- Allgemein (157)
- 11-Jan-2008: Fr, 11-01-2008 AKAROA: Es geht’s aufs Ende zu
- 11-Jan-2008: Di, 01-01-2008 (!!!) AKAROA: Seltsames Sylvester
- 11-Jan-2008: Di, 25-12-2007 AKAROA: Sommersonneweihnachten
- 11-Jan-2008: Fr, 21-12-2007 AKAROA: Grauenhaft groß schlechtes Gewissen
- 2-Okt-2007: Di, 02-10-2007 CHRISTCHURCH: Wireless-Wäsche
- 2-Okt-2007: Mo, 01-10-2007 CHRISTCHURCH: Mal wieder
- 2-Okt-2007: So, 30-09-2007 AKAROA: Sonntags-Scrubs
- 2-Okt-2007: Sa, 29-09-2007 AKAROA: Rührendes Rugby
- 2-Okt-2007: Fr, 28-09-2007 AKAROA: Müdes Meeting
- 2-Okt-2007: Do, 27-09-2007 AKAROA: Sorgenfreier Steve
NichtNeuseeland
siehe 'Reisetipps'
Fr, 21-12-2007 AKAROA: Grauenhaft groß schlechtes Gewissen
So, nach viel zu langer Zeit mit einem mehr als schlechten Gewissen endlich mal wieder Neuigkeiten aus Neuseeland. Der Hauptgrund warum ich mich so lange nicht gemeldet habe ist, dass seit ich arbeite mein Leben wieder mal ziemlich alltägig und ziemlich eintönig verläuft und die meisten Tage genau wie der danach und der davor aussehen. Unter der Woche beginnt mein Tag meistens zwischen zehn und elf, den Nachmittag über höre ich dann viel Musik, lese, koche, genieße die Sonne (wenn sie denn da ist), spaziere durch Akaroa, frische mit Hilfe von Podcast mein französisch wieder auf und lerne ein paar Wörter italienisch pro Tag, übe dann und wann trommeln, um fünf kuck ich dann meistens Simpsons, dabei gibt’s dann Mittag-/Abendessen – wie auch immer man es bezeichnen will – dann werfe ich mich in meine schwarzen Klamotten und um sechse geht’s dann runter zur arbeit. Da wird da so bis meistens ca. zehn Uhr schön gekellnert, manchmal gibt’s viel Trinkgeld, manchmal gar nix, fast jeden Abend sind deutsche im Restaurant und zum Abschluss gibt’s dann immer noch Staff Dinner und ein Gläschen Wein oder Bier. Meistens essen wir Fisch oder anderes Seafood, so wie Muscheln oder Scallops oder Prawns, ab und zu auch Pizza, viel Salat und Gemüse und manchmal auch Gulasch, Ente, Königsberger Klopse und dazu eigentlich immer lecker frisches Brot. Ja, wenn’s dann noch recht früh ist setzten wir uns noch zu uns hoch oder zu den Jungs rüber und gucken Fernsehen oder DVD, dann nicht zu spät ins Bettchen und am nächsten Tag alles wieder von vorn. Das Wochenende sieht ziemlich gleich aus, nur dass ich da eigentlich immer schon um 11 oder 12 anfang und nachmittags mal ein/zwei Stündchen Pause hab. Sonst alles gleich. Na, kann man verstehen warum ich nicht jeden Tag geschrieben habe?Natürlich gibt es ab und an mal Highlichts im akaroanischen Leben. Eigentlich hatten wir Anfang November mal vorgehabt, alle zusammen mit nem Boot rauszufahren und den ganzen Tag zu fischen und in der Sonne zu liegen, ging dann aber nicht weil das Meer so stürmisch war und so haben wir dann stattdessen abends ein RIESEN-großes tolles BBQ bei Mark und Wendy (Steve’s Eltern) gehabt. Die haben ein richtig großes Anwesen mit richtig tollem Haus und schönen Gästehäusern drum rum und tollem Garten und sagenhaften Blick runter aufs Meer und die Bucht. Ja, und da gabs dann alles aufm Grill von Würstchen zu Rind und Schwein und Muscheln und Prawns bis hin zu nem ganzen Fisch und Kartoffeln und dazu noch ganz viele Salate und Beilagen und es war sooooo unglaublich lecker und viel. Zum trinken gab’s ganz viel Bier und ganz viel guten Wein (Wasser auch =) und dann saßen wir da alle um einen großen Tisch rum, wir alle aus dem Restaurant, eben Mark und Wendy, deren Nachbarn und noch ein paar Freunde von Steve (Tim und Erin) und haben da gefestmahlt. Als alle Bäuche gefüllt waren sind wir dann irgendwann ins Wohzimmer umgezogen, wo dann zu Musik getanzt wurde und danach angefangen so dämliche Parteyspiele zu spielen, wo ich mich mal ganz geschickt rausgehalten und lieber nur zugeguckt hab. Ja, das ging dann alles ganz schön lang und war im großen und ganzen ein sehr netter Abend. Ja, neben dem arbeiten gibt’s auch des öfteren einfach so Parteys bei Danny & Danny (D&Ds) in der Wohnung zu der nicht gerade selten auch noch wildfremde Leute aus dem Pub von Big Danny (dem Deutschen) eingeladen werden und die dann bis tief in die Nacht gehen, mit viel (meistens guter Musik) dekoriert werden und eigentlich immer in nächtlichen Pizzaorgien enden. Die beiden haben oben in der Wohnung eigentlichimmer Pizzateig, Tomatensoße und Käse so dass man auf jeden Fall mit einer Margherita rechnen kann. Ich war glaub ich noch nie lange oben bei denen, geschweige denn einen ganzen Abend / Nacht ohne Pizza. Zwar nicht so gut wie im Restaurant wegen schlechterem Ofen, aber immerhin und überhaupt. Ein weiteres großes Highlight der letzten Wochen war der Besuch von Anke und Verena, zwei Mädels aus meinem Abi-Jahrgang. Verena ist ja schon seit August in Neuseeland und Anke kam am 20. November für drei Wochen her. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass sie erst am Ende ihrer Reise, also Anfang Dezember, kommen würden deswegen war ich nicht gerade wenig überrascht als ich am 20. um kurz nach zwölf aus der Dusche kam und die beiden vor meiner Tür standen. Anke war am morgen erst angekommen, leider jedoch ihr Gepäck nicht. Eigentlich war der Plan der zwei gewesen, sofort anzufangen rumzureisen wegen begrenzter Zeit und überhaupt und sowieso, nach diesem ‚Schicksalsschlag’ ham sie sich jedoch dann spontan entschlossen, erstmal zu mir nach Akaroa zu fahren. Am Anfang war es sehr surreal mit Anke hier durch Akaroa zu laufen, aber wir hatten zwei sehr schöne und ereignisreiche Tage. Am ersten Abend gab es eine lange und wilde Partey bei D&Ds und Anke hat echt gut und lange durchgehalten. Wir waren extra rüber zu den Jungs gegangen weil Melissa sehr müde war und am nächsten Tag wieder früh raus musste und wir sie nicht stören würden. Haben uns auch sehr viel Mühe gegeben leise zu sein als wir nach Hause gekommen sind, doch leider standen etwa 15 Minuten später, als wir gerade in unseren Betten lagen, auf einmal die beiden Dannys an unserem Fenster weil sie kein Bier mehr hatten. Weiß nicht, ob ich das schon mal erzählt hab, aber man kann übers Dach von einer Wohnung in die andere laufen. Die Zimmer der beiden Dannys und meins liegen alle an der gleichen Hausseite, die Fenster sind nicht verriegelbar und das Dach in der richtigen Höhe. Sehr praktisch wenn man sich mal aussperrt, aber auch gruselig dass immer jemand ins Zimmer kommen könnte. Naja, auf jeden Fall standen die zwei dann da auf dem Dach mit den Köpfen im Zimmer und leider waren wir dann wieder ein bisschen laut so dass Melissa ins Zimmer kam und uns gebeten hat, leise zu sein. Ja, also Jungs wieder rüber, wir richtung Schlaf. Am nächsten morgen sind wir, warum auch immer, schon um zehn aufgestanden und mein Tag hatte nicht gerade den schönsten Anfang. Anke, Verena und ich saßen im Wohnzimmer, gerade aufgestanden und noch ziemlich fertig, da stürmt Steve rein und sagt ich soll ihm folgen. Verwirrt bin ich also hinterher, Treppe runter und auf den Bürgersteig und da hab ich dann eine nette Standpauke bekommen: 1. Das nächste Mal soll ich ihn fragen wenn jemand in der Wohnung übernachtet (eigentlich ist es mein Zimmer, ich zahle Miete, kann also machen was ich will, aber eigentlich hatte ich ihn schon fragen wollen, Melissa hatte ich gefragt und wollte danach noch ihn, hab’s aber dann irgendwie in dem ganzen Trubel einfach vergessen). 2. Soll ich auch fragen, wenn irgendwer Internet benutzt, also unser Wireless-Lan, was ich auch verstehen kann, eigentlich aber ein Witz ist, weil so viele Leute unten in ihren BackackerBus vor unserem Haus sitzen und Internet gebrauchen und 3. Soll ich mich hüten noch mal Party zu machen wenn Melissa am nächsten Tag so früh raus muss. Da hab ich mich dann richtig aufgeregt, weil wir ja schon extra rübergegangen waren und die Jungs dann zu uns gekommen sind und nicht andersrum und außerdem hatte Melissa vor ein paar Wochen auch zwei Freundinnen da und die waren hier in der Wohnung laut bis um halb vier morgens und ich musste um zehn Uhr aufstehen, hab da aber nichts gesagt weil gedacht, ‚Ja, sind ja ihre Freundinnen die sieht sie so bald nicht wieder und so’. Naja, stand ich da also in Boxershorts und Kapuzenpulli auf der Straße, musste mir das alles anhören und war nicht wirklich fit genug, um mich zu verteidigen, nur in Punkt drei und da hat Steve dann auch gleich gemeint, das tue ihm Leid dass wusste er nicht und dass ich da auch hätte zu ihm kommen sollen. Na klar, bin ja auch so ne Petze. Naja, danach hab ich mich dann also erstmal eine Stunde über alles und jeden aufgeregt, dann haben wir unser Zeug gepackt, haben noch bei der Bäckerei gefrühstückt und sind dann in die nächste Bucht gefahren und haben uns da an den Strand gelegt. Anke und Verena waren sogar im Wasser, aber ich bin ja nicht so ein Meermensch. Das war dann eigentlich alles ganz schön und nett, abends musste ich leider arbeiten, bei Steve entschuldigt wegen nicht fragen, war dann wieder gut, die anderen zwei haben sich draußen auf die Wiese gelegt und nebenbei hab ich noch immer wieder mit Ankes Fluggesellschaft feletoniert und das mit dem Gepäck geregelt. . Dieser Abend war dann also ruhiger, nur Film gekuckt, Anke und Verena sind immer wieder eingeschlafen und da wir diese Nacht wollten, dass die zwei quasi offiziell in Verenas Van schlafen sind wir erst ins Bett als alle anderen schon nix mehr mitbekommen würden und haben dann den Wecker auf sechs Uhr morgens gestellt damit die beiden dann umziehen konnten bevor jemand kommt. Mit schlafen war dann aber nix mehr, haben uns lieber in die morgensonne auf die Wiese gesetzt und zusammen gefrüstückt und um achte fuhren sie dann schon wieder los Richtung Christchurch wo Ankes Gepäck endlich angekommen war. Fand es echt toll, dass die beiden hier waren und war auch eigentlich echt schön, nur dass Steve so viel Stress gemacht und so gar nicht Kiwi-mäßig lässig war hat die Sache ein wenig verdorben. Nicht so toll. Aber naja, werd trotzdem das Gefühl nicht vergessen wie es war, hier mit Anke und Verena durch Akaroa zu laufen, war schon was besonderes. Ja, einige Tage danach habe ich eine neue Zimmernachbarin bekommen, also Kollegin und Zimmergenossin und so. Sie heißt Greta, ist 23 und kommt aus Italien. Wenn ich schon mein Zimmer mit jemandem teilen muss dann bin ich froh dass sie es ist. Wir verstehen uns wirklich sehr gut, sie ist super unkompliziert, lustig und nett und in dem einen Monat den sie jetz bald hier ist haben wir uns noch nicht einmal gestritten oder gegenseitig angenervt oder so und dass obwohl wir ja eigentlich 24 Stunden aufeinanderhocken, entweder in der Arbeit oder in der Wohnung. Wir kochen auch viel und gerne zusammen, ich lerne viel neues und vor allem auch mehr italienisch und bin im großen und ganzen einfach echt froh, dass sie ins Nachbarbett gezogen ist. Nich mit jedem kann man zusammen wohnen, parteyen, arbeiten, kochen, lachen, lesen, reden, Filme gucken, Halbtagesausflüge machen, ein Wirrwarr aus EnglischDeutschItalienisch reden und sich nie auf die Nerven gehen. Greta is great! =)Tja, das nächste Ultrahighlight war dann natürlich die Rückkehr meiner tollen Laura welche am 4. Dezember stattfandt. Bin morgens früh hier in Akaroa losgefahren mit Greta, haben dann ein wenig geshoppt und dann ging es zum Flughafen um endlich wieder meinen kleinen schweizer Engel in die Arme zu schließen. Hab mich wie an zwanzig Weihnachten auf einmal gefühlt als ich da so am Gate stand und gewartet hab. Und da war sie dann auch ganz bald, vollbepackt bis oben hin und ich drück ihr erstmal eine Sonnenblume, Bruno und mich in die Arme und hab auch ein paar Freudentränen vergossen. Was ich nicht wusste war, dass Laura gar nicht alleine hergeflogen ist, sondern mit Stefanie, einer Bekannten, genauergesagt der Exfreundin ihres Bruders. Ja, diese Stefanie ist dann irgendwie einfach mit uns mitgelaufen und ist quasi davon ausgegangen, dass sie mit uns zurück nach Akaroa fahren kann und wir uns um alles kümmern. Sie spricht kein Wort Englisch, hat sich in keinster Weise auf diese Reise vorbereitet oder irgendwas organisiert sondern hat Laura alles mit Flug und Formalitäten erledigen lassen und geht jetzt eben davon aus, dass wir uns auch hier in Neuseeland ständig um sie kümmern. Aber ist nich. Wir sind dann also erstmal zurück zur Mall gefahren wo Greta auf uns gewartet hat, haben Lebensmitteleinkäufe erledigt und dann so langsam ist der Steffi dann mal bewusst geworden, dass sie nicht mit uns nach Akaroa kann worauf sie dann tierisch sauer und eingeschnappt wurde von wegen dass wir sie da jetz nich mit offenen Armen empfangen. Nach einigem Theater dass ich jetz hier nicht näher beschreiben will haben Laura und ich sie dann zu einem Backpacker in Christchurch gefahren und sie wollte dann irgendwie morgen mit dem Bus nach Akaroa. Zum Glück ist Greta so nett und geduldig und hat in der Mall die ganze Zeit auf uns gewartet und so um fünf waren wir dann auch wieder bei ihr und dann ging es zurück in Richtung Akaroa. Ach ja, in der Mall da hab ich auch endlich endlich ein Weihnachtsgeschenk für den Pascal gefunden und mir gefällts so gut und ich hoffe nur dass er es auch mag… naja, werden wir ja bald erfahren. Mein Weihnachtspaket nach Hause war tollerweise schon nach nichtmal zehn Tagen in der Egerländer Straße, scheinbar unbeschädigt und hiel. Juhuuu! Dass Laura wieder hier ist ist einfach soooo toll und es ist fast so, als wär sie gar nicht weggewesen außer dass wir uns natürlich aus der Zeit wo sie nich hier war so viel zu erzählen haben und ich so viele Fotos hab die sie unbedingt sehen will. Haben auch schon wieder fleißig UNO und Zigity und Macke gespielt und es tut einfach echt sehr sehr gut, meine kleine wieder bei mir zu haben!!!!Leider hat es doch nicht geklappt, dass sie bei uns arbeiten kann und deswegen kann sie auch nicht bei mir im Zimmer wohnen bleiben. Wir haben uns sobald wir das wussten dann auf die Suche nach einem WWOOFer Platz für sie hier irgendwie rund um Akaroa gemacht und sind dabei aber auf einen Job im örtlichen Café/Minishop/Internetkiosk gestoßen bei dem sie richtig gut Geld verdient und auch viel mehr Stunden arbeitet als ich. Das Problem ist nur dass sie immer tagsüber arbeitet und ich ja abends, was bedeutet dass wir uns nicht so viel wie wir gern wollten sehen tun. Sie hat jetzt ein paar Tage im Backpacker gewohnt, zieht jetzt aber mit Anne zusammen, der deutschen die hier in Akaroa eine Wohnung hat in die ich eigentlich mit einziehen sollte, was dann aber doch nicht ging weil sie mit Steve, meinem Boss zusammengekommen ist und er dann mit eingezoen ist, da diese Beziehung aber gerade mal ein paar Wochen hielt und Steve letzte Woche schon wieder ausgezogen ist wird Laura da jetz einziehen, zahlt viel weniger als im Backpacker und die Wohnung ist auch noch genau über ihrem Arbeitsplatz. Also alles noch mal gut gegangen.Ja, mit Steffi lief leider alles nicht so gut weil sie gedacht hat, wenn sie in Akaroa ankommt sorgen wir für ihre Unterkunft und das alles, ich das aber überhaupt nicht wollte und sie hat dann gemeint in ein Backpacker geht sie auch nicht und hat sich dann ne Hütte im Wald gesucht und da einige Tage drin gewohnt und ist Laura (dir wirklich inzwischen richtig, richtig böse auf sie war) mir und auch Steve und allen tierisch auf die Nerven gegangen weil sie eben qusi gedacht hat, dass sie rund um die Uhr hier in der Wohnung und im Restaurant auftauchen kann, wir ihr das aber ganz doll ausgetrieben haben. Ja, diese Geschichte hat die ersten Tage mit Laura so ein bisschen stressiger gemacht als wir es gerne gehabt hätten, aber zum Glück hatte ich die ersten Tage wo sie hier war frei und so konnten wir trotzdem schön viel Zeit miteinander verbringen. Am zweiten Abend sind wir auch unten im Restaurant essen gegangen und wollten eigentlich nur Bruschetta als Vorspeise essen und uns dann zwei Pizzen teilen, aber da heute in der Küche Steve-freier Abend war konnte uns Danny nebenbei noch mit vielviel mehr Essen bombardieren. Angefangen über Linguine Amtariciana zu Whitebait, Ziegenkäsebratlingen bis hin zu Lachsbrötchen so dass wir am Ende unsere Pizzen nur halb geschafft haben und völlig erledigt waren. Aber lecker wars, und wie!Wie sich herausstellte war dieser Abend auch einer der letzten Arbeitstage unseres anderen Dannys, dem schottischen Pizzachef, da er nach langer Problemgeschichte und einigen sehr unfairen Aktionen doch endlich gekündigt wurde. Er war schon desöfteren morgens einfach nicht zur Arbeit erschienen weil er am Abend zuvor zu viel gefeiert hatte und eigentlich weiß er / sollte er wissen, dass er nicht zuviel feiern und trinken sollte wenn er am nächsten Tag nicht frei hat. Danny und ich und alle anderen wissen wie viel geht wenn am nächsten Tag arbeit ansteht, doch da es bei WeeDanny jetz schon wirklich öfters vorgekommen war, dass er einfach nicht aufgetaucht war und sich danach noch nichtmal entschuldigt oder so hat Steve jetzt endültig (wie wir finden fast zu spät) einen Schlussstrich gezogen und ihm gekündigt. Tja, jetzt müssen zwar Steve und Danny sieben Tage die Woche arbeiten, aber besser ist das schon. Das am nächsten zurückliegendste Highlight war Melissas Geburtstag am 16.12. an dem wir unten im Restaurant eine Riesenfete gemacht haben. Ihre Eltern kamen aus Christchurch, Steves Eltern waren natürlich wieder mit von der Partie, alle aus dem Restaurant und noch zwei/drei andere Leutchen und so haben wir nachdem alle Gäste verschwunden waren die Tische zu Seite geschoben und uns so eine provisorische Tanzfläche gemacht und sind alle richtig schön durch die Gegend gehüpft. Gab sogar eine Polonaise und Melissa und ich haben zusammen (ungeprobt) den ‚All you need is love’-Song aus Mouling Rouge performt während alle um uns rum standen und zugeguckt haben…. Peinlich… aber naja. Um halb eins mussten wir dann umziehen hoch zur Jungswohnung weil offiziell kein Mensch mehr nach eins im Restaurant sein darf. Ja, oben ging dann die Partey noch ordentlich weiter und wir hatten jede Menge Spaß und Melissa wohl einen unvergesslichen 25. Geburtstag.
Was gibt es noch zu Akaroa und meinem Leben hier zu sagen? Ich genieße es einfach unglaublich hier in meiner Wohnung mit Meerblick und unserer traumhaften Veranda. Ab und zu habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Donkey Shot, aber ich rede von hier oben viel mit ihm und guck immer, dass es ihm gut geht. Akaroa ist einfach schön, nicht zu groß und nicht zu klein, man hat alles was man braucht und Christchurch ist in Reichweite, das Meer rauscht die ganze Zeit im hintergrund und man kann seinen Kaffee schön bei einem Spaziergang am Strand genießen. Ich esse hier zu viel Pizza weil sie einfach unverschämt lecker sind. Laura und ich haben Freude am Frisbee spielen gefunden, meine Haut ist ganz schön braun, ich finde ich sehe sehr viel anders aus als bei meiner Anreise in Neuseeland, laufe viel barfuß, gucke jeden Dienstag von der Veranda zu wie sich halb Akaroa auf der Riesenwiese vor unserem Haus trifft und alle zusammen Rugby spielen, bekomme viel zu oft Komplimente für mein Englisch und habe jetzt sehr viel mehr Ahnung von Wein als jemals zu vor. Kann schon im Restaurant richtig gute Empfehlungen geben wenn die Leute mich fragen. Hihi, tollo. Arbeiten läuft im großen und ganzen auch ganz gut, ab und zu gibt es Probleme mit Steve, v.a. weil er mir nicht annähernd die Stunden geben kann die er mir anfangs versprochen hat und auch sonst ab und zu Kleinigkeiten, aber mit Big D (Danny dem Deutschen), Melissa, Greta und Jackie (unserer Dishwasherin) verstehe ich mich sehr gut. Leben in Akaroa zusammengefasst: Meer, Vangionis, kellnern, Danny Hombrew, Pizza, Nackenschmerzen, Three Boys, D&Ds, Handtücher falten, Veranda, Madeira-Pub, Tui, Brotmangel, viele Leute die mein Auto bewundern/fotografieren. Ja, natürlich gäbe es eigentlich noch viel mehr zu erzählen, aber ich glaube das ist für den Anfang erstmal genug. Hoffe es war ein wenig interssantes dabei.