Archive für Oktober 2007

Di, 02-10-2007 CHRISTCHURCH: Wireless-Wäsche

Ja, mehr oder weniger ausgeschlafen bin halb elf, dann alles waschbedürftige zusammengesucht, Bett abgezogen (was echt ein ganz schöner Act ist, nicht so einfach wie zuhause im Zimmer) und den Riesenriesnberg zu den Waschmaschinen gehievt! Zwei Maschinen voll hatte ich zusammen, 6 Dollar hat es mich gekostet und 35 Minuten gedauert. Danach entdeckt dass die neuseeländischen Waschmaschinen mit ihren Kaltwasserwaschgängen wieder mal versagt haben und alle schwarzen Sachen Waschpulverreste dran hatten, dann alles in trocknertauglich und nicht sortiert und noch mal 2 dollar für 20 Minuten trocknen ausgeben. Den Rest auf Bügel werfen, diese irgendwie wind- und runterfallsicher am Auto befestigen, nach Ablauf der Zeit wieder zurück zum Trockner und entdecken, dass eigentlich noch gar nix trocken ist, noch mehr Geld reinschmeißen, E-Mails schreiben, wieder kucken, immer noch nicht trocken, mehr Kleingeld von der Rezeption holen, also tauschen, neuer Versuch, in der Zwischenzeit bei Sonnenschein zu Liquorland marschiert um Auftragskäufe für meine lieben Kollegen zu erledigen und mit drei Riesentüten wieder zurückgekämpft, Wäsche immer noch nicht trocken!!!! Ich glaubs ja nicht! Jetzt hatte ich kein Bargeld mehr und musste mir von der Rezeption über Eftpos Münzen geben lassen, dann klugerweise den schwarzen Kapuzenpulli an dem so viel Waschmittelreste geklebt waren dass ich ihn quasi noch mal komplett nass machen hatte müssen und jetzt drauf kommen, dass der vielleicht Schuld ist, also noch mal 30 Min trocknen, Pulli auf Bügel und dann endlich endlich trockene Sachen. Dann alles falten, Wegräumen und mit akrobatischen Verrenkungen das Bett neu beziehen um sich dann endlich hinzusetzen. Im Auto sitzend also und mit fünf behangenen Bügeln an der offenen Heckklappe startete dann plötzlich Regen so dass die Teile wieder schön aufs neue nass wurden und alles ins Auto gepackt. Dann hat es richtig zu schütten angefangen und es hat geprasselt und geduscht, half mir aber nix als ich einige Minuten später aufs Klo musste. Dommi nass, Blase leer und als ich wieder unter freien Himmel kam schien die Sonne und von Regen war keine Spur mehr zu sehen! Auch für den Rest des Abends nicht, dabei hatte es so ausgesehen als würde der Himmel in diesem Jahrhundert nicht mehr blau werden. Naja, neuseeländisches Wetter eben. Jetzt im Moment ist es zwanzig vor sieben, es ist immer noch unglaublich hell (hab mich noch  nicht an die Zeitumstellung gewöhnt) ich habe Riesenhunger, stell das jetzt nur noch schnell online und mache mir dann endlich endlich was zu essen, Bruschetta und paniertes Hühnchen! Yeeeha! Falls heut noch was eintragwürdiges geschieht werdet ihr es erfahren. Und ich entschuldige mich für den verwirrenden/langweiligen/uninteressanten Eintrag, wird auch wieder lustiger.Ach ja, etwas gibt es noch zu sagen: Daniel, der Münchner aus Blenheim, kommt nächstes Wochenende nach Chch/Akaroa um seinen Geburtstag zu feiern, James & Mattias aus Kerikeri kommen auch her, bzw. sind schon hier und wollen sich auch unbedingt treffen, Verena, das Mädchen aus meinem Jahrgang die seit August auch hier ist kommt am Freitag nach Akaroa und Jeremy kommt ja auch bald! Verspricht also eine nette nächste Zeit zu werden!

Mo, 01-10-2007 CHRISTCHURCH: Mal wieder

Heute hatte ich mal einen tollen Wecker, nämlich meinen Opa am Telefon! Endlich hat er mich erreichen können und das war ein richtig schönes aufwachen und Start in den Tag, so ein Plausch mit ihm! Danke dafür! Danach hieß es dann leider schnell zusammenpacken und für kurze Zeit ‚Winkewinke Akaroa’, aber ich komm ja bald wieder. Die Fahrt nach Christchurch hat sich wie immer in die Länge gezogen so dass ich an meiner ersten Anlaufstelle, einer großen Mall in der ich nach Arbeitsklamotten suchen wollte. Als ich dort ankam war es schon Mittag und da es eine sehr große Mall war und es viel zu kucken gab  und es ewig gedauert hat bis ich mich bei ‚Farmers’, (so ein etwa wie bei uns Karstadt oder Kaufhof) entschieden hatte und auch richtige Größen und alles bin ich erst um kurz vor drei da raus. Morgens hatte ich eine SMS aus Blenheim bekommen, dass die gerade in Wellington waren, also viel auch das Flach und so blieb eigentlich nur Athurs Pass. Hatte am Morgen entdeckt, dass es da einen neuen Campingplatz gibt, erst seit letztem Herbst weswegen der bis jetzt weder im Lonely Planet noch im Campingplatzverzeichnis auftauchte, davor hatte es da nix gegeben außer eine Jugendherberge und Hotels. War natürlich gut für mich. Also fuhr ich tanken und dann so langsam Richtung Arthur’s Pass, doch irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl wegen dem Auto, geht ja immerhin ganz schön doll bergauf dahin und ich würde erst am frühen Abend dort ankommen und dann sowieso nur vor meinem Lapotp sitzen und Tagebucheinträge nachholen und morgen früh wieder zurück, und eigentlich gibt es da viele schöne Wanderungen und alles, jedenfalls hab ich dann so vor mich hinüberlegt und mir gedacht, dass des eigentlich viel sinnvoller ist wenn ich des wann anders mache,  mehr Zeit habe, richtig genießen kann und auch ein besseres Gefühl mit dem Auto hab. Als dann noch irgendwo stand, dass irgendeine Straße in die Richtung zu Zeit für Campervans und Trucks nicht befahrbar ist stand es endgültig fest, ich habe umgedreht und würde die nächsten zwei nächte wieder auf den schon bekannten Campinplatz in Chch mit Internet und allem fahren um endlich wieder neue Einträge online zu stellen und wer weiß wann die das auf dem Top10 in Akaroa mit dem Wireless endlich hinkriegen und wann ich überhaupt des nächste mal Internet hab. Schnell gefunden da ja schon bekannt, eingestöpselt, eingeloggt und den Rest des Abends die Verbindung mit der weiten Welt und vor allem über Skype nach Hause ausgenutzt und auch endlich den Camper gebucht mit dem Mama und ich durch die Gegend cruisen werden. Ja, das war es auch schon. Morgen wird dann weiter Internet (aus) genutzt, ein riesen Wäscheberg wartet auf mich und überhaupt und sowieso! Au revoir!

So, 30-09-2007 AKAROA: Sonntags-Scrubs

Heute ging es für mich schon um zwölf los weil ja Sonntag ist und wir wieder unseren Lunch anbieten. War aber nicht annähernd so viel los wie letzte Woche, man könnte es eigentlich mehr als langweilig beschreiben. LittleDanny hatte heute frei bzw. war krank und so übernahm Steve die Rolle des Pizzachefs/Küchenhilfe/Dishwashers. Zum quasi Frühstück haben wir ‚Blue Cod Calzone’ zum probieren bekommen, Fisch also in einem Teigmantel à la Pizza gefüllt mit Spinat und Kräutern und noch einigem mehr und das war so himmlisch lecker, unglaublich. Fisch mal ganz anders. Später haben wir dann auch noch einen richtig neuseeländischen original Pie bekommen und zwar mit einer Füllung aus drei verschiedenen Schafskäsen. Suuuuuper lecker!Als wir alle vor Langeweile fast schon gestorben wären und BigDanny schon lange in seiner Wohnung zurück war und dort quasi anrufbereit lauerte kamen die zwei Deutschen rein die beim French-Fest letztes Wochenende Eis verkauft hatten und jetzt noch mal privat nach Akaroa gekommen waren. Die wohnen in einer Vorstadt von Chch, sind seit drei Jahren in Neuseeland, haben eine eigene Eisfabrik und weil die quasi grad erst angelaufen ist machen sie nebenbei noch Hausrenovierung. Haben einen ca. 5 jährigen Sohn, auch wenn der Mann bestimmt schon so mitte 50 ist und wollen uns unbedingt ihr Spaghetti-Eis andrehen. Was ich nicht gerade nicht befürworten würde J Hab mich mit ihnen über dies und das unterhalten, gegessen haben sie auch noch und auch ordentlich Wein getrunken und als der dann so langsam seine Wirkung gezeigt hat hat der Mann angefangen, Zaubertricks- und Spielereien zu machen. Angefangen hat es eigentlich ganz harmlos in dem er Steve ein Getränk aus Grappa und Espresso zeigte, der nächste war dann mit Wodka, Zucker, Zitrone und Feuer und dann dauerte es nicht mehr lange bis zu dem ‚Knoten aus Schnur’ zaubern trick und ganz vielen anderen, großteils sehr peinlichen Sachen. Der Höhepunkt (und zum Glück auch das Ende) war dann irgendwas wo Steve auf einem Stuhl saß und der Mann vor ihm kniete, den Kopf dann quasi auf den Boden zwischen seine Beine tat und dann wie ein Huhn zu gackern begann und Steve sollte zu irgendeinem besonderen Zeitpunkt klatschen, genau verstanden hab ich das nicht, war aber jedenfalls ziemlich peinlich. Naja, aber im Endeffekt hatten wir so einen unterhaltsam langweiligen Nachmittag denn insgesamt verbrachten die fast drei Stunden bei uns und waren die ganze Zeit die einzigen Gäste, aber eben unterhaltsam. Gegen Abend wurde es dann wieder geschäftiger bis voll und so ging die Zeit schnell vorbei. Zum Abendessen gab es drei verschiedene Fische (Blue Cod, Gurnard und Monk Fish) in der Pf

anne mit Butter und Gemüse gebacken, Kartoffeln und noch mehr von den leckeren Schafskäsepies. Das alles wieder bei D&D in der Wohnung, heute waren aber nur die beiden und Melissa und ich da, Steve hatt irgendwas zu erledigen und Anne war von gestern Abend immer noch völlig fertig und erschöpft. Als wir in die Wohnung gekommen sind stand LittleDanny in der Küche und nachdem er wohl heute fast den ganzen Tag geschlafen hatte ging es ihm wieder besser und er hatte abends versucht, Kuchen zu backen, was er noch überhauptgarniemals zuvor in seinem Leben gemacht hatte. Er hat quasi so viel Ahnung vom backen wie ich vom Börsengeschäft. Er hat eben einfachmal irgendwas zusammengeschmissen und als er den ersten Kuchen aus dem Ofen geholt hat hat er sich so gefreut, weil er quasi perfekt und superlecker aussah und alles und er war superhappy, dann hat er ihn aber probiert und es hat quasi nur nach Baking Soda geschmeckt. Er hat aber nicht aufgegeben und weiterversucht, und der nächste Ofen sah dann nicht mehr so toll aus, hat zwar ein wenig besser geschmeckt aber eigentlich auch nicht wirklich und vor allem nicht nach Kuchen. Des war so drollig wie er da vor seinen zwei „Kuchen“ in der Küche stand und mir und Melissa das erzählte. Unglaublich knuffig!Naja, als wir jedenfalls in die Wohnung gekommen waren lief irgendein Film im Fernsehen und auf Nachfrage fand ich dann heraus, dass es ein Horrofilm namens ‚Jeepers Creepers’ war worauf ichnur verkündet hab, dass wir das auf keinen Fall kucken können weil ich sonst den Weg hoch zum Campingplatz nicht überlebe, heute war ja keine Anne da und LittleDanny hatte schon zwei Bier getrunken und ich würde auf jeden Fall laufen müssen. Nach kurzer Diskussion haben wir dann zum Glück ‚Scrubs’ angekuckt, supertollo, aber nach zwei Folgen waren Melissa und ich dann so müde, dass wir uns verabschiedet haben und den Heimweg angetreten haben. Sie musste ja nur um die Ecke und Treppe hoch, aber ich hatte wieder meinen Mini-Track vor mir. Den Horrorfilm hatte ich noch nicht ganz vergessen und meine Phantasie war wieder voll im Gange und so bin ich quasi fast die Treppen hochgerannt, jedenfalls die erste paar Stufen, dann konnt ich nicht mehr und auf einmal hat es rechts am Weg ganz laut geraschelt und gewackelt und ich war mir sicher, gleich würde jemand aus dem Gebüsch springen und mein Herz klopfte und ich war quasi in Panik. Zum Glück war es nur ein Opossum oder so, den Rest des Weges bin ich trotzdem in Rekordtempo hoch mit dem Ergebnis dass meine Lungen oben wie Feuer brannten, mein Hals schmerzte und ich nur noch am husten, röcheln und Luft schnappen war. Nicht sehr angenehm! Aber ich war heil oben angekommen, war ja die Hauptsache und hatte sogar nicht vergessen, dass heute nacht bei uns Zeitumstellung ist. Eine Stunde vor, also Sommerzeit, also jetzt 11 Stunden Zeitunterschied zwischen mir und euch, bis ihr auf Winterzeit umstellt und es dann wieder einfach zu rechnende 12 Stunden sind. Die nächsten zwei Tage hab ich ja frei und muss erst wieder am Mittwoch Abend arbeiten, eigentlich hatte ich ja länger wegfahren wollen, nachdem ich aber erfahren hab dass Jule (die aus Westport) zur Zeit in Deutschland ist weil ihr Vater einen Herzinfarkt hatte, fiel dieser Besuch für mich also erstmal flach. Die Blenheimer Gang hatte ich ja auch noch mal sehen wollen, die waren aber grad zum Teil wahrscheinlich in Auckland, muss ich morgen mal rausfinden und dann sehen, wo ich lande! Guads nächtle!

Sa, 29-09-2007 AKAROA: Rührendes Rugby

Die erste Tageshälfte war heut wieder nicht so sp

annend, ich hab lange geschlafen, mich dann in die Sonne gesetzt und gelesen und entspannt und um drei Uhr ging es zu Arbeit. Auch da war es nur begrenzt sp

annend, normaler Betrieb eben, Abends kam die Anne wieder vorbei und hat Wein getrunken und dann hat sie mir auch erzählt, dass sie gestern eben noch mit dem Steve zusammen saß und sie haben sich über alle Angestellten vom Restaurant unterhalten und dann hat er sich auch gefragt, was sie von mir hält und BlaBla, eigentlich alles gut aber dass sie doch mal mit mir shoppen gehen soll damit ich ein paar gescheite Arbeitsklamotten hab. Eigentlich ist es ja tollo dass das die einzige Kritik an mir ist bzw. das einzige was es an mir auszusetzen gibt, aber ich hab mich trotzdem irgendwie doof gefühlt. War schon so froh dass ich drei halbwegs schwarze Oberteile hab die ich anziehen kann bis ich was richtiges hab und dass des nicht die idealen Sachen zum Kellnern waren ist mir auch klar, aber was hätte ich denn machen sollen? Mir aus den Waschmaschinen am Campingplatz was zusammenklauen oder wie oder was? Und Schuhe hatte ich mir ja schon gekauft, auch wenn die nicht nur schwarz sondern schwarz-weiß sind, aber immerhin hab ich mir meine Füße darin blutig gelaufen nur damit mein Auftreten ok ist und dann so was. Also, bin nich böse oder so aber mir war schon selber klar dass ich mir bevor es richtig los geht was neues kaufen muss und ich hab mich dann den ganzen Rest des Abends irgendwie eben doof gefühlt und beobachtet und so und sobald der letzte Gast gegangen war hab ich meine Nike-Jacke drübergezogen. So ein Blödkack!Heute haben wir nicht im Restaurant gegessen sondern haben alles mit hoch in die Wohnung von D&D genommen umd dort nebenbei das Rugbyspiel sehen zu können, AllBlacks gegen Rumänien. Mein allererstes Rugbyspiel! Zum Essen gab es wieder Lamm-Curry mit Kartoffeln. Und dann sind die Spieler eben alle auf den Platz gelaufen, Nationalhymne man kennt das ja aber dann haben die AllBlacks ihren Haka gemacht, der traditionelle Kriegstanz der Maori wo die so ihre Zungen rausstrecken und Augen aufreissen und rumbrüllen und ich hab so eine Gänsehaut bekommen, wie die des da gemacht haben und die rumänische Mannschaft stand ihnen eben in einer Reihe gegenüber, alle Arme über die Schultern der Nachbarn und ihre Gesichter sagten einfach nur „Hilfe, ich will hier weg laufen“ des war wirklich so krass, hab eigentlich jede Sekunde erwartet, dass die sich umdrehen und weglaufen, soviel Angst/Furcht/Respekt stand in ihren Gesichtern! Echt toll war das! Kann ich  nur weiterempfehlen, im Moment ist ja Rugby-WM in Frankreich, weiß nicht ob ihr das so mitbekommt, hier ist das jedenfalls die WM in Deutschland letztes Jahr hoch 10 und wenn die AllBlacks gewinnen (wonach es im Moment aussieht) dann wird dieses Land eine einzige riesige Party und alle werden durchdrehen, Rugby ist für Kiwis wichtiger als alles andere! Sei es Gott, sei es Bier, sei es grillen! Rugby steht über allem! Ja, die Rumänier haben die AllBlacks natürlich in Grund und Boden gespielt, erste Punkte nach 38 Sekunden geholt. Mein Tipp, unbedingt mal die ersten 5-10 Minuten von einem Spiel ankucken, nur bis der Haka vorbei ist, aber das einfach mal sehen und genießen. Wird laut meiner lieber Mama im DSF übertragen und das nächste mal spielen die AllBlacks wohl nächstes Wochenende, Samstag um 14 Uhr irgendwas. Also, nicht verpassen!Wir hatten jedenfalls einen lustigen Abend zu sechst und ich habe mein erstes Rugby-Spiel sehr genossen und hoffe jetzt noch mehr als vorher, dass ich irgendwann mal die Gelegenheit bkeomme, ein AllBlacks-Spiel live zu sehen! Das muss klappen! Nach hause gefahren wurde ich wieder von Anne tollerweise und bin quasi in dem Moment eingeschlafen in dem ich mein Bett gesehen habe! Na dann gute Nacht!

Fr, 28-09-2007 AKAROA: Müdes Meeting

Oh Gott oh Gott war ich müde! Hab gestern Abend noch angefangen, Musik zu sortieren und die Zeit ganz vergessen und eh ich mich versah war es fast drei Uhr und heute bin ich aber schon um kurz nach neun aufgewacht weil ich so dringend Pipibox musste und konnte dann auch nicht gleich wieder einschlafen, hab also gefrühstückt, gelesen und wollte dann eigentlich am Nachmittag noch mal ein Stündchen schlafen, doch dann kam eine SMS von der Anne ob wir uns um vier zum Kaffee trinken treffen wollen und dass sie mich abholen kann und so bin ich also verschlafen unter die Dusche und pünktlich um vier war ich sauber, fertig  und schon arbeitsmäßig angezogen und dann kam sie mit ihrem kleinen Autochen um die Ecke, dessen Kennzeichen tollerweise LU7229 (bei den Zahlen bin ich mir nicht sicher, aber es kommt ja auch nur auf die Buchstaben an) ist was ich immer wieder toll find und dann sind wir runter nach Akaroa gefahren und haben uns von einem netten Mann der aus einem Wohnwagen raus Kaffee verkauft und Kajaks verleiht zwei Tässchen geholt und uns dann auf Bänke in die Sonne gesetzt und über dies und das von allem was geplaudert  und des war richtig tollo und nett. Nach ner dreiviertel Stunde sind wir dann wieder ins Auto und Anne hat ein bisschen ‚Stadtführung’ mit mir gemacht und ich musste entdecken, dass Akaroa eigentlich viel größer ist als ich dachte, sogar ein Krankenhaus gibt es hier. Sie hat mir auch einen supersüßen Park gezeigt in dem auch eine Bank versteckt ist, von der man einen traumhaften Blicks aufs Meer und die ganze Stadt und die Bucht hat und nachdem dann quasi alle Highlights abeklappert waren war es immer noch erst 5.15 p.m. und ich musste aber erst um sechs anfangen und nach kurzem überlegen und rumfahren haben wir uns dann entschieden, uns bei uns reinzusetzten und da noch ein Weinchen zu trinken. Davor haben wir noch kurz beim Supermarkt gehalten und ich bin zu Bank gelaufen und konnte dort genießen dass ich endlich wieder Geld auf meinem Konto hab was unglaublich tollo war und dann hab ich noch eine SMS von Jeremy (der Chaoten Kiwi aus Kerikeri, mit dem schreib ich ab und zu mal) bekommen, dass er zu seinen schon drei bestehenden Kindern gerade noch mal Vater einer Tochter geworden ist (Mutter ex-freundin) und dass noch irgendein anderes Mädel gerade ein Kind von ihm erwartet. Mitte zwanzig also, kein wirklicher Job und schon fünf Kinder. Nicht schlecht her Specht! Er kommt wohl bald hier nach Chch, wahrscheinlich um von allem weg zu kommen und will sich dann treffen, dass wird ich mir aber noch ein wenig überlegen.Naja, sind dann jedenfalls zu uns ins Restaurant, haben uns da an die Theke gesetzt und Wein getrunken (ich nur ein halbes Glas, keine Sorge) und nebenbei mit Steve und Melissa geplaudert und dann um kurz vor sechs bin ich ‚Schwupps’ hinter die Theke, hab mir die Schürze umgebunden und war in der Arbeit! Tollo! Der Abend war wieder sehr ruhig, doch um halb neun (für hier sehr spät) ist noch ein Pärchen reingekommen und die waren supertollo, weil die Frau hat zwar ‚nur’ eine Pizza bestellt aber der Mann hat einfach gesagt „Ich bin auf nix allergisch, mal alles, der Koch soll sich einfach irgendwas ausdenken“ und das fand ich tollo, einfach so drauf los, den Koch machen lassen was immer er will. BigDanny hat sich natürlich auch gefreut und hat ihm dann ein ‚Saltinbocca’ (schreibt man das so?) gemacht und als der Mann (die kamen übrigens aus Kanada) dann fertig war ist er erst zu LittleDanny und hat ihm die Hand geschüttelt und sich bedankt und dann ist er zu BigDanny und hat gemeint, dass es einmalig war und so unglaublich gut, und dann hat er gesagt „Delicious! I think the technical term is…. Fucking good!“ Und das war so toll und auch für BigDanny war des so toll dass sein Können mal richtig anerkannt wird und beim Nachtisch war es dann das gleiche Spiel, er dürfte wieder einfach irgendwas machen und raus kamen Schokoladen-C

annelloni mit flambierten Mandarinen, also Schokoladeneis in dünne Pfannkucken gewickelt und dann eben Soße drüber und tollerweise dürfte ich auch was probieren und es war so unglaublich gut, des war der Wahnsinn! Hatten zwar an diesem Abend nur wegen den Zweien fast ne Stunde länger als die letzten Tage auf (wirkliche Zumachzeit haben wir ja nicht, einfach wenn keine Gäste mehr da sind wird zugemacht), aber des waren echt zwei tolle Gäste, so was hätten wir, und vor allem natürlich BigDanny, gern öfter.An diesem Abend gab es für uns wieder irgendwas mit Seafood, aber das hab ich mehr oder wenier komplett ignoriert, weil es auch noch Kartoffeln-mit Feta Käse im Ofen gebacken gab und das war so unglaublichunglaublich lecker und ich hätte mich am liebsten reingesetzt und hab auch alles leer gekratzt. Oh gott, wenn ich nur dran denke wird ich schon wieder hungrig! Als wir grad am Essen waren kam die Anne zur Tür rein um zu fragen, ob ich wieder einen Ride home brauch und dann hat sie sich noch ein wenig zu uns gesetzt und ich wurde wieder nach Hause kutschiert und war unglaublich dankbar! Schöner Tag!

Do, 27-09-2007 AKAROA: Sorgenfreier Steve

Oh, wie toll! Heute hat es endlich mit dem feletonieren geklappt! Um 11:55 klingelte mein Handy und am anderen Ende war mein kleiner Stern in der Schweiz! Des war sooooooo tollo die Laura zu hören und mit ihr zu reden und alles neue von ihr zu erfahren und ihr auch alles von hier zu erzählen und des war eben einfach unglaublich und ich hab die ganze Zeit gegrinst und mich gefreut dass mir meine Wangen weh getan haben. Um fast genau zwei Uhr haben wir uns dann verabschiedet, wir wurden nur zweimal während des gesamten feletonats unterbrochen und sie musste mich neu anrufen, aber die Verbindung war richtig gut und mir gings danach auch richtig gut. Ich hatte ja jetzt noch genug Zeit mich vor der Arbeit auszuruhen und fertig zu machen, aber bei meinem LauraEngel war es ja inzwischen schon vier Uhr morgens und am nächsten Tag musste sie wieder arbeiten und ich hoffe dass sie nicht im Laden umgefallen und in ihrer hässlichen Uniform eingeschlafen ist! Hab dich lieb mein Schatz!Das arbeiten war heute mehr oder weniger so wie immer, nur für Steve war es aufregend. Gestern Abend hatte er Melissa und mich gefragt, ob wir uns denn zutrauen den Laden schon alleine zu schmeißen, also dass er nicht da ist. Wir haben uns ein wenig verwirrt angekuckt und waren uns da nicht so sicher, sie hatte ja noch später angefangen als ich und sie war ja quasi auch meine Vorgesetzte und verantwortlich für Kasse und alles und dann haben wir gemeint, es ist sein Laden und so auch seine Entscheidung. Das Ende vom Lied war dann, dass er zwar vor Ort war, sich aber mit Freunden draußen auf die Terasse setzte, um die Ecke so dass er auch nicht ins Restaurant kucken konnte, und so quasi da war aber auch nicht da war. Fand ich echt tollo wie er das gemacht hat. Zweimal musste ich raus um ihn was von Melissa zu fragen, aber eigentlich haben wir das alles wirklich gut zu zweit hingekriegt. Für Steve war das der erste ‚freie’ Abend seit das Restaurant vor ca. acht Monaten eröffnet wurde.Mit ihm auf der Terasse saß auch eine deutsche, die Anne die hier in Akaroa lebt und die davor auch schon ein paar mal im Restaurant gewesen war und wir haben dann auch ein wenig auf deutsch geplaudert (nur wenn Steve nich da war, wär ja sonst unhöflich) und dabei hat sie auch gemeint, dass sie im Oktober hier in Akaroa in ein Apartement zieht und da Platz für zwei ist und ob ich denn Interesse hätte, vielleicht da mit einzuziehen. Und ob ich das hab! Würde mich genau so viel kosten wie der Campingplatz, aber ich hätte Wände!!!!! Wände!!!! Und Räume!!!! Und ein Bad! Wie toll ist das, ein Bad! Nicht nur Kabinen die man mit hunderten anderen Leuten teilt, sondern richtig ein Bad! Oh mein Gott! Und es wär auch noch quasi um die Ecke, 2 Minuten zu Fuß vom Restaurant ohne Berg! Das wär natürlich super! Wir haben jedenfalls jetzt mal Handynummern ausgetauscht und werden uns dann mal auf einen Kaffee treffen und ein wenig plaudern. Ach ja, hab heut auch rausgefunden wie alt alle sind, damit ihr mal ein besseres Bild bekommt: BigDanny ist im August 30 geworden (kommt übrigens aus Magdeburg), LittleDanny ist 26, Steve ist auch 26 (sehr jung für einen Chef, findet ihr nicht?), Melissa ist 24, Olivia 19 und Anne ist 28 und kommt aus Stralsund. Nachdem Melissa und Ich den ganzen Abend mehr oder weniger scherzhaft in die Küche gesagt haben „Och, wir hätten heute zum Abendessen sooooo gern eine Pizza“ und das wirklich über Stunden und ziemlich konstant dürften wir uns dann später tatsächlich einen Belag wünschen und haben so neben Seafood-Soup und lecker Kartoffelpuree auch noch ein unglaublich tolle Pizza bekommen und zum krönenden Abendabschluss hat mich die Anne auch noch heimgefahren, weil der Campingplatz quasi auf ihrem Weg nach Hause liegt und das fand ich natürlich tollo!!!!

Mi, 26-09-2007 AKAROA: LauraLauraLauraLauraLaura

Zum Glück heut wieder lange geschlafen und dann zwei Stunden Zeit totgeschlagen damit die Frauenduschen fertig geputzt sind, dann um eins endlich hoch zum Saubermachen aber irgendwie ist das hier echt blöd, die haben keinen festen Rhythmus wann sie was putzen, so wie auf eigentlich allen anderen Campingplätzen sondern die machen alles jeden Tag anders so dass man quasi von halb zehn bis zwei nicht wirklich weiß was Sache ist und auch heute wo ich extra so lang gewartet hab waren sie noch nicht fertig, aber hatten zum Glück auch noch nicht angefangen so dass ich einfach schnell in die Kabine bin und losgelegt hab. Genau als ich das Wasser angemacht hab konnte ich hören, wie die Putzfrau reinkam um eigentlich anzufangen, is dann aber wieder weg. Tut mir ja auch Leid, aber was soll ich denn noch machen? Um acht aufstehen, Duschen und dann noch mal schlafen gehen? Is doch alles doof. Hab mich jedenfalls so gut es geht beeilt, zwischendurch hat dann lustigerweise auch noch mein Handy geklingelt. Jetzt nicht denken, dass ich immer mein Handy mit in die Dusche nehm, aber ich wusste dass Laura mich heute irgendwann mittags anrufen wollte und ich hab schon geahnt, dass sie das bestimmt mach wenn ich grad eigentlich nicht kann. Kluge Dommi! Also schnell meine Maus ans nasse Ohr gehalten und gebeten, in ner Viertelstunde noch mal angerufen und dann schnell fertigsauber- und trockengemacht und den Weg frei für die Reinigungsmittel. Die Putzfrau war aber gar nich bös und fands auch gar nicht schlimm. Na Gott sei Dank!Wieder im Auto sehnsüchtig auf mein Handy gestarrt, daber das blöde Ding aht und hat einfach nicht geklingelt. Hab mir dann gedacht, vielleicht hat mein LauraEngel bei der schlechten Verbindung und den vielen Hintergrundgeräuschen nur ‚stunde’ verstanden, also schnell Bescheid gegeben dass ich sauber und feletonierbereit bin, aber leider kam kein Anruf- sondern nur ein SMS-Klingeln als Antwort von meinem Handy in welchem es mir mitteilte, dass Laura tatsächlich falsch verstanden hatte, jetzt aber schon am versuchen war mich anzurufen und es einfach nicht klappen wollte. Auch eine Stunde später und viele Versuche ihrerseits danach ging nix und dann war es ja bei euch schon spät und so konnte die kleine Dommi nicht mit der tollen Laura feletonieren. Plöde Scheiße!!!!Bedröppelt ging es dann zur Arbeit, mit der Hoffnung dass es vielleicht morgen klappt. Arbeit war wieder nichts besonderes, kellnern eben (macht mir immer noch Spassssss) und um elf  hatte ich mich wieder den Berg hochgekämpft und war mehr oder weniger heil zu hause angekommen. Kein aufregender, dafür ein tragischer Tag! Ach ja, zum Essen gab es Lammcurry und Reis, worauf ich aber verzichtet habe weil ich mittags gut gegessen hatte und zum trinken gab es für jeden ein Glas Wein, da die Kirchenleutchen gestern nur Weine hatten die wir nicht Glasweise verkaufen und eine Flasche war quasi noch fast voll, aber eben schon offen und auch von denen bezahlt, und so kamen wir in den Genuss. Danke!

Di, 25-09-2007 AKAROA: Überraschender Einsatz

Mir ist leider absolut keine Alliteration für den heutigen Tag eingefallen, ich bitte um entschuldigung! Eigentich hatte ich heute so richtig mega dolle lange ausschlafen wollen, doch leider heulte um kurz vor zehn die Sirene los, die Bescheid gibt wenn irgendwo irgendwas passiert und die so laut ist dass man sie wahrscheinlich in Christchurch noch hört. Am Anfang in Kerikeri hab ich mich bei diesem lauten Heulton noch erschreckt, inzwischen ist das aber ziemlich normal für mich dass alle paar Tage egal wo ich bin so ein Ding zu hören ist, außer in den Großstädten. Blöd ist nur wenn ich dann gerade nicht bei meinem Auto bin und mich frage, ob mein Heater oder sonst was mein Auto in Brand gesteckt hat, aber zum Glück ja noch nicht passiert *aufholzklopf* Blöd war nur, dass ich kurz nach dem aufwachen so unglaublich Dringend für kleine Königstiger musste, es aber genau die Zeit war, wo gerade das Damenklo geputzt wurde, und so bin ich immer von meinem Auto zum Klo gelaufen um zu kucken, ob sie endlich fertig sind aber des hat und hat einfach gedauert und irgendwann gings nicht mehr und dann hab ich gefragt, ob ich aufs Männerklo kann, dürft ich natürlich auch aber da drinnen hat grad jemand geduscht und des war alles irgendwie unglaublich peinlich. Die nächsten Stunden hab ich dann mehr oder weniger nix gemacht, zum Lunch gabs Nudeln mit Ketchup und als am frühen Nachmittag immer noch kein Anruf von Steve gekommen war, dass ich am Abend arbeiten muss hab ich es mir gemütlich gemacht und mich schon auf einen ruhigen netten Abend eingestellt, als dann plötzlich um 5:31 p.m. mein Handy klingelte und Steve meinte „Hab ich dir eigentlich gesagt, wann du heute hier sein sollst?“ Ich natürlich sehr überrascht und perplex, hatte er ja nicht und dann hieß es, ob ich denn in einer halben Stunde da sein kann! Huiuiui, hatte ja heute nich geduscht und nicht Haare gewaschen weil ich gedacht hab, ich muss nicht unter Leute und hatte es mir ja grad gemütlich gemacht, aber als  ich dann gefragt hab ob es auch ok ist, wenn ich ein paar Minuten später nach sechs komme und das ok war ging also der Stress los. Schnell umziehen, fertig machen, Haare einigermaßen zivilisiert hinkriegen und und und und dann schnell den Berg runter- und im Restaurant einfallen. Eigentlich haben wir ja Dienstags im Moment noch Ruhetag, aber irgendwie ist hier eine Priesterversammlung und die wollen eben ungestört Essen und so und deswegen machen wir heute nur für die auf. Außer mir waren nur Steve und BigDanny da, Pizza gabs heut nicht sondern nur beschränktes Menü, hatten die aber so gewollt. Wie sich dann herausstellte war ich eigentlich viel zu früh, die sollten nämlich erst um sieben kommen und Steve hatte schon quasi alles vorbereitet so dass ich dann eine halbe Stunde nutzlos in der Gegend stand, aber dann kamen sie. Nachdem sich alle hingesetzt hatten und uns gesagt wurde, dass das Leute aus ganz Neuseeland und von überall im Pazifik sind und eigentlich auch 8 Australier da sein sollten, die aber durch einen Todesfall verhindert waren, wir also einen richtig wichtigen Haufen vor uns sitzen hatten, hat Steve sich vorgestellt und die Planung für den Abend erklärt und ich stand da so gelangweilt an der Theke und dann hat er so gesagt „Ja, und helfen wird mir heute meine Nr. 1 Kellnerin die Dominique (worauf hin mich alle neugierig bekuckt und à la Gruppentherapie ‚Hallo’ gesagt haben)“ und dass ich eben grad erst angefangen hab und mich so toll anstell und aus Deutschland bin und all so was und das war mir SOOOO peinlich…. Aber war ja zum Glück schnell vorbei.Der Abend verlief dann recht langweilig, viele haben die ganze Zeit versucht, witzig zu sein und warens aber einfach nicht und sie haben auch gar nich viel getrunken oder irgendwas und Steve und ich hatten uns eigentlich auf ein katholisches Massenbesäufnis gefreut und hatten eben einfach gedacht, des würde ein lustiger Abend. War’s aber eben nicht. Sehr langweilig, wenig zu tun, aber für die kleine Dommi gab es viel leckeren Käse und dazu leckeren Rotwein. Da war sie froh J. Als dann etwa 2 ½ Stunden später alle Spuren der Schnarchnasen beseitigt waren sind Steve und ich noch hoch in die Wohnung von LittleDanny (dem schottischen Pizzachef) und BigDanny (dem deutschen Chefkoch) die quasi genau über dem Restaurant liegt, haben da noch ein wenig zusammengesessen, Fernsehen gekuckt und gelästert und Pizza mit Ei- und Thunfischbelag gegessen. Klingt komisch, war aber lecker. Netterweise hat mich LittleDanny dann um kurz nach zwölf nach Hause gefahren und so musste ich nicht den Bösenbösen Berg hochlaufen, fand ich natürlich supertoll. Oben angekommen bin ich dann ziemlich schnell ins Bett gefallen und habe selig (haha) geschlafen. Winkewinke meine lieben!

Mo, 24-09-2007 AKAROA: Christchurch-Cruise

Heute war leider nix mit ausschlafen, bin um zehn raus, hab endlich meinen Spülhaufen beseitigt der sich über die letzten Tage angesammelt hat da ich ja praktisch nur noch im Restaurant war, dann hab ich meine Kühlbox gereinigt und geputzt um sie heute umzutauschen. Tollerweise hat sie nämlich gestern abend ihren Geist aufgegeben. Der Schalter und die Steckdose haben schon von anfang an ein wenig gesponnen, so à la Wackelkontakt und ich musste immer ein wenig kämpfen wenn ich mal was rausgeholt hab oder neu auf nem Campingplatz ankam dass des Ding wieder läuft, aber gestern abend hat es komisch geknistert und dann ging gar nix mehr. Also heute alles so hingerichtet, dass des Ding wieder wie neu aussah und mal wieder nach Christchurch gefahren. Die Strecke ist ja echt nett, aber auf Grund der ganzen Kurven und Hänge ist es echt anstrengend zu fahren, vor allem muss ich ja immer meine Temperaturanzeige im Blick haben und andere Autos vorbei lassen und so, ist also nicht wirklich entsp

annend das ganze Ding. Zum Glück kenn ich mich ja mittlerweile ein wenig in Chch aus, so dass ich wenigstens Warehouse und noch ein paar andere wichtige Sachen finde so dass ich ziemlich schnell am Service-Schalter Stand und tollerweise haben die auch gar nix gesagt, weil es des Ding ja eigentlich schon drei Wochen hatte und man auch ein klitzebisschen gesehen hat, dass ich es benutzt hab, aber ich dürfte mir einfach einen neuen holen und davonmarschieren. Yeeeha! Danach wollte ich noch zu Mitre10 fahren um endlich FensterFarbe zu kaufen, aber ich hatte hier in Chch noch nie einen gesehen und auch keine Ahnung, wo ich suchen anfangen sollte und so hab ich erstmal ein paar Männer auf dem Warehouse-Parkplatz gefragt, aber die konnten mir auch nicht wirklich helfen weil sie nicht von hier waren und dann bin ich eben einfach losgefahren auf gut Glück. Und ich bin gefahren. Und gefahren. Und gefahren… Irgendwann hab ich mir dann gedacht ‚Lass mas’ und bin umgedreht und Prompt kam an der nächsten Kreuzung eine riesige Werbetafel von Mitre10 (ach ja, das is so quasi neuseeländischer OBI) auf dem zum Glück auch eine Adresse stand und dann musste ich wieder umdrehen und nach zwei Minuten fahren war ich schon da. Hui, das war toll mal wieder durch einen Baumarkt zu spazieren. Als ich dann bei den Farben war war ich ein wenig hilflos, weil es da nur so riesengroße Farbdosen gab mit denen ich mein Auto innen und außen dreimal hätte streichen können, aber dann hat mir ein netter angestellter geholfen und gemeint, ich muss mir nur eine Farbe aussuchen und dann mixt er mir die Menge zusammen, die ich haben will. Tollo! Ja, aber dann kam der schwere Teil. Entscheiden! Eigentlich hatte ich ja erst alles noch mal schwarz streichen wollen und dann weiß drüber, damit es im Auto heller ist. Aber inzwischen hab ich mir gedacht, es gibt ja auch andere tolle/helle Farben, warum also langweiliges weiß? Erst wollt ich dann gelb nehmen, so eins wie daheim bei mir im Zimmer, aber dann hab ich gedacht, ach wenn ich schon quasi machen kann was ich will und man es ja leicht überstreichen kann, warum dann nicht was machen was ich niemals daheim als Wandfarbe nehmen würde, weil ichs mich nicht traue. Meine überlegungen gingen dann von knalllila über baustellenorange bis hin zu tiefrot (aber das macht ja aggressiv, gell Mama J) und am Ende kam ich dann bei einem megagrellentollen grün namens ‚Dizzy Lizzy’ an, erstens weil ich die Farbe echt geil fand, is so quasi des grün des ich auch mal auf meinem Köpfchen hatte, und aber auch weil Lauras Lieblingsfarbe ja grün ist und so tut sie sich dann immer noch wohl fühlen, wenn sie wieder herkommt. Also, Farbe gemixt, Pinsel geholt und wieder Richtung Heimat. Auf dem Weg dahin hab ich noch bei einem Supermärktchen angehalten um mich für die nächsten Tage einzudecken und dann ging es wieder die schöne scheißanstrengende Strecke zurück. In diese Richtung hat man aber wenigstens den Vorteil der tollen Aussicht über die Bucht sobald man die höchste  Stelle der Straße erreicht hat. Dieser Bonus fehlt leider in die andere Richtung. Zurück am Campingplatz hatte leider jemand gemeinerweise meinen Platz belegt, so dass ich neu parken musste, aber nur eine Site weiter, dann gings die neue Kühlbox auspacken, zum Glück ohne Wackelkontakt und alles funktioniert tollo und dann hab ich mich entspannt mit Musik hören und DVDs gucken und Füße massieren. Die tun immer noch so weh!

So, 23-09-2007 AKAROA: Stressfreier Sonntag

Guten Morgen liebe Sorgen seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann is ja wunderbar. Um mal Jürgen von der Lippe zu zitieren. Wurd ja quasi mal Zeit. Um elfe ging es also heute wieder los mit arbeiten, erstmal wieder das gleiche wie gestern, so kehren, wischen und eben alles um dann das Restaurant zu öffnen und so am frühen Nachmittag war dann auch ein wenig was los. Sonntags gibt es bei uns ein extra Lunch Menü was sehr viele Einheimische in Anspruch nehmen und so waren wir zeitweise wieder fast voll belegt. Doch als diese Schicht dann quasi weg war und alle ihre Spuren beseitigt waren war tote Hose und nix mehr los und so konnte ich um vier Uhr nach Hause watscheln und meinen Füßen etwas Pause gönnen, abends würde die Olivia (die Amerikanerin) arbeiten und nur wenn ganz mega dolle viel los ist würden sie mich anrufen, dass ich noch mal kommen soll/muss/darf/kann. Denken wir aber eigentlich alle nicht dass das nötig sein wird.Da saß ich dann also auf meinem Bettchen, hab meinen Füßen so viel gutes getan wie es nur irgendwie ging, mit dem guten alten Europa feletoniert und mich sonst den ganzen Nachmittag/Abend nur entspannt und ausgeruht und nichts sonderlich sp

annendes getan. Kein aufregender Tag, aber meine Füße haben sich gefreut.