Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs ~ E I N ~ G L Ö C K C H E N ~ U N T E R W E G S ~ I N ~ N E U S E E L A N D ~ . . . ~ für August, 2007.
- Allgemein (157)
- 11-Jan-2008: Fr, 11-01-2008 AKAROA: Es geht’s aufs Ende zu
- 11-Jan-2008: Di, 01-01-2008 (!!!) AKAROA: Seltsames Sylvester
- 11-Jan-2008: Di, 25-12-2007 AKAROA: Sommersonneweihnachten
- 11-Jan-2008: Fr, 21-12-2007 AKAROA: Grauenhaft groß schlechtes Gewissen
- 2-Okt-2007: Di, 02-10-2007 CHRISTCHURCH: Wireless-Wäsche
- 2-Okt-2007: Mo, 01-10-2007 CHRISTCHURCH: Mal wieder
- 2-Okt-2007: So, 30-09-2007 AKAROA: Sonntags-Scrubs
- 2-Okt-2007: Sa, 29-09-2007 AKAROA: Rührendes Rugby
- 2-Okt-2007: Fr, 28-09-2007 AKAROA: Müdes Meeting
- 2-Okt-2007: Do, 27-09-2007 AKAROA: Sorgenfreier Steve
NichtNeuseeland
siehe 'Reisetipps'
Archive für August 2007
Mo, 20-08-2007 QUEENSTOWN: Sonnendurchflutetes Skype
21-Aug-2007 von Glöckchen.
Ui, das war ein schöner Tag heute! Die Sonne hat gestrahlt wie nur was und es waren fast keine Wölchen am Himmel! So richtig warm war es natürlich trotzdem nicht, aber es hat gereicht um mit kurzer Hose und dickem Pulli rumzulaufen. Schätz mal so um die 10°. Um acht etwa wurde ich das erste mal von meinen netten italienischen Nachbarn geweckt die tollerweise direkt neben meinem Kopf ein Geburtstagsständchen auf ihrer Muttersprache gegrölt und dann für die nächsten 90 Minuten draußen rumgegrölt und rumgebrüllt haben. *grrrrr* Aber ich hab mich nicht wirklich aus der Ruhe bringen lassen und als die dann endlich mal weg waren hab ich mich aus meinem Auto gerollt und mich in die Sonne gesetzt! Nachdem ich von der unfreundlichen Putzfrau aus den Sanitärräumen vertrieben wurde bin ich dann erstmal noch mal zurück zum Auto, Internet und so und dann wollt ich mich aber bewegen und bin in die Stadt runter. Die war natürlich an so einem Tag knüppeldickevoll, aber am Hafen und durch die Gassen entlang zu spazieren war trotzdem schön. Zum Mittagessen gab es dann einen orginial türkischen Döner dessen Verkäufer wohl an meiner Aussprache des Wortes ‚Döner’ erkannt hat, dass ich kein original-Kiwi bin und als ich ihm dann antwortete, dass ich aus Deutschland sei hat er mich natürlich prompt auf deutsch angesprochen. Er konnte aber nur ein paar Brocken weil sine Ex-Freundin aus Hamburg kam, war aber trotzdem nett. Tja, zurück auf dem Campingplatz hab ich mich dann ein wenig mit dem Ehepaar von gegenüber unterhalten von denen ich am Wochenende auch schon ein Foto vor ihrem Camper mit den Bergen im Hintergrund gemacht hatte. Wie ich erfuhr kannten sie sich seit 35 Jahren, waren seit 32 Jahren verheiratet, die älteste Tochter 30, deren Sohn 11 genau wie das jüngst Kind des Paares. Insgesamt glaub ich 6 Kinder und 5 Enkelkinder. Sie kamen aus Australien und verbrachten gerade neun Tage hier auf der Südinsel, dass erste mal seit über 30 Jahren dass sie keine Kinder um sich rum hatte und nur zu zweit waren und da ja im Auto kein Fernseher sie sich unterhalten musste J Die zwei waren sehr nett, hatten am Vormittag eine jetboat-Tour gemacht und nachdem wir etwa eine halbe Stunde geplaudert hatten mussten sie los zu ihrem Helikopter-Flug. Bevor sie gegangen sind haben sie noch gemeint, sie versuchen mir zu winken. Sehr nett! Ja, da diese Stadt so hirnlos in die Gegend gepflanzt wurde war die Sonne für mich leider schon um zwei Uhr hinterm Berg verschwunden und im Winter ist wohl Queenstown schon um drei immer vollkommen sonnenfrei währen die andere Seite des Hafens noch gaaaaanz lange Sonne hat. Wer das war würd ich echt gern mal wissen. Nun gut, die Moral von der Geschicht is dass ich mich dann also verhältnismäßig früh in mein Auto zurückziehen musste um nicht zu erfrieren und dort mit offenen Türen und Heater auf Höchststufe meine letzten Stunden Internet ausgenutzt habe. Sozusagen Home-Office-Day.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
So, 19-08-2007 QUEENSTOWN: Gondeliges Rodeln
20-Aug-2007 von Glöckchen.
Oh, das waren aber mal wieder gar keine netten Wolken die da nach dem Aufwachen über meinem Kopf schwirrten. Der ganze Himmel war schwarz und wirklich warm war es auch nicht. Regen war zwar noch keiner da, aber es sah nicht so aus als würde er noch lange brauchen. Hieß also für mich wieder keine Gondel und kein Spaziergang, hab mich also stattdessen in die Seiten des World Wide Web gestürzt um ein bisschen wegen Wohnmobil für mich und Mama zu recherchieren und all so ein Zeug zu erledigen. Mit der Zeit wurde der Himmel immer heller und um halb eins ließ sich dann endlich die lang erwartete Sonne blicken! Das hab ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen, den Laptop Laptop sein lassen, meine Schuhe geschnürt und bin losgelaufen zur Gondola. Diese ist gerade mal zwei Gehminuten von meinem Campingplatz entfernt und von meinem Auto aus kann ich auch das Gebäude oben sehen und auch die Gondeln. Dort angekommen war ich erstmal mit einer ziemlich langen Menschenschlange konfrontiert, aber das konnte meine Vorfreude auch nicht schmälern. Nach also etwa einer halben Stunde anstehen und bezahlen saß ich dann endlich in einer von den weißen schwebenden Dingern. Mit mir hoch fuhr ein Philippine der oben im Restaurant arbeitet, in welchem ein deutscher Chefkoch das sagen hat. Nach einem paar-minütigen Plausch also bei übertoller Aussicht waren wir oben angekommen, ich zum Vergnügen und er zum Arbeiten. Natürlich bin ich erstmal auf die Aussichtsplattform gegangen von der man wirklich einen fantastischen Blick über Queenstown und die Remarkables im Hintergrund hatte. Das Wetter war mit strahlendem Sonnenschein aber noch ein paar Schäfchenwölkchen vor den schneebedeckten Bergen natürlich perfekt und ich habe mich mal wieder dumm- und dämlich fotografiert. Toll war es auch, dass man von hier oben meinen Campingplatz (weil der ja so nah ist) richtig gut sehen konnte und auch wie klein mein süßer Donkey Shot im Vergleich zu den ganzen Riesenkarossen und Luxusschlitten ist. Nachdem ich mich nach einer halben Ewigkeit dann irgendwann mal sattgesehen und fertigfotofiert hatte ging es dann also auf zur Luge, zur Sommerrodelbahn. Hatte mir nur eine Abfahrt gekauft, weil ich dachte das würde reichen. Schwerer Fehler wie sich herausstellte.
Asl erstes ging man also von der Ausschtsplattform einen kurzen Weg bergab wo man dann an zwei Kisten und zwei Tafeln ankommt in den en Helme liegen bzw. auf denen die Regeln erklärt sind. Nach einem weitern kurzen Anstehen am Sessellift wird man also noch mal ein gutes Stück höher befördert wo man dann sein Ticket zeigt und dann entweder auf den Scenic oder den Advanced Track geht. Wenn man das erste mal fährt muss man den Scenic Track nehmen, da dieser einfacher und nicht so steil wie der andere ist. Beide Strecken sind 800 m lang. Am Start gibt es dann eine kurze Einweisung in die Schlitten und einen Stempel auf die Hand und dann geht’s auch schon los! Und des ist wirklich ein Riiiiieeesen-Spaß! Im Gegensatz zu den meisten anderen Mädels die mit mir gestartet sind bin ich ganz schön losgeprescht und war vor Begeisterung hin und weg. Tja, jetzt ist die blöde Sache aber es dauert ungefähr bis zur Hälfte der Strecke bis man das Fahren richtig raus hat und so und wenn man dann gerade anfängt, RICHTIG Spaß zu haben wird man schon wieder abgebremst und ist am Ende. Deswegen hatte ich es bereut, nur eine Fahrt gekauft zu haben. Hätte zwar nachträglich noch welche dazukaufen können aber des wäre teuer und umständlich gewesen und des hab ich dann sein lassen. Aber auf jeden Fall hatte ich einen Riesenspassss!
Als letzte Station hier in luftiger Höhe ging es dann noch in den Souvenirshop um – was auch sonst – meinen Aufkleber zu kaufen und eine Postkarte von der Sommerrodelbahn damit ich wenigstens irgendwelche Fotos hatte, konnte mich ja mal wieder schlecht selber fotografieren. Hätte zwar irgendwemn fragen können ob er mich vom Streckenrand ablichtet wenn er auf seine Leute wartet, aber meine Kamera so aus der Hand zu geben wollte ich dann doch nich. Also eben nur Postkarte.
Dann ging es wieder in der Gondel runter, diesmal alleine und so konnte ich schön viele bescheuerte Fotos von mir schießen und machen was ich wollte. Nach insgesamt etwas über zwei Stunden war ich dann wieder auf dem boden der Tatsachen angekommen.
Yoah, die Sonne war dann auch schon wieder fast hinterm Berg verschwunden und nachdem ich von oben gesehen hatte, dass die ‚Queenstown Gardens’ eigentlich nur eine Mini-Gruppe von Bäumen auf einer Halbinsel waren hab ich das sein gelassen und lieber weiter meine Fotos sortiert und mit daheim geskypt! Ja, das war es dann auch schon wieder.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Sa, 18-08-2007 QUEENSTOWN: HerrDerRinge-Tour
20-Aug-2007 von Glöckchen.
Jetzt ist er endlilch da, der große Tag! Früh um acht ging der Tag los! Erstens weil ich natürlich gut duftend die Tour verleben wollte und ich hatte ja bis gestern Spätabends immer noch keine Bestätiung oder Details meiner Buchung bekommen und wollte genug Zeit haben, das abzuklären. Aus der Dusche zurück gin g es dann also ans Telefon und wie sicher herausstellte hatte die Firma wirklich noch nicht gesehen, dass ich heute die Tour machen wollte (eigentlich hatte ich sie ja am Sonntag machen wollen aber da bis jetzt noch niemand anders für diesen Tag gebucht hatte haben sie mir eine e-mail geschrieben, dass sie noch Plätze am Sa frei haben auf welche ich aber erst um sechs Uhr abens antworten konnte wo schon keiner mehr im Büro war. Deswegen die ganze Verwirrung) aber es war ja zum Glück noch früh am Morgen und damit genug Zeit den Fahrer anzurufen und ich sollte mich um zehn nach zehn am Eingang meines Campingplatzes bereit halten, wo ich dann abgeholt werden würde. Da ich ja jetzt viel zu früh fertig und bereit war blieb tollerweise noch Zeit, ein wenig mit meiner Mama zu chatten und eine dreiviertelstunde später ging es dann vor zu Rezeption wo ich schnell noch für die nächsten zwei Nächte bezahlte und dann kam auch mit fünf Minuten Verspätung ein grüner Van um die Ecke der ganz klar meiner war. Der Fahrer stieg aus, fragte „Dominique?“ und nach meiner Bejahung ging es auch schon auf ins Auto in dem auch schon der Soundtrack zu den Filmen lief. Insgesamt waren wir zu fünft an Bord: Erstens natürich der Fahrer namens John, in England geboren aber seit einigen Jahren neuseeländischer Staatsbürger, schätze mal Ende 50 und die erste halbe Stunde hab ich ihn für schwul gehalten, bis er dann mal seine Frau erwähnte. Auf jeden Fall ein sehr netter Kerl! Nummer zwei und drei im Bunde war ein lesbisches Kiwi-Pärchen auf ihrer Hochzeitsreise. Aber ein zeimlich ungewöhnliches Pärchen. Der eine Teil vorne auf dem Beifahrersitz war eine Maori-Frau so irgendwo in den 40ern, schätze ich, ziemlich robust gebaut, Köchin aber irgendwie auch beim Militär und Angestellte einer Sicherheitsfirma, ziemlich redefreudig, Diabetikerin, kaputtes Knie, Raucherin, Höhenangst, wohnhaft in Hamilton und sehr aktives Mitglied eines Gay-Clubs. Sehr nette Person mit sehr starkem Charakter aber so ein Mensch, bei dem man als Antwort lieber nett lächelt anstatt irgendwas zu sagen aus Angst dass man was falsches sagt und die Wut darüber dann körperlich zu spüren bekommt. Das ist dann glaub ich auch schon alles was ich über sie erfahren habe J Ja, ihre Partnerin saß hinter dem Fahrer, war auch ziemlich kräftig gebaut und in meinem Alter. Vielleicht ein wenig, allerhöchstens aber drei Jahre älter als ich, wohl auch Köchin, sehr still und schüchtern und eher so von der Sorte die in der Schule alleine in einer Ecke sitzen und lesen. Versteht ihr, was ich meine? Waren also ein ziemlich merkwürdiges Pärchen, so unterschiedlich von Charakter und Alter, aber es war sehr interessant sie auf der Tour dabei zu haben. Waren leider beide nicht so eingefleischte Fans wie ich, hatten sich die die Extended Edition DVDs erst letzte Woche gekauft und nie die Bücher gelesen (SchandeSchandeSchande). Ja, die letzte mit ihm Bunde war wohl welcher Nationalität? Ja, richtig geraten: Deutsch, genauer gesagt Münchnerin, genauer gesagt aus Fürstenfeldbruck. Heieiei, ja die Welt ist klein. Sie ist seit zehn Monaten in Neuseeland unterwegs und hat schon einige HdR-Touren mitgemacht und hatte wenigstens alle Extras auf den langen DVDs gekuckt, aber natürlich auch nicht so unendlich viele Male wie ich. Wer ist schon so verrückt?Also, genug der Vorstellungen. Als erstes wurde uns von John der Tagesablauf so ein wenig erklärt und dann ging es los über eine Straße an einer Farm vorbei, die Peter Jackson vor kurzem gekauft hatte und an der der Schauspieler Sam Neil ein Weingut hat hin nach Arrowtown und zu den ersten zwei Locations. Auf der Fahrt hat uns John viele interessante Sachen über die Gegend und deren Geschichte und die Flora und Fauna erzählt, aber jetzt nichts so richtig Ringespezifisches. Im kleinen Ort angekommen haben wir in der Nähe des Flusses geparkt und dann gings mit tragbarem DVD-Player raus in die Kälte und wir standen an dem Ort, wo Isildur von Orks angegriffen wird, in den Fluss flüchten möchte und dort dann den Ring und sein Leben verliert. Es war ziemlich cool die Filmszene und dann die Realität so direkt nebeneinander zu sehen und dann sind wir da noch ein bissal herumgelaufen und haben die ganze Szene rekapituliert (ist das das richtige Wort? Bin mir grad unsicher. Falls nicht bitte nicht böse sein und die richtige Lösung einsenden) und wir konnten quais genau sehen wo die Orks standen und wo Isildur ins Wasser ist und alles. Des war schon gar nicht so uncool. An diesem Fluss wurde auch gedreht wie die Ringgeister an der Furt auf ARwen und Frodo zulaufen weil der Original Drehort davon einen Fluss mit über vier Meter Tiefe hat, da kann man ja schlecht die armen Pferde durchschicken. Haben uns dann auch noch die Bruinenfurtszene angekuckt und genau sehen können, was hier und was an dem anderen Ort gedreht wurde. Ach ja, und weil der Fluss eigentlich nur knöcheltief ist und damit natürlich viel zu niedrig um Isildur darin zu schwimmen und ertrinken zu lassen hat Peter Jackson einfach einen aufblasbaren Damm über den Fluss getan so dass das Wasser sich gestaut hatte und der Fluss so tief war wie er es wollte. Wie das Wasser stieg wurde auch gefilmt und dass ist dann wiederum zu sehen wenn Arwen in der Furt den Fluss verzaubert. Ich muss mich entschuldigen, wenn ich jetzt etwas ‚fachspezifisch’ rede und die meisten wahrscheinlich keine Ahnung haben, wovon ich rede aber sonst vergess ich alles und vielleicht interessiert es ja sogar mal jemanden. Ja, nachdem wir also den Ort eingehend begutachtet hatten ging es zurück ins Auto wo wir OriginalDrehplanBlätter zu sehen bekommen. Also, es gab ja für jeden Drehtag und für jedes Team (Unit) einen eigenen Plan und da stand dann halt drauf, wie man zu dem Ort kommt, wer wann da zu sein hat, was von welchem Departement gebraucht wird, alle Telefonnummern, die Wettervorhersage für den Tag und lauter solches Zeug, und das war schon echt toll für mich. Hab auch jede Seite fotografiert während die anderen es nur kurz durchgeblättert haben. Solche Banausen L Ja, als nächstes ging es dann an der berühmten A.J. Hackett Sache vorbei, dem Ort wo der erste kommerzielle Bungeesprung der Welt durchgeführt wurde auf eine ziemlich holperige Straße ein paar Höhenmeter überwinden. Auf dem Weg zu dieser Location haben wir uns auch wieder die passende Szene auf dem tragbaren DVD-Player angekuckt. Als wir ausstiegen mussten wir nur ein paar Meter laufen und standen dann vor dem Fluss Anduin. Besser gesagt über ihm, waren gar nicht so unhoch weswegen die Maori diese Location auch gar nicht so genießen konnte. Nachdem wir also alle Szenen wiedererkannt hatten hat John noch über den Dreh an diesem Ort erzählt, doch leider kannte ich schon alle Geschichten und war daher nicht sonderlich gefesselt. Die letzte Station vor dem Mittagessen hieß dann Lake Hayes, wo zwar nicht wirklich gedreht wurde, wir aber toll mit den ganzen Requisiten posieren konnten, die John im Kofferraum hatte. Es gab Narsil und dessen neugeschmiedete Version Andùril, Arwens Schwert, Balins oder besser gesagt Gimlis Axt sowie dessen Helm, Eowyns und Théodens Schwert, Legolas ‚White Knifes’, Stich, Aragrons Jagdmesser und das absolute Highlight: Einen der Elbenmäntel den die Gefährten in Lóthlorien bekommen, und zwar original aus dem Film!!!! Die Firma hat ihn für über 10.000 Dollar ergattert und man glaubt, es ist der von Sam da die Brosche nach links zeigte und er der einzige der Gefährten war, bei dem sie so positioniert war. Alle anderen trugen sie nach rechts zeigend. Als ich ihn anprobieren dürfte hätte ich ihn am liebsten gar nicht mehr hergegeben. Auch wenn er natürlich nicht original elbisch ist war er irgendwie magisch und einfach nur toll!!!!! Man kann auch nachgemachte Exemplare davon kaufen, die kosten aber allerdings auch 900 bis 1000 Dollar. Heieiei, ganz schön teure Mode haben die da in Mittelerde. Am Ufer des Sees haben wir uns dann in zwei Zweiergruppen aufgeteilt (schwer zu raten wer mit wem war) und dann hat John erst mit mir und Stefanie eine Reihe Motive abgelichtet und dann mit den anderen zwei. Bei uns zwei war ich zuerst dran und dann hab ich den Elbenmantel anbekommen und dann hat John mir verschiedene Schwerter in die Hand gedrückt und dann immer gesagt, wie ich mich am besten hinstellen soll und so und des dann alles mit meiner Kamera fotografiert. Fand ich schon eigentlich gar nicht schlecht, aber man hat halt gemerkt dass er zum 1000 mal das gleiche Foto schießt und ich glaube, so mit Improvisation hätten wir auch ganz gute Sachen hinbekommen. Ja, dann hat er alle Motive noch mal mit Stefanie gemacht und dann haben wir mit den anderen zwei getauscht, die wurden dann auch noch mal in jeder Position abgelichtet und Steffi und ich konnten mit den anderen Schwertern und Gimlis Helm ein wenig rumspielen, wobei ich sie mit ihrer Kamera fotografiert hab und andersrum. Dann hat John noch eine Todes- bzw. Kampfszene vorgeschlagen, auch wieder mit allen vieren alles gemacht und dann hat er auch schon wieder angefangen einzupacken, weil wir zum Mittagessen mussten. Haben aber diese wertvollen Sachen nicht so einfach hergegeben und einfach immer weiter fotografiert und uns selber Sachen ausgedacht und John hat immer das, was grad keiner in der Hand hatte weggepackt und irgendwann war dann alles wieder im Auto. Hatten aber auch inzwischen wirklich genug Zeit hier verbracht. Ich fand das schon ganz gut, dass er so viele Anregungen gegeben hat und es ist ja auch nicht so, dass er uns gezwungen hätte die Fotos zu machen, die er vorschlägt aber irgendwie wirkte doch alles ein wenig maschinell und seltsam. Versteht man, was ich meine?Naja, auf jeden Fall ging es dann wieder ein Stück zurück nach Queenstown und in eine edle Location zum Mittagessen wo wir erst eine Pilzsuppe, die echt saulecker war, und dann eine riesige Platte Antipasti bekommen haben, mit frisch gebackenem Giabatta, wahrscheinlich das beste Brot was ich bist jetzt in Neuseeland gegessen hatte. War wirklich richtig gut und trinken konnten wir auch was wir wollten (außer natürlich Alkohol). Als Entertainment für eventuell auftretende Wartezeiten hatte John einige Sachen aus dem Auto mitgebracht, unter anderem auch die im Flyer groß angekündigten Drehbuchseiten, die sich aber zu meiner Enttäuschung leider nur als das herausstellten, was ich mir aus dem Internet auch schon auf mein Laptop geladen hatte. Aber es gab auch noch ein weiters Exemplar dieser Drehblätter und, für mich das größte Highlight nach dem Mantel, den ‚Official WETA Calendar 2001’. Von dem konnte ich gar nicht genug bekommen. Muss dazu jetzt wahrscheinlich sagen, dass WETA die Firma war, die von allen Requisiten über Rüstungen und einfach alles bis hin zu den Digitalen Effekten alles für den ‚Herrn der Ringe’ gemacht hat. WETA ist ja auch was auf meiner einen Autoseite steht, weil ich was HerrDerRingiges wollte aber nich so was wie ‚Frodo’ oder so was jeder Dödel erkennt sondern was nur Fans kennen. Ja, dieser Kalender hatte also jeden Monat ein Bild was natürlich irgendwas mit dem Film zu tun hatte was schon mal supercool war, dann gab es immer noch erklärungen wie und warum dieses Bild entstanden war und bei den Tagen stand immer dabei, falls etwas besonderes war. Wenn ich das jetzt hier wiedergebe ist es glaub ich einfach nicht lustig für euch, deswegen freu ich mich jetzt im privaten noch mal ,dass ich so einen Schatz sehen konnte und wenn jemand genaueres wissen will, ich habe jeden einzelnen Zentimeter quasi dieses Kalenders abfotografiert und freue mich, es mit jedem zu Teilen der es zu schätzen weiß. Ach ja, vielleicht sollte ich dazu sagen, dass des nicht so ein Hochprofessioneller Kalender war sondern eben einer hat was gemalt, das wurde dann kopiert und an alle verteilt, so nach dem Motto.Ich auf jeden Fall konnte gar nicht genug davon bekommen und auf der Fahrt zu nächsten Location liefen eigentlich wieder einige Szenen, die wir gleich in echt zu sehen bekommen würden aber ich habe mich nur auf den Kalender konzentriert, den Film kann ich ja auch alleine kucken. Der nächste Ort hat sich dann also als ‚Deer Park Heights’ herausgestellt, ursprünglich ein großes Gelände wo ein Farmer seine ganzen Tiere rumlaufen lässt und es dann irgendwann mal für Touristen geöffnet hat, damit die Hochwildrinder, Alpakas, Lämmer, Schafe, Ziegen, Lamas und all so ein Zeug streicheln und füttern können. Seit jedoch recht viele Szenen aus den ‚Two Towers’ genau hier gedreht wurden sind die Tiere eigentlich mehr Nebenattraktion und es kommen viel mehr Leute als früher.Für die nächsten zwei Stunden sind wir dann also da oben rumgelaufen und haben verschiedene Schauplätze begutachtet, immer mit einem Filmfoto dabei woman genau sehen konnte, wo was war und wo wer stand. Wir haben ungefähr zwanzig verschiedene Orte gesehen%2
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Fr, 17-08-2007 QUEENSTOWN: Keine Gondola für dommi
17-Aug-2007 von Glöckchen.
Hach wie blöd dass niemand weiß, dass ich mich heut wie Rumpelstielzchen geärgert habe…. Nicht sehr aufschlussreich, also von vorne: Heute hab ich mal wieder so richtig den Luxus des Ausschlafens genossen. Also, so richtig! Wie ich es im guten alten Deutschland so oft gemacht habe, heißt, bis mittags lag ich in meinem schönen kuscheligen Bett! Da ich ja selten länger auf einem Campingplatz bleibe und man da ja schon immer um spätestens zehn weg sein muss und ich ja auch fast jeden Tag irgendwas vorhab war das heute echt was besonderes für mich! Tollo! Ja, eigentlich hatte ich für heute eine Fahrt mit der Skyline-Gondel hier in Queenstown geplant die bis 450 m über die Stadt fährt und mit der man eine unglaublichen Blick über die Stadt und die Berge dahinter hat. Runter fahren wollte ich dann mit der Sommerrodelbahn, die direkt daneben ist. Aber nach so vielen schönen sonnigen Tagen hat sich wohl jemand gedacht, ziehen wir doch der Dommi endlich mal wieder einen regnerischen Strich durch die Rechnung und so war der Himmel über und über mit Wolken bedeckt und es hat immer wieder angefangen und aufgehört zu nieseln bzw. regnen und alles war grau und diesig und so. Tja, also keine Gondel für Dommi! Es wär wahrscheinlich immer noch tollo gewesen, aber da das ganze Unternehmen (Gondel und Rodeln) fast 30$ kostet wart ich da lieber auf einen schöneren Tag. Ja, mein restlicher Plan für heute war Queenstown ein wenig weiter zu Fuß zu erkunden, den Hafen zu besuchen und die berühmten Queenstown Gardens und meine nächsten großen Aktivitäten zu planen. Nachdem ich also zwei weitere Stunden durch die Stadt gelaufen war für mich entgültig klar, dass dies nicht meine Stadt ist! Angepriesen als die Adrenalin- und Partymetropole des Landes hatte ich das auch irgendwie schon geahnt! Man kann keinen Schritt machen ohne dass aus irgendeinem Schaufenster oder ähnlichen alle möglichen MEGATOLLENEUE Adrenalinkicks in schreiend bunten Farben angepriesen werden und angeblich ist der Bungeesprung noch extremer als jeder andere und das Paragliding noch viel unvergesslicher und so weiter und so fort. Dazu kommt noch, dass die Stadt im Winter quasi zur Ski- und Snowboardhochburg wird und alle Straßen mit solchen Szeneleuten vollgepropft sind. Meistens natürlich junge dynamische Menschen, obercoole Gangsta und hochnäsige Tussen und dass an jeder Ecke und jeder ist cooler als der andere und so weiter. Tja, wie man vielleicht schon raushört bin ich nicht sonderlich angetan von dem Intellekt und dem Auftreten der meisten Leute die mir bis jetzt hier so begegnet sind. Wäre wahrscheinlich alles anders wenn ich selber irgendeinen Schneesport machen würde. Ja, und abends müssen natülrich dann die ganzen Schidoofhasen mit ihren Schneehengsten Party machen und den Alkohol wie Wasser laufen lassen und dann schön durch das nachts–eigentlich-echt-schöne-Queenstown brüllen und grölen und torkeln und ich glaube ich sollte jetzt aufhören. Ich denke ich habe verständlch gemacht, was das hier für eine Stadt ist. Ach ja, sauteuer ist sie auch noch. Nur so nebenbei. Nun gut, nachdem ich noch einen Abstecher zu Post gemacht habe wo mein Paket natürlich noch nicht angekommen war wollte ich eigentlich zu den Queenstown Gardens, da es aber inzwischen richtig angefangen hatte zu regnen hab ich das dann mal lieber sein gelassen und werde dass dann im Anschluss an meine Schönwetter-Gondelfahrt machen. Dann habe ich mir, unverschämterweise, einen zweiten Essensluxus in nur zwei Tagen geleistet, nach gestern Pizza gab es jetzt heute eine asiatische Nudelpfanne, und zwar was für eine. Leckaleckalecka! Aber nach diesen zwei Verwöhnspeisen steht dann jetzt für die nächsten Tage wohl erstmal wieder nur Toast und noch mal Toast auf dem Programm. Und Nudeln. Aber es hat sich gelohnt!!! Nach kurzem Abstecher zum schwer zu findenen Supermarkt – es ist der Wahnsinn, man könnte hier mit ungefähr fünf Schritten Bewegung zehn Bungeesprünge buchen, aber für Käse muss man kilometerweit laufen! Ts – gings dann also zurück zu Donkey und Internet. Tja, und morgen geht’s auf große, leider sehr teure ‚Herr-Der-Ringe-Tour’. Hier in dieser Gegend wurde mit am meisten für die Filme gedreht, und da viele Drehorte ziemlich abgelegen sind hatte ich von vornerein geplant, hier eine solche Tour zu machen. Tja, und nach einigem umhören, lesen, Homepages angucken und Foren besuchen hat sich leider nur eine als wirklich lohnenswert herausgestellt, natürlich die teuerste. Dafür aber unter Fans mehr als bekannt und hochgelobt. Mit richtig vielen Requisiten, Kostümen und so aus dem Film und auch dem original Drehbuch Lunch und Leute, die beim Film mitgearbeitet haben und die Szenen werden richtig nachgestellt und so…. Nein, den Preis sage ich jetzt hier nicht, aber ihr werdet morgen erfahren, ob es das Geld Wert war!Ja, der Rest des Tages bestand dann aus meinem-Laptop-Aufmerksamkeit schenken; Fotos, Blog, Tagebuch, E-Mails und so weiter und so weiter. Man kennt das ja.. Und mit der Laura hab ich ach noch mal feletonieren können! tolloooo!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Do, 16-08-2007 QUEENSTOWN: Puzzling-World und Piste
17-Aug-2007 von Glöckchen.
ja, heute gings mal wieder früh raus und auf die Piste, besser gesagt zur Puzzling World. Dies ist eine weltweit einmalige Attraktion hier in Wanaka und besteht hauptsächlich aus einem 1,5 km langen, zweistöckigem Labyrinth (mit Notausgängen), vier Illusionsräumen, ziemlich verrückten Gebäuden und dann noch so Sachen wie Shop mit den allerkrasstesten Geduldssachen und optischen Täuschungen etc., Café mit Kaleidoskopdecke in dem man ungefähr 100 verschiedene Puzzle und Geduldspiele und alles solches Zeug machen kann, Roman-Style Toilets in denen man sich – dank lebensechtem Wandgemälde – wie in einem zeitgemäßgen Plumskloraum vorkommt und dann gibt es noch draußen davor einen Turm, der auf einer Ecke in einem unglaublichen Winkel von 53° balanciert (der schiefe Turm von Pisa leht nur 6°) und auf dessen Uhr die Zeit rückwärts läuft. Klingt alles sehr abgedreht, ich weiß, war es auch.
Also, nach dem ich angekommen bin und brav bezahlt hatte ging es als erstes in dieses riiieeesige Labyrinth! Die Wände sind ungefähr zwei Meter hoch und es war echt gar nicht so einfach. Man muss aber nicht nur einfach den Ausgang finden (der sich fieserweise genau hinterm Eingang befindet, was man aber natürlich nicht sieht wenn man reinkommt) sonder erst zu vier Ecktürmen finden und dann wieder zurück. Gar nicht so einfach wie ich gedacht hatte. Um 9:54 bin ich gestartet und am Eingang steht man soll so etwa 30 Minuten bis eine Stunde rechnen. Na dann, auf geht’s. Nach also viel herumirren, über Brücken, viele Treppen laufen und immer wieder gucken, ob man irgendwas erspähen kann (ach ja, von den Türmen und Brücken dürfen keine Richtungsangaben gerufen werden, sonst wird man rausgeschmissen. Find ich auch nur fair) hatte ich dann also irgendwann alle vier Türme gefunden und auch brav erklommen. Inzwischen war es etwa 10:15, war mir aber vorgekommen als wäre ich über eine Stunde da drin rumgeirrt. Tja, so langsam wurde dann auch meine Geduld ein bisschen motzig und die Notausgangstüren (für Leute die zum Bus müssen oder verzweifeln oder so) wurden immer atrraktiver, doch ich habe tapfer durchgehalten und um 10:27 hab ich dir Tür mit ‚Finish’ drauf aufgestossen! Yeeeeha! Stolzsei!
Als nächstes ging es dann also in die Illusionsräume. Der erste bestand eigentlich nur aus Hologrammen, manche davon aber über einen Quadratmeter groß, also recht beeindruckend, aber im großen und ganzen nicht so spektakulär. Als nächstes ging es dann zu einem Raum, der von außen ziemlich normal aussieht der aber an der einen Seite viel niedriger ist als an der anderen und tollerweise haben die da eine zeitverzögerte Kamera installiert, so dass ich erst im Raum hin- und herlaufen und mich dann noch auf dem Bildschirm selber Filmen konnte. Yeeeha, das freut doch den allein reisenden Backpacker! Der dritte Raum hieß ‚Hall of Following Faces’ und besteht aus 168 einzelnen Gesichtern von u.a. Mutter Theresa, Churchill und Einstein. Insgesamt gibt es sieben Persönlichkeiten von denen jeder eine Wand mit 26 Abbildungen seines Gesichtes hat. Diese sind so konzipiert, dass, wenn man sich in dem Raum bewegt man den Eindruck hat, dass alle Augen einem folgen. Egal was man macht. Ja. Nett. Als letztes ging es dann in den eigentlich tollsten Raum in dem man so richtig schief drin steht, 15° oder so war es glaub ich. Bin erstmal fast umgefallen als ich reingegangen bin und war ziemlich verwirrt. In dem Raum gibt es dann einen Billiardtisch auf dem die Kugeln aufwärts zu rollen scheinen, einen Stuhl auf dem man aufwärts fährt, Wasser das scheinbar aufwärts fließt und noch zwei Treppenstufen, auf denen man sozusagen wirklich gerade steht und bei denen man sehen kann, wie schief der ganze Raum eigentlich ist. Tja, hier war es dann natürlich ziemlich blöd, alleine unterwegs zu sein weil ich mich ja selber schlech schief fotografieren kann und sonst leider niemand anderes im Raum war. Tja, aber die Kugeln hab ich gefilmt. Das waren dann auch schon die vier Illusionsräume. Nett, aber eigentlich fand ich nur den letzten so richtig toll. Hatte mir irgendwie mehr erwartet.
Die nächste Station hieß dann Toiletten, die ja hier auch nicht normal ist und als erstes kommt man da in einen Raum, wo an beiden Seiten Holzbänke mit Plumpsklöchern sind und an dessen hinteren Wand ein riesiges Bild von einem römischen ‚Plumpskloraum’ ist wo auch Leute sitzen und gerade ihr Geschäft erledigen und so. Ziemlich lustig! Zum Glück waren hier ein paar japanische Jungs die ich fotografieren konnte, denn nur das Bild ohne echte Leute davor wär ziemlich doof gewesen. Die richtigen Toiletten sind dann auch noch mal was besonderes, da jede Kabine einen ganz besonderen Klodeckel hat. Meiner war Geld und Spielkarten und so. Es gab noch Unterwasser und Süßigkeiten und einen ganz ekeligen, mit Stacheldraht in der Klobrille und Spinnen und Würmern und anderen ekeligen Viechern im Deckeln Ih pfui bah! Nachdem dieses Geschäft also auch erledigt war ging es ins richtige Geschäft um ein paar nette Postkarten und meinen obligatorischen Aufkleber zu kaufen. Ins Café mit den ganzen Spielen usw. hab ich mich nicht gesetzt, weil ich ja nicht so ein wirklicher Geduldsmensch bin und alleine hätte sich dann der Spass da auch in Grenzen. gehalten Vor der Tür hab ich dann dem Turm noch meine Aufmerksamkeit gewidmet, doch auch hier war es wieder blöd alleine unterwegs zu sein, weil man da eigentlich ganz tolle Fotos machen kann, wie man den Turm trägt oder hochhebt oder wie er einem im Popo steckt (für dieses Motiv gibt es extra ein kleines Holzpodest) und so weiter, aber leider kann sich meine Kamera, so toll sie auch ist, noch nicht unabhängig von mir bewegen.
Das war dann also meine letzte Station in Wanaka und nach einer unverschämt teuren Tankfüllung (die Benzinpreise sind hier irgendwie in ganz wenigen Tagen ziemlich angestiegen, hat glaub ich irgendwas mit der Börse zu tun. Um 12 Cent durchschnittlich. Huiuiui) ging es dann also auf, weiter nach Queenstown. Ich bin aber nicht über den normalen Highway gefahren, sondern treu nach Lonely Planet. Wollte ich über eine Straße namens Crown Range Road fahren. Diese hatte ich auch ziemlich schnell gefunden, doch die Schilder an der Straßenseite welche sagten, man sollte auf jeden Fall Schneeketten mit sich führen verunsicherten mich dann doch ein wenig. Aber mutig bin ich weitergefahren, konnte ja schließlich immer noch umdrehen falls alles voller Eis und Schnee war. Die Strecke war wirklich traumhaft und schlängelte sich die Berge hoch durch tolle Täler und an schneebedeckten Hängen vorbei. Die Tatsache, dass etwa 80 % der Autos, die mir entgegen kamen Jeeps waren verunsicherte mich natürlich noch weiter, und als dann plötzlich Schnee und Eis am Straßenrand auftauchen war ich logischerweise auch nicht gerade erleichtert. Aber ich bin mutig weitergefahren! Und es hat sich gelohnt! Nachdem man irgendwann endlich die höchste Stelle erreicht hatte (die Straße war die ganze Strecke schön frei von jeglichen Winterprodukten) öffnete sich ein Panorama des Wahnsinns! Umgeben von Bilderbuchbergen mit Schneesahnehäubchen, unten das Tal mit seinen Seen und kleinen Dörfern, in der ferne am Seeufer Queenstown und noch dazu Sonne und fast keine Wolken! Eiskalt war es zwar hier oben, aber die Aussicht war einfach unschlagbar. Meine Worte kommen dem mal wieder absolut nicht gerecht! Die Abfahrt erwies sich dann als ebenso abenteuerlich wie die Hochfahrt, da die Straße unverschämt steil und mit mehr als engen Kurven wieder ins Tal ging, an den Seiten Schilder wie ‚Test your brakes’ oder ‚TEST YOUR BRAKES NOW’ und so weiter. Schließlich und endlich sind mein süßer Donkey und ich dann aber doch sicher wieder unten angekommen undd as war auf keinen Fall das letzte Mal, dass ich diese Straße gefahren bin.
Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt auf langweiliger Ebene kam ich dann gegen Mittag in Queenstown an, erstmal Parkplatz gesucht und zu Fuß weitergelaufen. Die Stadt ist ziemlich touristisch, doch der Hafen und die Remarkables (so heißen die Berge) im Hintergrund geben einfach ein wunderschönes Panorama ab! Nach etwa zwei Stunden durch die Straßen und Gässchen der Innenstadt spazieren war mein letzter Abstecher ein ‚Lord of the Rings’-Laden, der zwar viele beeindruckende Requisiten und Einzelstücke hatte, das Angebot zum kaufen war hingegen leider ziemlich enttäuschend und das Personal mehr als unfreundlich und hochnäsig. Schade!
Tja, nun ging es also auf Campingplatzsuche bei der ich auch ziemlich erfolgreich war. Im Moment stehe ich ein gutes Stück über der Stadt, nur 5 Minuten zu Gondola und zur Innenstadt zu laufen und ein herrlicher Ausblick (vor allem nachts) über Queenstown und seine Umgebung. Wireless gibt es zum Glück auch. Und daher verging der Rest des Abends auch mit Internet und diesem ganzen Zeug. Zum Abendessen hab ich mir ausnahmsweise Luxus geleistet und mir eine Pizza geholt, so richtig im Steinofen gebacken und nicht so fetttrievend wie PizzaHut oder ähnliches, richtig lecker tollo geil! Nicht so eine Enttäuschung wie die an meinem Geburtstag. Nach einem kleinen Abendspaziergang durch die immer noch wuselnde Stadt gings dann ein letztes mal den Berg hoch und weiterarbeiten.
Der Tag hielt noch zwei Highlights bereit, da ich endlich alle Fotos die mir meine FAmily geschickt hatte empfangen konnte und ich so meinen tollen neuen Fußboden (DANKE! Gefällt mir wirklich saugut! Und das gelb-grün ist ja gar nicht so schlimm wie ich erwartet hatte ) finally zum ersten Mal sehen konnte und dann hat noch unverhofft das Feleton geklingelt und mein Lauraengel war dran und wir konnten ganz lange mit akzeptabler Verbindung feletonieren, was unglaublich gut tat bis wir dann mysteriöserweise unterbrochen wurden und sie dann wohl leider nicht mehr durchgekommen ist. War aber trotzdem tollo!!!!!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Mi, 15-08-2007 WANAKA: Sehenswerte Schmerzen
17-Aug-2007 von Glöckchen.
Nach blöder Münzdusche – das war die erste, die ich seit langem hatte, ich mag das nicht wenn man nur soundsoviele Minuten fürs Duschen hat und sich dabei gehetzt fühlt. In diesem Falle waren es zwar günstige 50 Cent für verhältnismäßig lange 7 Minuten (meistens sind es nur 5) aber trotzdem blöd – ging es also los in Richtung Wanaka. Die Strecke hatte viele nette Seitenattraktionen wie Wassefälle, Schluchten usw., doch da es trotz Sonnenschein eisig kalt war, schätze mal fünf Grad oder so, habe ich mich bei selbigen nicht zu lange aufgehalten sondern bin lieber schnell ins warme Auto. Gegen Ende der Strecke kommt man an zwei wunderschönen Seen vorbei (Lake Hawea und Lake Wanaka) in deren Hintergrund die Berge thronen und wo man mal wieder Schwierigkeiten hat, der Straße zu folgen und nicht nur einfach auf das schöne Panorama zu starren. Hier hab ich dann mehr Zwischenstopps gemacht, konnte diese Ansicht nicht einfach so an mir vorbeirauschen lassen. An einem der ‚Lookouts’ war auch eine französische Familie die, sobald ich geparkt hatte, die Landschaft nicht mehr ganz so fesselnd fand sondern lieber mein Auto bewundert und fotografiert hat. Naja, sind se ja nicht die ersten. Als ich gegen Mittag in Wanaka ankam war der Himmel immer noch strahlend blau ohne eine enzelne Wolke und die Stadt mit ihrem See haben sich im Sonnenlicht von ihrer besten Seite präsentiert. Nach ttypischen Besuch bei der I-Site habe ich mich ein wenig in der Mini-Innenstadt umgesehen, leider keinen Aufkleber gefunden und bin dann recht bald, nach einem kurzen Fotoshooting mit Donkey Shot am Seeufer, auf den Campingplatz gefahren wo ich den Rest des Tages verbracht hatte. Eigentlich hatte ich vorgehabt ein paar kleiner Walks in der Gegend zu machen, doch da meine Oberschenkel – ich glaube von der Gletschertour – immer noch so wahnsinnig schmerzten dass ich kaum richtig laufen geschweige denn bergauf oder Treppen laufen kann habe ich mich in die Sonne vor meine Autochen gesetzt, Blick aufs Seeufer und gelesen. Als die Sonne dann mit grandiosem Abgang verschwunden war hab ich mich ins Innere meines kleine Donkeys verzogen und mich dort weiter der Literatur gewidmet und den nächsten Tag grob geplant. Also, guads nächtle!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Di, 14-08-2007 HAAST TOWNSHIP: Fox und Matheson
17-Aug-2007 von Glöckchen.
Heute ging es mal wieder früh um neun Uhr los um am Lake Matheson die Morgensonnenstrahlen noch einzufangen und vielleicht noch ein wenig Morgennebel zu erwischen. Das Wetter war mal wieder traumhaft, zwar kalt doch kristallklarer Himmel ohne auch nur eine einzige Wolke. Der See hat sich als so spektakulär erwiesen, wie er überall angepriesen wird. Nicht nur dass der Wald um ihn herum wahnsinnig schön und verwunschen ist, sondern vor allem die Panoramaspiegelung ist der Wahnsinn. Mount Tasman und Mount Cook spiegeln sich mit ihren Schneehauben im fast ruhigen Wasser und das Licht des frühen Morgens tu sein übriges. Einfach toll! Vor allem war es um diese Uhrzeit noch nicht so wahnsinnig voll am See, sodass man einfach die Natur genießen konnte. Ich hoffe die Fotos sprechen für sich!
Ja, mit schmerzenden Füßen (die zu großen Schuhen hatten ihren Gruß in From von Blasen an meinen Füßen hinterlassen) und noch mehr schmerzenden Oberschenkeln (die Stufen waren einfach zu viel. Kann noch nicht mal richtig laufen weil meine Beine ab und zu einknicken und wenn ich mal kurze Zeit in gleicher Position bin und mich dann bewegen will schreien alle Oberschenkelmuskeln als würde ich gerade gegessen werden. Muskelkater ist nix dagegen!) ging es dann also zum Fox Glacier. Als erstes auf die linke Seite von ihm, wo man ganz nahe ans Eis rangehen kann und einen schönen Blick übers Tal und den gesamten Gletscher hat. Ich bin froh, dass ich die Tour auf dem Franz gemacht habe, da der Fox einfach viel besser alleine zu erkunden ist als der andere und man hier auch so spektakuläre Bilder machen kann. Nachdem ich mich also mal wieder dumm und dämlich fotografiert hatte ging es nach einiger Zeit auf die andere Seite des ganzen Dings wo ich eigentlich einen 1 ½-stündigen Track zu einem tollen Aussichtspunkt über den ganzen Gletscher machen wollte, doch da meine Oberschenkel so wahnsinnig schmerzten hab ich dass dann lieber gelassen und bin nur einen 40-minütigen kleinen Track druch Regenwald zu einer Hängebrücke gegangen, die über das Tal führt und von der man den Gletscher auch toll sehen kann. Wie der Teufel es will bestand ungefähr ein Drittel des Weges aus Stufen, die teils so hoch wie die Eisstufen waren und mein Fluchen und Schimpfen war wohl nicht mehr Jugendfrei. Wahrscheinlich wäre ich ironischerweise schmerzfreier mit dem längeren Track gefahren, aber hinterher weiß man es immer besser als vorher.
Nach dieser Qual ging es also wieder zurück, kurzer Zwischenstopp an einer warmen Quelle, die Sonne strahlte immer noch mit allem Uran der Welt um die Wette und ich furh zurück nach Fox Glacier Township wo ich mich kurz ein wenig umgesehen habe, leider kein Aufkleber, die Bäckerei zu der ich eigentlich gehen wollte hatte auch zu, aber ich war immer noch froh und munter weil der Tag einfach so tollo war! Nach schmerzhaftem Tankstellenbesuch hab ich mich dann auf nach Haast gemacht, einer dreiteiligen Siedlung, ziemlich merkwürdige Sache. Eigentlich nur knapp 300 Einwohner teilt man diese ‚Stadt’ in Beach, Junction (also Kreuzung) und Township ein. Alles einige (Kilo)Meter voneinander entfernt und jedes eigentlich nur eine Ansammlung von ein paar Häusern. Aber naja. Die Fahrt dorthing war, auch dank des Wetters, wieder eine einzige Freude direkt an der Küste entlang und durch Regenwald! Zwischendurch habe ich einen Stopp am Knights Point eingelegt von dem man einen Spitzenausblick auf die Küste hatte, an dem ich aber ein doofes altes Ehepaar getroffen haben die meinten, wie doof und unklug und so es denn wäre als Mädel alleine rumzureisen und lauter solchen Schmarrn, aber ich habs mir trotzdem nicht vermiesen lassen. Hab ich erwähnt, dass das Wetter traumhaft war?
Nun ja, schließlich und endlich kam ich dann also in Haast an, doch erst nachdem ich eine 740 m lange One-Way-Bridge überquert hatte, die längste des Landes! Ohne Stop bin ich einfach durch „Hasst“ durchgefahren und weiter zur Jackson Bay. Ein zeimlich abgelegener kleiner Ort, der normalerweise selten Touristen zu sehen bekommt, doch zum Glück schreibt der gute Lonely Planet über ihn. Eigentlich ist es nur ein winziges Fischerdorf, doch die Ansicht auf die Berge, die sich von dort bietet ist unverschämt gut, eigentlich nicht von dieser Welt. Es hat mich zwar 45 Minuten gekostet um hin zu fahren und natürlich das gleiche noch mal zurück, doch dieses Panorama war es Wert. Auch hier hoffe ich dass die Fotos für sich sprechen. Einer der einheimischen Fischer hat sich anscheinend so gefreut, dass mal jemand in seinen schönen Ort kommt dass er mir einen Cryfish (also Flusskrebs) frisch gefangen angeboten hat, wobei er das Tier auch promp hochhielt. Mein Blick auf das zappelnde Tier sprach wahrscheinlich Bände, wäre bestimmt lecker gewesen aber ich bin überzeugt, falls ich ja gesagt hätte hätte er mir das Viech einfach so in die Hand gedrückt und ich hätte selber damit fertig werden müssen. Dankend habe ich also abgelehnt worauf der Mann ziemlich verwundert und fast entsetzt war, von wegen wie man denn so was tolles ablehenen kann und ich hab nur irgenwas von Vegetarier gestammelt und nett gelächelt. Ja, dann gings also auch schon wieder zurück ins Haast-irgendwas. Nach kurzem Tankstopp hab ich mich nicht für den Strand-Campingplatz 15 km außerhalb der Stadt entschieden, der zwar ziemlich schön gelegen war doch ziemlich verlassen und heruntergekommen aussah und bin lieber in Haast Township zu einem Hotel-Lodge-Campingplatz-Ding gefahren mit super netten Besitzern, heimeliger Küche und Kaminfeuer im Aufenthaltsraum. Richtig nett! Ja, das wars dann eigentlich auch schon für heute. Glaub ich. Hoff ich…..
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Mo, 13-08-2007 FOX GLACIER: Geiler Gletscher !!!!!
13-Aug-2007 von Glöckchen.
Maaaaann, war das ein toller Tag! Er hat zwar sehr früh angefangen um alles rechtzeitig fertig zu haben und zu sein um pünktlich bei meiner Guiding Firma zu sein, aber das wars Wert. Nachdem ich, wie so oft, mir natürlich wieder mal viel zu viel Zeit eingeplant hatte war ich schon um 8:30 vor Ort und konnte noch zusehen, wie die Ganztagsgruppe (hört sich an wie im Kindergarten, sind aber natürlich nur die die etwa 8 Stunden unterwegs sind und bei dem im Prospekt steht dass man körperlich topfit sein muss, tja und da zählt die liebe Dommi ja nun nicht wirklich zu) ausgestatten und angezogen wurde. Meine Angst, dass ich eventuell ganz alleine auf der Tour wäre weil ja grad Nebensaison ist und so und ich mir doch immer so viele Gedanken mach, war komplett unbegründet: Neben mir wagten sich noch 30 andere Menschen den halben Tag auf den Gletscher. Ja, nachdem also die ganzen Abenteuerlustigen fitten Menschen einheitlich eingekleidet im Bus verpackt und weggekarrt waren kamen wir an die Reihe. Als erstes musste man unterschreiben, dass man alle Sicherheitsregeln gelesen und verstanden hat und man keine gesundheitlichen Probleme (Ha! Ha!) hat, wer wollte bekam eine wasser- und winddichte Überhose (bei uns war das nicht Pflicht wie bei den Ganztaglern weil wir uns ja nicht so weit vorwagen würden) und dann bekam man auch schon Stiefel von hoffentlich passender Größe und dicke grüne Wollsocken in die Hand., bei denen man am besten nicht drüber nachgedacht hat, wie viele verschwitzte Füße da schon drin gesteckt haben. Mit den Schuhen war es bei mir doof, da meine übliche Größe 5 ein Stück zu groß, eine Nummer kleiner aber schon wieder ein Stück zu klein war. Das Problem hatten außer mir noch zwei andere Mädels und am Schluss haben wir dann alle noch ein leckeres Paar grüne Wollsocken und die größeren Schuhe bekommen. Chucks also zurückgelassen, noch die größenpassenden Spikes in einer netten roten Umhängetasche abgeholt und zur nächsten Station. Da bekam man dann eine blau-schwarze GORETEX Regenjacke (ohne Taschen), eine nette blaue Mütze und Cremefarbene Woll-Fäustlinge in die Hand gedrückt. Beides habe ich zwar nicht wirklich benutzt, wenn dann hätte ich lieber mein eigenes Zeug angezogen und auh bei der Regenjacke hätte meine den gleichen Zweck erfüllt und beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall meine eigenen Schuhe mitnehmen, wenn man nämlich Trekking-Schuhe (so wie ich) hat und die Spikes passen dann darf man in denen losstürmen und muss nicht den ganzen Tag in viel zu schweren und zu großen Ekelstiefeln rumlaufen. Aber naja, so waren wir also auch alle mehr oder weniger einheitlich angezogen und die nächste Station hieß dann Bus.
Nach etwa zehn Minuten Fahrt waren wir am Parkplatz angekommen. Die ersten 10-15 Minuten waren recht unspektakulärer Regenwald bis wir dann plötzlich auf dem Kiesbett vor dem Gletscher standen und alle einen schönen Kreis um unsere Guides geformt haben. Erst wurde uns ein bisschen was über den Gletscher und den Plan für den Tag erzählt und dann wurden wir in Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 war für die fitten mit gutem Frühstück, Gruppe 3 war für die unsicheren mit schlechtem Frühstück und Gruppe 2 war für die in der Mitte. Ratet mal, wo ich hingegangen bin…………Na?………….Na?………..Nicht schwer, natürlich sofort zur Nummer drei. Ich war die erste die öffentlich zu ihrer schlechten Verfassung stand und gab dann den anderen Mut, es mir gleich zu tun. Am Ende waren wir zehn Leute, eine australische Familie mit drei noch recht kleinen Kindern, ein Kiwi-Pärchen aus Wellington und zwei Mädels etwa in meinem Alter aus Yorkshire. Unser Guide hieß James, war ein blondgelockter Jüngling (wie sich später herausstellte war er erst vor vier Tagen 20 geworden…..Hach, ist der noch jung J) und äußerst nett und geduldig. Wir haben dann also den Rest der Truppe ein wenig vorgehen lassen und haben uns dann selber aufgemacht zum Gletscher. Von unserem Standort sah es aus, als müssten wir vielleicht zehn Minuten gehen und dann wären wir da, wie wir aber von unserem netten Guide lernten waren es 2,5 km und würde etwa 45 Minuten dauern. Tat es dann auch. Der Weg ging eigentlich nur durdhs Kiesbett, hier und da mal eine kleine Flußüberquerung, vor uns der Gletscher und zu beiden Seiten hohe, Waldbedeckte Berge mit wahnsinnig vielen Wasserfällen aller Größe. Mit dem Wetter hatten wir wahnsinniges Glück, strahlender Sonnenschein und fast wolkenloser Himmel, für hier wohl nicht das selbstverständlichste. Regen und Nebel und so sind da schon häufiger der Fall.
Tja, irgendwann standen wir dann also quasi vor der Eiswand und nachdem Gruppe 1 und 2 endlich verschwunden waren hieß es auch für uns Spikes an und los gings. Das Wandern selber war einfach der Wahnsinn! Meistens ging es über ins Eis gehauene Stufen, mal weniger mal mehr steil, nur selten Seile an den Seiten zum festhalten, vorbei an den tollsten Einsformationen, Ausblicken ins Tal und auf die umliegenden Berge. Vor mir ging eines der UK-Mädels, welche zum Glück auf dem gleichen Mutigkeits- und Fitnessniveau wie ich war und so haben wir uns gegenseitig die Stufen rauf und runter Mut gemacht. Das hört sich so ziemlich einfach ein, Eistreppen hoch und runter laufen aber des ist echt ganz schön furchteinflößend. Man hat zwar Spikes an den Füßen abertrotzdem kommt man immer wieder ins Straucheln oder findet einfach keinen Platz, um seinen Fuß zu setzen. Aber toll wars!!!! Zu meiner Erleichterung ging es nur ab und zu so richtig bergauf, aber dann meistens mit Stufen die bis über mein Knie gingen. Nachdem wir uns also unseren Weg durchs Eis gebahnt hatten, James immer wieder hier und da mit seinem Pickel das Eis bearbeitet hat und uns dabei mit einem Eisregen gesegnet hat, einer Mini-Brücken überquerung (die brücke war etwa nur 1 ½ m lang, aber dafür nur etwa 30 cm breit, der Abgrund war etw 60 m tief und an den Seiten nur zwei Seile), zum Teil durch Schluchten laufen bei denen man sich an den Eiswänden vorbeiquetschen musste und immer wieder anhalten, da es Stau gab wenn wir als ‚langsame’ Gruppe die Nr. 2 immer wieder einholten. Gegen Mittag ging es dann auf einen kleinen Kiesberg direkt am Gletscher wo in der Gegenwart von zwei Keas Pause gemacht wurde und dann ging es auch schon wieder auf den Rückweg. Diesmal war natürlich mehr bergab dabei, was mir persönlich sehr viel unwohler war als die Treppen hochzusteigen, einfach weil es sich so unsicher anfühlt und man nie weiß, wie die nächste Stufe so beschaffen ist. Aber nach etwa zwei Stunden auf dem Eis waren wir dann leider auch schon wieder unten angekommen und hatten wieder Kies unter unseren endlich-nicht-mehr-bespikten Schuhen. Jetzt ging es nur noch den langen Marsch vom Kiesbett wieder zurück und jetzt konnten wir sehen, wie viel Glück wir mit dem Wetter hatten, da es während wir liefen immer mehr zuzog, dunkle Wolken bald das Tal bedeckten und es auch anfing zu tröpfeln. Die armen Mittagsgruppen (die erst um 12:30 los sind), da sieht man dann mal wieder dass sich früh aufstehen doch lohnen kann und wie wahr das Sprichtwort „The early bird catches he worm.“ Ist.
Tja, so um zwei Uhr waren wir dann wieder am Start angekommen, die ganze Ausstatt- und Anziehprozedur ging rückwärts und schon saß ich wieder in meinem Auto. Im großen und ganzen muss ich sagen, es war zwar recht teuer und teilweise auch richtig anstrengend und gefährlich, aber es hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt! Würde ich auf jeden Fall wieder machen!!!!
Ja, jetzt ging es für mich also weiter zum nächsten Gletscher, dem 25 km entfernten Fox Glacier, dem zweiten Eisriesen hier an der Westküste (ach ja, insgesamt gibt es 3500 Gletscher in Neuseeland und der Franz Josef auf dem ich heute war bewegt sich zur Zeit täglich um etwa 5 bis 6 m!!! Die Gletscher in den Alpen durchschnittlich etwa 5 cm am Tag! Ach ja, und das besondere an diesen zwei Geltschern ist noch, dass sie momentan am wachsen sind und damit quasi die einzigsten dieser Art weltweit, wenn ich das richtig verstanden habe. Keine Garantie!). Falls sich jemand fragt, warum ich die Eistour auf dem Franz Josef und nicht auf dem Fox gemacht habe (wo so was natürlich auch angeboten wird), der Grund ist schlicht und einfach dass es am Fox mehr Wanderwege für die Öffentlichkeit gibt bei denen man auch noch näher ans Eis rankommt als am Franz Josef. Hier endet der Weg ungefähr 200 vor dem Eis, am Fox sind es nur 80!
Eigentlich hatte ich für den Nachmittag noch die Besichtigung des Fox oder aber eine Wanderung um den Lake Matheson geplant, da es aber inzwischen richtig regnete und mehr noch weil meine Oberschenkel von den vielen viel zu hohen Stufen einfach nur noch schmerzten und vor Anstrengung zitterten hab ich das mal lieber auf morgen verschoben und genieße jetzt hier die Ruhe auf meinem Stellplatz mit einem wahnsinns-Bergpanorama!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
So, 12-08-2007 FRANZ JOSEF GLACIER: Pfannkuchen und Verfolgungsjagd
13-Aug-2007 von Glöckchen.
Das Wetter heute war zum Glück besser als das gestrige und so konnte ich meine Fahrt Richtung Pancake-Rocks so richtig genießen! Die Strecke war ich zwar schon in andere Richtung gefahren, doch da ich mit dem Wetter und der Atmosphäre wieder genau so viel Glück hatte wie bei der Herfahrt konnte ich mich wieder gar nicht satt sehen! Angekommen bei den Pancake-Rocks und Blowholes hat sich der Tag als perfekt für diesen Ausflug herausgestellt, da der Wind und die tobende See den Ort zur Hochform aufblühen ließen und ich mich gar nicht sattsehen konnte. Die Pfannkucken-Felsen selber sind eine schöne Sache, hat man so noch nicht gesehen und sieht eben nett aus, aber die Blowholes sind einfach der Wahnsinn! Plötzlich, ohne Vorwarnung schießen meterhohe Wasserfontänen aus den Felsen und der Boden bebt als ob gleich Godzilla um die Ecke kommen würde! Auf Grund der Beschaffenheit des Gebietes wird das Wasser hier an mehreren Stellen in quasi in Becken geworfen, wo es keinen anderen Ausweg als nach oben hat und wodurch wir wunderschöne Wasserspiele und –massen sehen konnten, einfach unbeschreiblich! Ich weiß nicht, wie es ist wenn es nicht so windig ist, aber ich habe das Gefühl ich habe einen richtig guten Tag für die Blowholes erwischt und werde versuchen an Hand von Fotos das näher zu bringen, was hier mit Worten so kläglich scheitert! Es war einfach Wahnsinn! Kurz hinter den BLowholes habe ich auf einem Parkplatz angehalten um die raue Westküste bei diesem tollen Wetter noch mal im Bild einzufangen und habe dort eine Allgäuer-Familie getroffen (Mutter mit zwei Söhnen), habe ein paar Fotos von ihnen zu dritt gemacht und mich richtig nett unterhalten und sie wollten heute auch noch bis zu den Gletschern fahren und wir haben uns mit einem ‚Bis später’ verabschiedet, wär cool die heute abend wiederzusehen.
Ja, die nächsten Stunden waren dann wieder mehr oder weniger unspektaktuläre Autofahrt, 250 km, etwa drei Stunden von denen ich die letzten eineinhalb einen Kea-Camper hinter mir hatte, der einfach nicht überholen wollte und in den Bergen immer an meinem Heck hing als wollte er mich aufessen. Normalerweise lasse ich andere Autos immer vorbei, sobald es bergauf geht oder kurviger wird, weil ich weiß dass ich da um einiges langsamer bin als die meisten, aber da dieser Fahrer so viele Möglichkeiten auf gerader Strecke mich zu überholen hatte, und diese nicht genutzt hat war mir das diesmal egal. Ich habe also meine Fahrt durch Regen/Sonne genossen, vorbei an wunderschönen Seen und Küstenlandschaften bis ich irgendwann um etwa drei Uhr nachmittags endlich den kleinen Ort Franz Josef beim dazugehörigen Gletscher erreicht hatte. Nachdem ich meinen Blinker zum Top10 Holiday Park gesetzt hatte und dann sah, dass der Camper hinter mir das gleiche tat war ich mir sicher, jetzt würde ich gleich Anschiss bekommen warum ich ihn denn nicht vorbei gelassen hatte und so. Aber nichts passierte! Ich bezahlte den außergwöhnlich hohen Preis für eine Nacht, schaute mich kurz um und fuhr dann weiter in den ‚Ort’, der ungefähr aus fünf Straßen besteht. Nach obligatorischem Besuch der I-Site schlenderte ich durch die Souvenirläden um zu gucken, ob vielleicht hier ein Geschenk für mich warten würde, doch auch hier überzeugte mich nichts und so verließ ich die Läden nur mit meinem obligatorischen Ortsaufkleber für meine Heckklappe. Und dann ging es ins Büro von ‚Franz Josef Glacier Guides’ wo ich für den morgigen Tag eine Halbtagstour auf den Gletscher buchte! Hui, wie aufregend! Aber nicht ohne mich vorher zu vergewissern, dass ich das auch mit meiner Nicht-vorhandenen Kondition schaffen würde. Ich erklärte dem Mädel hinter der Theke meine Sorgen und dann hat sie mir Fotos gezeigt und mir erklärt, was mich so erwarten würde und am Ende war ich mir sicher, dass ich das schaffen würde! Jeder den ich bis jetzt getroffen habe und der so was gemacht hat hat gemeint, dass es einfach atemberaubend war und dass ich das unbedingt machen soll und so und da ich ja noch nie einen Gletscher gesehen hatte geht es also für 45 Euro morgen ab aufs Eis! Heieiei, da bin ich ja mal gespannt.
Nachdem ich, zurück auf dem Campingplatz, endlich meine tibetanischen Gebetsfahnen am Auto aufgehängt habe gings zum Abendessen kochen, endlich mal wieder Fisch. Als ich dann so im Speisesaal am Fenster saß und die Aussicht genossen habe kam dann auf einmal der Kea-Camper Kerl ans Fenster, drückte mir eine Flasche Bier in die Hand und meine „You’re driving very well!“ und bevor ich irgendwie reagieren konnte oder mehr sagen als „Thank you“ war er auch schon wieder weg und hat mich verwirrt zurückgelassen. Hat der das jetzt ernst gemeint oder mich nur verarscht? Naja, hab dann also mein Abendessen mit einem Bierchen genossen und nach etwa einer Viertelstunde kam er noch mal und meinte, jetzt wäre ich schon so weit gefahren und dann vermisse ich den besten Teil des Tages, den Sonnenuntergang. Meine Verteidigung war mein riesengroßer Hunger und nachdem ich dann aufgegessen, abgespült und alles wieder im Auto hatte bin ich auch auf den Mini-Hügel hier auf dem Campingplatz gegangen und hab wenigstens noch die Reste des Untergangs genossen. Der Kerl stellte sich als Amerikaner names Bryan heraus, ‚Extrem’sportler in der Form dass er einfach jeden Sport macht, den man sich vorstellen kann (Scuba-Diving, Skydive, Ski, Snowboard, Surfen, Bungee, Mountainbike, Kajak, Marathon etc etc) Ja, wir haben uns dann da auf dem Hügel recht nett unterhalten und wie sich herausstellte hatte er das wirklich ernst gemeint mit dem Fahren, weil ich wohl eine angeneme Person bin zum ‚Hinterherfahren’ weil ich nicht Risiko oder so fahre und man quasi nur bremsen muss wo ich bremse und so weiter und dann ist man auf der sicheren Seite und muss nicht selber denken. Naja, wenn das so ist! Tja, irgendwann war dann die Sonne mal weg und es wurde kälter und dann bin ich zurück in mein Auto und er zum Abendessenkochen. Etwa zwanzig Minuten später hat es an die Tür geklopft und als ich aufgemacht hab stand Bryan da mit seiner Visitenkarte und der Bitte, dass ich ihm doch schreiben soll wie meine Reise noch weiter so ist und dass man sich ja vielleicht/hoffentlich nächste Woche in Queenstown wiedersieht, mein Auto ist ja nicht so unauffällig. Man wird sehen! Von der Allgäuer Familie war leider weit und breit nichts zu sehen aber lange konnte ich ja heut eh nicht aufbleiben, morgen geht’s ja schließlich um 8:45 los auf den Gletscher! Yeeeeeha!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Sa, 11-08-2007 GREYMOUTH: Gießender Geburtstag
13-Aug-2007 von Glöckchen.
Tja, vom Wetter her war es leider nicht der schönste Geburtstag, den man sich wünschen kann. Es hat gestürmt und geschüttet, als wäre das Ende aller Tage da! Mich konnte das aber nicht wirklich stören und nachdem ich ordentlich ausgeschlafen hatte (nur kurz unterbrochen von meiner Familie um halb neun morgens – aber ich war gar nicht morgenmuffelig, gell. Habt ihrs gemerkt) ging es eine kurze Runde in die verregnete Stadt. Eigentlich hatte ich mir selber eine Kleinigkeit zum Geburtstag schenken wollen, DVD oder Buch oder so, aber nachdem weder Warehouse noch Buchladen oder irgendetwas anderes mich wirklich überzeugen konnte ging es wieder zurück, hin- und hergepeitscht vom Sturm. Narnia tauschte ich nun gegen ‚The Pursuit of Happyness’ mit Will Smith und seinem Sohn (toller Film) ein doch leider hielt kurz darauf mein süßer kleiner Donkey Shot eine nicht allzu tolle Geburtstagsüberraschung für mich bereit. Und zwar fing es an, an der Schiebetür hineinzutropfen! Ziemlich schnell fand ich heraus, dass es an dem wirklich heftigen Regen aber noch mehr am starken Wind lag und so drehte ich den guten alten Donkey einmal um, so dass die Tür nicht mehr zu Regenseite stand was das Problem auch sofort besserte, nur zwei kurze Zwischenfälle gab es im Laufe des Abends noch, als der Sturm seine Höhepunkte erreichte, der Hagel aufs Dach krachte und ich vom Wind hin- und hergeschaukelt wurde. Sobald also dieses Problem behoben war feierte ich meinen Geburtstag indem ich meinen bei ‚New World’ gekauften Apfelkuchen anschnitt und mit meinem teuren MATUA 2007er Sauvignong Blanc auf mich und alle möglichen Leute und Sachen anstieß und das Meer prostete eifrig mit! Mein Geburtstagstisch sah leider nicht ganz so schön aus wie Lauras, aber ich genoss einfach den Tag mit mir und feierte ordentlich mit meinen nicht mehr zu zählenden Persönlichkeiten! Der Kuchen war lecker, der Wein sowieso, der Film gut, das Wetter scheiße und ich war einfach nur glücklich! Mag nicht der spektakulärste 21. Geburtstag gewesen sein, den man je auf Erden gesehen hat aber ich hab ihn genossen! Nach einigen weiteren Anrufen und SMSen und teuren, leckeren Tortellini zum Abendessen ging es dann gegen ein Uhr glücklich und zufrieden als alte Dommi ins Bett!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »