch fies und gemein zu Ale ist (kurzer Exkurs: Ale und Chavier haben sich im Flieger von Chile nach Neuseeland kennengelernt und sind irgendwie aneinander kleben geblieben, was Ale inzwischen schon desöfteren bereut hat) und sich bei allen nur durchschnorrt. Angefangen hat des wohl, weil Ale ein Working Holiday-Visa genehmigt bekommen hat, was für Chilenen nicht so einfach wie für uns deutsche ist, sondern echt eine komplizierte Angelegenheit, er selber wurde aber abelehnt, weil er eben leider schon viel zu alt dafür ist. Außerdem wollen ja Calley, Giles, Ale, Aline und BulaBula zusammen in ein Haus hier in Blenheim ziehen, und zu sechst kann man echt schon schöne Sachen hier bekommen, aber Chavier möchte nicht ein Bett und Schrank und so für sich kaufen müssen sondern will lieber bei der indischen Familie wohnen bleiben, bei der er sich momentan noch ein Zimmer mit Ale teilt. Für ihn war wohl klar, wenn er nicht mitmacht bei der Haussache dann würden auch die anderen damit aufhören, aber sie wollen dann eben zu fünft einziehen und daraufhin war Chavier geschockt und beleidigt und hat von Ale das Auto und das Handy und so Zeug, was sie sich eigentlich zusammen gekauft haben, zurückgefordert und lauter solche Sachen. Da war noch viel mehr, aber des wär jetzt hier alles viel zu lang und viel zu blöd. Naja, das Ende vom Lied ist jedenfalls, dass Chavier heute Ale eigentlich 400 Dollar für das Auto geben sollte, damit es ganz ihm gehört und dann könnte der Giles und Calley was leihen und wir könnten unser BBQ doch haben. Hui, das war jetzt aber ganz schön lang.
Zurück vom Markt sind Daniel und ich dann erstma wieder auf unseren Campingplatz, Wäsche waschen und so Zeug und dann auch schon wieder rüber zu den anderen, diesmal mit Auto, weil Calley sich Daniels Auto angucken wollte, welches Flüssigkeit verliert und Calley, da Truck-Driverin und zehn Brüder Ahnung von Autos, wollte mal einen Blick drauf werfen. Gesagt getan, Problem erkannt, Gefahr noch nicht gebannt, muss in ner Werkstatt gemacht werden, ist aber ‚nur’ das Kühlwasser. Als nächstes gings dann für uns mit Einkaufsliste und zehn Dollar von jedem in den Supermarkt um alles für ein geiles BBQ zu kaufen, das Bier ging heute mal auf meine Rechnung weil es ja mein ‚letzter’ Abend war und sie mir schon so oft so viel Bier geschenkt hatten. Voll Bepackt mit tollen Sachen gings dann also wieder zurück ins Motorcamp und da wurde sich dann auch gleich ans Werk gemacht zu kochen. Calley machte einen mallorquinischen Salat, Daniel Knoblauchbutter und Obstsalat, Giles Hüherbrustfilet-Wraps und ich einen guten deutschen Kartoffelsalat. Zusammen kochen war natürlich wie immer sehr spassig und als Aline dann so um vier endlich aus der Arbeit kam (sie ist immer noch bei Provine) wurde der Grill angeschmissen und bald hatten wir alle volle Teller. Die Wraps waren zwar superlecker, jedoch für mich leider viel zu scharf so dass ich sie gar nicht wirklich genießen konnte. Der Kartoffelsalat hat alle von den Socken gehauen und war am Schluss mehr als weg, nur der Obstsalat war nicht so der Hit, weil Daniel nicht auf mich gehört hatte und keine Zucker dran getan hatte. Jajaja, selber Schuld. Mit vollen Bäuchen haben wir uns dann ziemlich bald in den Wohnwagen gesellt, weil es draußen zu kalt wurde, wo wir bis Mitternacht gelacht, gefeiert, geredet und getrunken haben. Im großen und ganzen ein sehr schönes Abschieds-BBQ! Merci baucoup, liebe Damen und Herren1
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Fr, 27-07-2007 BLENHEIM: Kreativer Knock-off
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Heieiei, das war ein viel besserer Tag als der gestrige. Morgens kam Daniel und hat gemeint, er arbeitet heute nicht den ganzen Tag weil seine Hand so unverschämt dolle weh tat, da er – genau wie ich – die ganzen dicken Äste mit der eigentlich zu kleinen Schere geschnitten hat, aus Faulheit immer zwischen großer Ast- und kleiner Gartenschere hin- und herzuwechseln. Naja, auf jedenfall kam mir das gar nicht so unrecht, weil ich mal wieder eine ziemlich schlafarme Nacht hinter mir hatte nachdem Daniel mir gestern Abend noch ekliges über Spinnen erzählt hat und ich das nicht mehr aus meinem Kopf bekommen konnte. Wie auch immer, die Arbeit ließ ich heute noch ruhiger als sonst angehen, ich war wirklich tiereisch langsam und so saumüde, so viel wie an diesem Vormittag habe ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben noch nicht gegähnt. Alle drei Pflanzen hab ich mich auf den Draht gelehnt, ein bisschen in der Gegend rumgekuckt, viel gegähnt, wieder ein paar Pflänzchen in rekordverdächtig langsamen Tempo gemacht – und trotzdem war ich noch die schnellste – und wieder das gleiche Spiel. Nach der ersten Pause musste Calley zum Doktor, weil sie so Probleme mit ihrem Knie hat und von Oktober bis nächsten Frühling, also Herbst, also April ungefähr, größtenteils nur im Krankenhaus verbringen wird und verschiedene Operationen über sich ergehen lassen muss. Naja, wir haben ihr auf jeden Fall alle die Daumen gedrückt und irgendwann war es dann endlich 12 Uhr, Daniel und ich haben noch ein bisschen mit den anderen rumpausiert und dann um 12.30 haben wir knock-off gemacht, sind also abgedampft. Auf dem Weg vom Vineyard runter kam uns dann Calley im Auto entgegen, der Doktor war ganz zufrieden gewesen und sie auch und wir haben uns für morgen früh um 10 bei ihnen am Wohnwagen verabredet, weil wir dann zusammen zum Markt gehen wollten um für mein für morgen abend geplantes Abschieds-BBQ einzukaufen. Freu! Daniel und ich hatten dann erstmal ne ganze Menge Sachen zu erledigen, Bank, Post, Warehouse, 2$-Shop, Supermarkt und so weiter und dann gings so um halb drei endlich zurück auf den Campingplatz. Da hat dann Daniel erstmal mit seiner Gluten-Free Brotbackmischung das erste Brot seines Lebens gebacken auf das er stolz wie wasweißichwer war. Ich fands ok, aber hab auch schon leckereres gegessen, um ehrlich zu sein. Aber er war froh und stolz und hat sich gefreut wie fünf Kinder unterm Weihnachtsbaum. Während er also Bäcker gespielt hab habe ich endlich mein Deckenprojetk vollendet, soll heißen ich habe endlich die anderen drei Abteile meiner Decke mit schwarzer Marmorklebefolie verschönert und konnte dann endlich wieder meine ganzen Fotos und Karten aufhängen die von der alten Decke alle mehr oder weniger schnell wieder abgefallen waren. So waren wir zwei also beide fleißig und stolz wie Heinrich auf uns und abends hatte ich endlich mal wieder richtig gute Internetverbindung und konnte im Lauf des Abends mit Sonja Lustiger, dem Mertens, dem Stefan und auch noch dem Opa feletonieren. Mann, mann, mann, so viel auf einmal. Da war die Dommi ganz überfordert vor lauter Freude! Naja, man sieht sich also morgen beim BBQ!
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Do, 26-07-2007 BLENHEIM: Wütende Windschutzscheibe
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Yeeeeha, endlich Donnerstag, vielleicht endlich mein letzter Tag hier in Blenheim. Habe es nun davon abhängig gemacht, ob meine Versicherung die neue Windschutzscheibe bezahlt oder nicht. Falls ja, dann bin ich morgen früh endlich raus hier, falls nein arbeite ich nächste Woche noch mal drei Tage und kehre dann am Donnerstag morgen dem blöden Blenheim endlich den Rücken. Des wird auch wirklich mal Zeit. Calley und Giles waren heute nicht in der Arbeit, ging wohl gestern Abend zu lange bei BulaBulas Geburtstag, gut dass ich nicht hingegangen bin. So stand ich also heute mal wieder alleine auf dem Feld, nur ich und meine Musik und keine Calley zum ratschen und scheiße bauen. Naja, am Ende des Tages hatte ich trotzdem meine 300 Pflanzen geschafft. In der ersten Pause um halb zehn habe ich also ziemlich aufgeregt meine Versicherung angerufen und erklärt, was Sache ist, musste dann aber enttäuscht feststellen, dass sie nur Sachen an anderer Leute Auto zahlen wenn ich was kaputt gemacht hab und noch ein paar andere Sachen, aber auf jeden Fall nicht meine Windschutzscheibe…. Peng! So ein Scheiß! Also noch mal vier Tage Montana, noch eine Woche Blenheim. Ich mag nicht mehr!!!! Meine Laune war für diesen Tag dann natürlich tiefst im Eimer und ich war ziemlich motzig und röbbelig, woran auch das wunderschön sonnige (aber sehr windige) Wetter nichts ändern konnte. Naja, der Tag war also gelaufen, gibt deshalb und nicht wirklich weiter was aufregendes zu erzählen, außer dass wir eben nach der Arbeit dann zu diesem Glasmenschen gefahren sind, der in einer Viertelstunde meine Scheibe neu gemacht hatte, zwar meine aktuelle Registrierkarte wieder an der Scheibe befestigt hat, aber die ganzen alten und die Karte wo das Auto von dem Vorbesitzerpärchen auf mich überschrieben wurde hat der einfach weggeschmissen, obwohl ich das alles als Erinnerung aufheben wollte, und leider hab ich das erst wieder zurück auf dem Campingplatz gemerkt. So ein Horst! Meine Visa-Karte hat dann bei seinem komischen Kartenlesegerät auch nicht funktioniert und Daniel musste für mich mit seiner Eftpos (so was wie unser EC)-Karte zahlen und alles war eben einfach irgendwie nur doof. Tja, toller Tag!
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Mi, 25-07-2007 BLENHEIM: Piecework-Panik
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Guten Tag meine Damen und Herren! Tja, heute war mal ein bisschen mehr los bei uns im wrapper-Block. Die ganzen Jungs haben ganz schön Leben in unsere kleine Hütte gebracht, nur Daniel und ein anderer komischer Nazi-Kerl haben noch weitergeprunt, aber ansonsten war alles wieder beim alten, Giles, Ale, Chavier und so waren wieder mit von der Partie. Wirklich gut haben sie sich zwar nicht angestellt beim wrappen, aber war ja auch ihr erster Tag, nur Ashleys (die Amerikanerin) Freund, der aussieht wie eine Mischung aus Jesus und Kurt Cobain als Cowboy verkleidet hat richtig Tempo gemacht. Naja, wie auch immer. Gloria hat mir und Calley dann so kurz vor der Mittagspause einen riesigen Schrecken eingejagt, indem sie meinte, „Ihr müsst am Tag so 346 Pflanzen schaffen, dann verdient ihr das gleiche wie auf Stundenlohn“ …….. Da ist uns erstmal der Mund offen stehen geblieben. Gloria ist dann abgehauen um ihren Lunch mit den anderen Supervisorn vorne im Office zu haben und hat uns drei (Calley, Ashley und mich) in ganz schöner Panik zurückgelassen, weil es irgendwie nicht ganz klar geworden ist, ob wir jetzt direkt ab heute auf Piecework (also pro Stück) sind oder ob sie das einfach nur so gesagt hat oder ob das ab morgen anfgängt oder wie oder was und überhaupt. Unseren Lunch haben wir dann nicht wirklich entspannt verlebt, Ashley hätte fast angefangen zu weinen weil sie ja auch noch nicht so lange wrappt und noch nicht so wirklich schnell ist und schon ganz verzweifelt war, wie sie denn jetzt an Geld kommen soll und wir sind dann auch ganz pünktlich nach einer halben Stunde wieder zurück in unsere Reihen gelaufen, obwohl wir ja sonst die Mittagspause immer so bis viertel vor ungefährt gemacht haben. Calley und ich haben dann auch richtig Tempo gemacht und haben in der gleichen Zeit ungefährt jede doppelt so viele Pflanzen geschaft wie sonst, und dann kam endlich das orangene Fähnchen wieder in Sicht was uns immer sagt, wo Gloria sich auf ihrem roten Farmbike gerade befindet und sobald sie dann in Hörweite war haben wir sie gefragt, ob wir denn jetzt ab heute direkt auf Piecework sind aber sie hat nur gelacht und gemeint, sie hätte das eben einfach nur mal so ausgerechnet, damit jeder quasi ein Ziel hat und Bescheid weiß, wie viel man schaffen müsste und fand es auch noch ziemlich lustig, das wir so in Panik geraten waren. Sobald sie das gesagt hatte haben sich unsere Körper entspannt und wir haben erstmal kurz Pause gemacht, so sehr hatten wir die letzten Minuten unter Anspannung gestanden. Ich meine, wir wissen jetzt dass wir locker die 346 Pflanzen schaffen würde, wenn wir wirklich wollten, aber das ist einfach purer Stress und kein Spass mehr. Ähnelt dann mehr Sklavenarbeit als irgendwas sonst. Naja, am Ende des Tages hatten wir dann auf jeden Fall beide 298 Pflanzen geschafft und bekamen dafür auch ein dickes Lob, auch wenn die Pflanzen die wir in unserer Panikphase gewrappt haben wahrscheinlich katastrophal aussehen, aber naja. War ja nich unsere Schuld.
Wieder daheim wurde sich erstmal wieder zum Menschen geduscht, dann hat die Mama angerufen aber gekocht wurde heute nicht, denn Popeye und Westy (das sind auch zwei Pruner bei Montana, beide schon gut über sechzig, aber keine Supervisor oder so sondern die Arbeiten genau mit den gleichen Konditionen wie wir, aber schon Jahre bzw. jahrzentelang wahrscheinlich) hatten zur ‚Pruner’s Party’ in einem örtlichen KneipenBarIrgendwasDing eingeladen weil wohl jetzt offiziel das Prunen vorbei und fertig war. Daniel und ich sind dann da also auch mit seinem Auto hingefahren, doch was wir dann vorgefunden haben war alles andere als eine Party. In dieser Kneipe namens ‚Builder’s Arms’ saßen das amerikanische Pärchen und Westy an einem Tisch und sonst niemand. Naja, haben uns also dazugesetzt, Bierchen bestellt und jeder so ein Essen für 6 Dollar (dreimal Fish & Chips, einmal Steak & Chips und ich habe auch für mich überraschend Burger & Chips genommen). Für diesen Preis wars okay, aber mehr auch nicht. Naja, durch SMS hatten wir dann irgendwann rausgefunden, dass Giles und Calley und so überraschend doch nicht kommen würden und als alle aufgegessen hatten saßen wir da vielleicht noch eine halbe Stunde zusammen und haben auch echt nett geredet, aber dann ist jeder wieder seiner eigenen Wege gegangen. Naja, war zwar keine Party, aber trotzdem nett.
Zurück in meinem warmen tollen Donkey Shot, so gerade als ich es mir gemütlich gemacht hatte kam eine SMS von Calley dass ich doch zu ihnen rüber ins Motorcamp kommen sollte um mit ihnen BulaBulas Geburtstag zu feiern, aber da es schon halb neun war und ich ja eigentlich hauptsächlich nur zu diesem ‚Builders Arms’ Ding gegangen bin, weil sie gesagt haben sie und eben BulaBula wären auch da hatte ich da jetzt keine Lust mehr drauf, ist doch ihre Schuld dass sie nich gekommen sind. So. Da habt ihrs J
Aber der Abend fand dann doch noch einen schönen Ausklang indem ich noch mal und diesmal ein wenig länger mit der Mama feletonieren konnte, diesmal sogar mit einer richtig guten Verbindung! Man hört sich
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Di, 24-07-2007 BLENHEIM: Warum Windschutzscheibe?
31-Jul-2007 von Glöckchen.
Bonjour und Hallo! Ja, Arbeitstag nichts besonderes, gestern Daniel gefahren also heute ich also konnte ich heut wieder gescheid essen (MorningTea Cornflakes und nachmittags hab ich mir sogar so richtig Nudel gekocht. Yeeeeha). Ansonsten haben Calley und ich den Tag heute ruhig angehen lassen, viele kleine Pausen, viel geratscht, viel hin- und hergelaufen und so weiter. Dazu kam noch, dass es heut ein wunderbar warmer, sonniger Tag war und somit ging er um einiges schneller vorbei als der gestrige. Naja, nach der Arbeit wollte ich dann noch beim ‚Glass Doctor’ vorbeischauen, weil in meiner Windschutzscheibe ja einige Sprünge und Risse drin sind und ich mit der auf keinen Fall durch den WOF (Warranty of Fitness = so was wie unser deutscher TÜV) komme, der bei mir am Donnerstag fällig wäre. Ja, dieser Glass Doctor hat dann gemeint, die Sachen sind zu groß um es zu reparieren, ich brauche einen neue Windschutzscheibe, die kann ich mir DaUndDa besorgen und er macht sie mir dann für 100 $ rein. Daniel und ich also zu DaUndDa was sich als SecondHandAutoErsatzteillager herausstellte, wo sie aber leider meine Scheibe nicht haben und die wohl auch nicht einfach zu besorgen ist (na toll, Joe, Danke! Der hat nämlich gemeint, die gibt’s im Internet schon ganz easy für 30 $, was aber nur ein Glückstreffer war, wie ich inzwischen weiß) und dann hat der nette Mensch uns weiter so ‚Novus’ geschickt, die auf Autoglas und so spezialisiert sind. Der Typ dort ist dann erstmal 15 Minuten verwirrt in seinem Laden rumgelaufen, weil er sicher war, dass er irgendwo die passende Scheibe hat, hat dann aber irgendwann doch eingesehen, dass er sie bestellen muss und sie mir erst am Donnerstag reinmachen kann, was selber aber zum glück nur 15 Minuten dauert. Aber dafür 260 Dollar kostet, also, alles drum und dran. Ach du jehmine! Das blöde ist ja, dass der Riss in der Scheibe genau in der Mitte ist, also überhaupt nicht da, wo es mich stören würde aber damit bekomme ich eben keine neue WOF. Ansonsten ist ja an meinem Auto hoffe/glaube/denke/meine ich nichts kaputt, und dieses Wapperl, also, die Bestätigung quasi dass des Auto fit ist, kostet höchstens 50 Dollar. Ich bete mal, dass es dabei bleibt, wär nett wenn ihr mitbetet. Aber wenn ich hier so sehe, was für Autos ihre WOF bekommen, dann bin ich eigentlich überzeugt, dass mein Donkey Shot und ich das schaffen!!!!
Tja, der Rest des Tages brachte keine sonderlich wiedergebewürdige Ereignisse, aber morgen würden die ganzen Jungs, also die ganzen Pruner quasi bei uns mitwrappen, weil alles Pruning erledigt ist und wir drei ja eigentlich viel zu wenig wrapper sind. Da wird’s dann in den Pausen wieder um einiges lustiger. Hoffentlich! Winkewinke
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Mo, 23-07-2007 BLENHEIM: Kurzfristiges Kea
28-Jul-2007 von Glöckchen.
Yeeeeha, neue Woche neues Glück! Neues früh aufstehen ohne Früstück! Nach einer widermal ziemlich kurzen Nacht gings morgens mit Daniels Auto auf zu Montana, voller Freude, Begeisterung und Elan. Mit mir wrappen jetzt aktuell noch die Calley und eine Amerikanerin names Ashley, super lustig und super nett ist die. Naja, über das wrappen selber gibt’s nicht viel neues zu Berichten, außer das heute irgendwie ein wahnsinnig langer Tag war. Die Zeit wollte und wollte nicht vergehen, und ungefähr 15 Minuten nach Sonnenaufgang, als die gute alte Dame endlich angefangen hatte uns ein bisschen aufzutauen schoben sich die bösen fiesen Wolken davor und auch wenn es nicht viele und auch keine dunklen waren hat es dazu gereicht, dass es den ganzen Tag nicht wirklich warm geworden ist und wir halberfrorenen Mädels die halberfrorenen Äste um die Drähte zwingen mussten. In der Mittagspause gabs dann aber doch noch eine Überraschung in Form eines sehr unerwarteten Anrufs. Zur Erklärung: Habe in den letzten Tage E-Mails an alle größeren Wohnmobilverleiher hier in Neuseeland geschrieben, da meine Mama gehört hatte, dass die deutsche Leute suchen, die den deutschen Touristen die Autos erklären. Ja, und dann heute eben hab ich einen Anruf von KeaCampers bekommen, dass sie ganz dringen jemanden in Auckland suchen, viel Geld, toller Job, alles toll aber ich wollte ja eben erstmal noch ein bisschen auf der Südinsel bleiben. Sie hat dann gemeint, Schade, weil ich mich so nett angehört hab, aber dass sie meine e-mail weiterleitet nach Christchurch, weil sie glaubt, die suchen da auch gerade jemanden und dass ich vielleicht schon am Wochenende da ein Vorstellungsgespräch haben könnte. Hat mich zwar alles ein wenig überrumpelt, weil ich ja eigentlich eher so für die Hauptsaison vortasten wollte, aber gefreut hats mich trotzdem. Das wäre ein echt easy Job, nur Autos erklären, vielleicht mal eins von hier nach da fahren und so weiter, würde mich echt freuen, wenn da irgendwie was klappen würde. Jetzt gerade im Moment wäre es ja nicht so gut, weil ich, bevor ich einen neuen Job suche, ja erstmal reisen will, aber naja. Ja, das war dann auch schon so das aufregendste des Tages, abends gabs mal wieder den guten alten Bauernsalat und vor dem einschlafen eine Dosis ‚Harry Potter’ und ‚Fluch der Karibik I’. Na dann, drink up me hearties yoho!
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So, 22-07-2007 BLENHEIM: Fulminantes Finale
28-Jul-2007 von Glöckchen.
Länger als elf konnte ich mich selber dann nicht mehr ins Bett fesseln und nachdem ich mich noch erfolgreich zum Zähne putzen und Toilettengang überredet hatte klebte mir das Buch auch schon wieder vor der Nase. Und dort ging es auch nicht mehr weg, außer die Natur rief. Den ganzen Nachmittag über rechnete ich damit, vor allem an den superspannenden Stellen, dass Daniel von seinem Wochenendausflug zurück kommen und meine Ruhe stören würde, doch er ließ sich nicht blicken bis seite 595 (das Buch hat 607). Als ich sein Auto neben meins fahren sah riss ich nur meine Heckklappe auf, sagte „Jetzt nicht stören, ließ gerade die letzten zehn Seiten von Harry Potter“ und ich hörte ihn gerade noch sagen „Küche“ bevor die Klappe auch schon wieder zu ging und ich wieder ungestört in meiner Lesehöhle war. Nein, natürlich verrate ich hier nichts, aber ich finde es einen würdigen letzten Band, auch wenn mir ein paa Details zu ‚HerrDerRingeIg’ sind, vielleicht aber auch nur Einbildung. Als ich das Buch zugeklappt hatte könnte ich mir ein paar Minuten Ruhe bevor mein Magen mich drängte, Danieln zu folgen und endlich wieder was in den Magen zu bekommen, was in den letzten zwei Tagen (abgesehen von der Pizza) hinter Harry gerückt war. Geistige Nahrung genügt dann wohl doch irgendwann nicht mehr. Nachdem er mir von seinem Trip und ich ihm von meinem außergewöhnlich aufregenden Wochenende erzählt hatte war er enttäuscht als ich ihm sagte, er könne das Buch jetzt noch nicht haben, da ich es erst noch mal ein zweites Mal lesen wollte bevor ich es aus der Hand gäbe und meinte dann zum Scherz „Ich kann dir ja vorlesen.“ Doch er war begeistert von dieser Idee, weil er Hörbücher auch mega tollo findet Ich vorlesen ja eigentlich auch, aber auf Englisch? Naja, eine halbe Stunde später fanden wir uns dann in meinem Auto wieder, ich habe ihm die ersten zwei Kapitel vorgelesenv, hat sich zwar irgendwie ein wenig seltsam angefühlt, aber ich lese echt gerne vor, und nach ner Weile gewöhnt man sich auch ans Englisch. Naja, dann hieß es aber auch bald schon wieder Heia, morgen geht’s ja für uns bei zu Montana, mal gespannt wie die reagieren. Naja, also meine Lieben Potter und NichtPotter-Fans, was auch immer ihr gerade lest, genießt es und träumt schön
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Sa, 21 – 07 – 2007 BLENHEIM: Herrlicher Harry
28-Jul-2007 von Glöckchen.
Oh, endlich endlich war er da, der Tag des großen Harry Potter Finales! So lange drauf gewartet, und dann ‚Plop’ ist er einfach da. Nachdem ich mich um 10 aus meinen Kissen geschwungen hatte ließ ich mir mit Frühstücken und Duschen viel Zeit, genoss noch einmal mein Internet (heute Nachmittag würde mein Wochenabo zu Ende gehen) und macht mich um etwa halb eins auf zu ‚Whitcoulls’, quasi dem neuseeländischen Hugendubel, in der Hoffnung dass alle Kinder in ihren Zaubererkostümchen schon aus den Straßen und in ihren Häusern verschwunden waren und ich freie Bahn auf meinen Potter hatte. Da dieser letzte Band ja auf der ganzen Welt wiedermal um die gleiche Uhrzeit erschien – bei euch um 1:01 nachts, hier also um 11:01 mittags – blieb mir noch schön viel Zeit um mich in die Sonne zu setzen und das letzte Abenteuer unseres kleinen Zauberers zu erleben. Dies tat ich auch sofort, Handy ausgeschaltet, Internet sowieso, nur das Buch und ich. Dachte ich. Denn um etwa fünf Uhr standen plötzlich Aline, Ale und Giles vor meinem Auto und wollten mich abholen zum Pizza essen, da ich auf ihre SMS nicht geantwortet hatt. Na toll. Ich erklärte ihnen, dass ich gerade DAS Buch des Jahres laß es jetzt unmöglich war, hier wegzugehen, aber sie waren so hartnäckig und meinten, ich könnte ja auch gleich nach der Pizza wieder verschwinden und mich hinter den Seiten verstecken. Also hatte ich wohl keine Wahl und ging mit. Die Pizza war auch wirklich lecker, wie selbstgemachte Pizza von Giles ja immer ist, und es war auch nett in der Runde und irgendwann kam das Gespräch wieder auf Wellington und irgendwie hatten sie wohl alle vergessen, dass wir da schon mal drüber gesprochen hatten (ob das wohl an ihrem konstanten Rekordverbrauch an Alkohol lieg ???) und waren ganz überrascht, dass ich mitkomme und fanden es noch mal toll, dass ich da auch Geburtstag hatte und erzählten mir noch mal alles über die tolle Hotelküche in dem Backpacker und ich kam mir ein wenig vor wie in ‚Und täglich grüßt das Murmeltier’. Naja, sei es wie es ist, nach etwa zwei Stunden konnte ich mich dann wieder losreißen, wurde sogar von Chavier nach Hause gefahren und habe mich sofort wieder in ‚The Deathly Hallows’ vergraben. Bis vier Uhr morgens. Dann weigerten sich meine Augen auch nur ein weiteres Wort richtig zu lesen und ich musste einsehen, dass ich mich wohl für ein paar Stunden Schlaf losreißen musste Plöd, warum müssen wir auch schlafen?
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Fr, 20 – 07 – 2007 BLENHEIM: unfreiwillig freier Freitag
28-Jul-2007 von Glöckchen.
Na toll, aufgewacht, Hand noch viel schlimmer als am Abend zuvor, konnt kaum noch etwas anfassen ohne dass es höllisch weg getan hab, Arbeit konnte ich also vergessen. Hab ich also gestern für vielleicht 75 Dollar 160 Dollar, die ich in den zwei Tagen bei Montana verdienen hätte können, in den Wind geschossen. Wunderbar! Mit schlechter Laune hab ich dann Daniel den Weg zu Montana erklärt, der sich heute dort vostellen bzw. gleich anfangen wollte, weil ihm sein alter Arbeitgeber in den letzten Tagen irgendwie suspekt geworden ist. Ja, da saß ich dann also um sieben Uhr morgens, war böse auf mich und die Welt, bir mir eingefallen ist, dass es ja bei euch erst abend ist und noch nicht zu spät zum skypen. Also, Laptop in aller Herrgottsfrühe angeschmissen und nach kurzem Warten auch schon meine Mama an der Strippe gehabt, leider nur für kurz, trotzdem tollo. Ja, nach einem kurzen und erfrischenden Pläuschen mit Christian Sommerer habe ich mich dann noch mal in meine Kissen geworfen, war ja eigentlich noch gar nicht meine Tageszeit. Ach ja, bevor ich das getan habe tauchte Daniel wieder vor meinem Auto auf worauf er einen verwunderten Blick von mir erntete und er meinte nur, er kann erst am Montag anfangen, was mich noch mehr verwunderte da Montana eigentlich alle immer noch am gleichen Tag anfangen lässt. Naja, mich soll es nicht weiter kümmern und meine Laune besserte sich auch schlagartig als es um kurz vor neun zu regnen begann, was heißt ich hatte gar nicht soviel Arbeitszeit verpasst und mich wieder fröhlicher stimmte. Als ich mich dann das zweite Mal aus dem Land der Träume befreit hatte stellte ich fest, dass Daniels Auto nicht mehr da war, also war er wohl, was er schon seit Tagen überlegt hatte, nach Christchurch gefahren um dort an einem Spiel seiner ehemaligen Fußballmannschaft und einer anschließenden Tour durch alle Pubs, die sie passieren würde, teilzunehmen. Naja, dann ma Prost. Ich genoss es ein wenig, mal wieder ganz alleine und in Ruhe zu sein, machte mich nachmittags auf in die Stadt um einige Erledigungen zu machen und genoss den Abend und Internet und mit meiner Nase in den Büchern und freute mich, dass meine Hand sich schon wieder ein wenig erholt hatte und meine Finger sich schon wieder in Richtung Faust bewegen ließen. Yeeeha! Bonne nuit, mesdames et mesieurs!
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